Hot! Hallenstadtmeisterschaft hatte viele Protagonisten

Der Schlussakkord im sich über 10 Tage erstreckenden Turniergeschehen war den Gastgebern des BSC Schweinheim vorbehalten: In ihrer Halle, an ihrem Hausberg erstürmten sie den Gipfel und pflockten im Finale ihr Banner mit sechs wuchtigen Schlägen ein. Mit 3:6 hatten eben jene Leiderer das Nachsehen, die in der Zwischenrunde mit einem viel umjubelten 2:1-Sieg die Hoffnungen des SVA auf eine erfolgreiche Titelverteidigung schlagartig zunichte gemacht hatten und ihn an das undankbare Spiel um den 3. Platz verwiesen. Der Brass Cup ließ grüßen… Doch die Viktorianer machten ganz Ausrichter-like gute Miene zum bösen Spiel und legten sich gegen Kontrahent Vatanspor noch einmal richtig ins Zeug. Voll konzentriert war man um keine Antwort verlegen und siegte schlussendlich verdient mit 4:2. Gian-Luca Asta glänzte als dreifacher Torschütze, den vierten Treffer steuerte Simon Schmidt bei. Asta wird in der vereinsinternen Torschützenliste mit insgesamt neun Treffern auf Platz eins geführt, sein Landsmann Giulio Fiordellisi war in der Erbighalle achtmal erfolgreich.

Mit der abschließenden Siegerehrung  des Aktiventurniers fiel an jenem Samstagabend der Vorhang des letzten Akts in einem Stück mit Überlänge, das vom 27. Dezember bis zum 5. Januar unzählige Darsteller auf die Bühne rief, wobei kein Einziger unter die Rubrik Statisten einzuordnen war. Über alle Altersstufen hinweg waren die kickenden Akteure samt Entourage vereint in dem Bestreben, den begehrten Titel Stadtmeister zu erringen. Der Ehre halber seien die Titelträger denn auch in einem kurzen Rückblick noch einmal im Einzelnen genannt:

Am ersten Turniertag (27.12) stand zunächst das U7/2-Turnier auf dem Plan, dass der BSC Schweinheim für sich entschied, genauso wie das am Nachmittag stattfindende U7-Turnier. Auf den Plätzen folgten hier die SG Strietwald und die DJK. Am Abend des gleichen Tages gingen auch noch die U15-Stadtmeisterschaften über die Bühne, in dessen Finale der SVA die SG Strietwald deutlich mit 8:2 besiegte. Am 28.12. war die Altersklasse U9/1 an der Reihe, der Turniersieger hieß hier VfR Nilkheim. Die SG Strietwald sicherte sich den Titel in der U9/2. Auch die U13 brachte zwei Gruppen an den Start. In der Altersklasse U13/1 hatte TuS Leider die Nase vorn, Zweiter wurde der SVA, während in der U13/2 die Viktoria-Kids die Obernauer Teutonen und den BSC Schweinheim auf die Plätze verwiesen. Am dritten Turniertag (29.12.) ging es mit der U17 merklich in Richtung Adoleszenz, hier wies wiederum der Viktoria-Nachwuchs  den höchsten Reifegrad auf. Südring und Leider mussten hier am wenigsten nachreifen. Nicht gerade chronologisch ging es am 30.12. mit einem Sprung zurück in die Kindheit weiter. In der U11 waren die kleinen Weiß-Blauen noch ein wenig zu grün hinter den Ohren und mussten ihren Alterskameraden vom BSC Schweinheim, TVA und der Teutonia aus Obernau den Vortritt lassen. Am vorletzten Tag des Jahres trat abschließend noch die U19 auf den Plan. Das Team von Siggi Sternheimer war hier hoch favorisiert und gestaltete seinen Turnierauftritt auch entsprechend. Vatanspor war im Finale beim 0:4 ohne Chance. Den Abschluss bildete im neuen Jahr das Aktiventurnier mit dem bekannten Ausgang.

So weit der Auftritt des kickenden Ensembles. Doch dieses bestritt das Stück nicht alleine, der Akteure waren es viel mehr. Zunächst zu nennen sind natürlich die Trainer und Betreuer, die ihre Schützlinge von der Bande aus lautstark dirigierten oder das Spielgeschehen durch fliegende Wechsel positiv zu beeinflussen versuchten. Je jünger die Akteure auf dem Platz, desto wichtiger war hier die Lenkerfunktion. Nicht zu vergessen auch die Zuschauer, die trotz Bestuhlung enormes Stehvermögen bewiesen und ihre spezielle Sicht des Spielgeschehens mit lautstarken Kommentaren, Anfeuerungsrufen, aber auch wütenden Protesten kundtaten. Den Schiedsrichtern oblag es, erhitzte Spielergemüter zu beruhigen und in der aufgeheizten Atmosphäre kühlen Blutes die richtige Entscheidung zu fällen – was ihnen meistens auch gelang. Agierende im besten Sinn waren letztlich alle, die auf Seiten des Ausrichters SVA mit der Organisation und dem reibungslosen Ablauf dieses Mammut-Sportevents betraut waren. Die so noch nie zusammengesetzte Turnierleitung machte ihren Job so routiniert, als wäre die Ausrichtung solcher Sportereignisse für sie an der Tagesordnung. Fürs Entertainment war bestens gesorgt: Eingespielte Musikschleifen unterlegten als dramaturgische Farbtupfer das sportliche Geschehen – und wer weiß: Vielleicht wurde in der Erbig-Halle ja sogar ein neuer Michael Buffer geboren?

(6. Januar 2013 / Wolfgang Fleischer, Moritz Hahn)

 

Ergebnisse der Hallenfußball Stadtmeisterschaft 2012:

27.12.2012 – U7/1 – Sieger: BSC Schweinheim

27.12.2012 – U7/2 – Sieger: BSC Schweinheim

27.12.2012 – U15 – Sieger: Viktoria Aschaffenburg

28.12.2012 – U9/1 – Sieger: VfR Nilkheim

28.12.2012 – U9/2 – Sieger: SG Strietwald

28.12.2012 – U13/1 – Sieger: TuS Leider

29.12.2012 – U11/2 – Sieger: Teutonia Obernau

29.12.2012 – U13/2 – Sieger: Viktoria Aschaffenburg

30.12.2012 – U11/1 – Sieger: BSC Schweinheim

30.12.2012 – U19 – Sieger: Viktoria Aschaffenburg

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