Hot! Abbruzzese: „Ich wünsche mir mehr Reibung im Team!“

Die Viktoria steht nach acht Spieltagen mit 13 Punkten auf Platz acht der Tabelle. Vier Spiele wurden gewonnen, einmal trennte man sich remis und dreimal verließ der SVA als Verlierer den Platz. Vor dem Spiel gegen den FC Memmingen zieht Aufstiegstrainer und Sport-Vorstand in Personalunion Antonio Abbruzzese (45) eine erste Bilanz.

Antonio, es ist an der Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Wie ist der Trainer mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

Wenn ich vor der Saison gefragt worden wäre, hätte ich für diesen Zwischenstand meine Unterschrift gegeben. Die Spielverläufe analysierend, haben wir aber sicherlich den einen oder anderen Punkt liegen lassen.

Was hat Dir in den ersten Wochen der Saison überhaupt nicht gefallen?

Die Belastung für die Spieler war immens, das Alternieren von Training und Erholung schwer zu bewerkstelligen.

Und was hat Dir auf positiver Seite am meisten imponiert?

Die Bereitschaft meiner Spieler, jeden Tag zu trainieren. Ihre im Rahmen der Möglichkeiten, professionelle Einstellung. Man kann nicht hoch genug schätzen wie schwer es für einen Amateur ist dieses Pensum zu absolvieren.

Wer sind für Dich die Gewinner und Verlierer der ersten acht Spiele?

Bei uns gibt es derzeit nur Gewinner. Wir haben alle viel für diese Chance in Kauf genommen und gewinnen Spiel für Spiel an Erfahrungen und Emotionen. Dass nicht alle Spieler im gleichen Umfang auf dem Platz stehen, liegt in der Natur der Sache, dennoch sind alle Bestandteil des Projekts.

Wie bist Du mit der Zuschauerresonanz bisher zufrieden?

Zuschauer bedeuten Einnahmen und Atmosphäre. Beides sind sehr wichtige Faktoren für das Erreichen unserer Ziele. Die Resonanz ist sicherlich ausbaufähig, aber auch zufriedenstellend. Verglichen mit den Zahlen der letzten Jahre, kann man den Aufwärtstrend klar erkennen. Bitte weiter so.

Thema „Aufbruchstimmung beim SVA“: Ist die für den Trainer und die Mannschaft zu spüren?

Natürlich merkt das Team, dass sich im Umfeld einiges bewegt. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass alle Bestandteile des Vereins parallel mitwachsen. Eine einseitige Entwicklung würde nur kurzfristig erfolgreich sein.

Gibt es noch Spieler, die Du kurzfristig abgeben würdest und ist nochmal ein Neuzugang denkbar?

Bei Spielern, die nicht so zum Zuge kommen, sind sicherlich Überlegungen im Gange. Wir als Verein versuchen immer, unsere Interessen mit denen der Spieler in Einklang zu bringen. Da das nicht immer möglich ist, könnte es schon sein, dass es noch zu Zu- oder Abgängen kommt.

Wie kam die Mannschaft mit den ersten drei Auswärtsfahrten zu recht?

Das zeitliche Invest für ein Auswärtsspiel ist sehr groß, der Ligazugehörigkeit entsprechend, aber mit unserem komfortablen Mannschaftsbus sehr angenehm.

Wie würdest Du generell die Stimmung in der Mannschaft beschreiben?

Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Wir haben eine ganze Reihe von feinen Jungs im Kader, sodass es bezüglich der Verständigung und Integration überhaupt keine Probleme gibt. Sportlich wünsche ich mir teilweise  mehr Reibung, die, in der richtigen Dosis, leistungsfördernd sein kann.

Belastet Dich die Doppelrolle als Trainer und Sport-Vorstand?

Doppelfunktion bedeutet natürlich auch mehr Arbeit und mehr Zeit, die man für den Verein aufbringen muss. Belastend an der Situation empfinde ich nur, dass mein Freund Volker Sedlacek nicht mehr im Funktionsteam tätig ist.

Was sind Deine Wünsche für den restlichen Saisonverlauf?

Ich wünsche mir, dass wir noch erfolgreicher werden können und dass alle gesund bleiben.

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