Hot! Kontinuität auf Kunstrasen: 0:2 im Derby gegen Alzenau

Nach dem bescheidenen Auftritt im Testspiel vom Mittwoch gegen RW Darmstadt (1:3) war es den Weiß-Blauen in der ersten Halbzeit des Prestigeduells gegen den Lokalrivalen Bayern Alzenau deutlich anzumerken, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren.

Vom Einsatz und Kampf her stimmte das, was die Elf von Werner Dreßel in den ersten 45 Minuten ablieferte. Man lieferte dem Südwest-Regionalligisten einen offenen Schlagabtausch mit ausgeglichenen Spielanteilen, wobei hochkarätige Torchancen auf beiden Seiten Mangelware blieben. Eines indes darf nicht unerwähnt bleiben, denn hätte Giulio Fiordellisi in der 27. Minute nach einer sehenswerten Kopfballvorlage von Peter Sprung den Ball nicht am leeren Gehäuse vorbeigeschoben, nachdem er Alzenaus Torwart Wagner schon umspielt hatte, vielleicht wären die Viktorianer in der 2. Spielhälfte anders aufgetreten, als sie es dann realiter taten. Aber das sind nur Spekulationen, denn zu sehr verlagerten sich in Hälfte zwei die Gewichte und zu offensichtlich ging im Spiel der Weiß-Blauen alles sprichwörtlich den Kahlgrund runter. Ins Grübeln konnte man darüber kommen, dass von einem Nachlassen der Heimelf eigentlich nicht gesprochen werden konnte, vielmehr spielte man seinen Trott weiter, den die Alzenauer nun aber nicht mehr mitzugehen gewillt waren. Quasi aus dem Effeff zauberten sie eine physische und spielerische Dominanz aus dem Hut, die sie völlig folgerichtig in zwei Tore und in einen ungefährdeten Sieg ummünzten. Petric Topic (52.) und Daniel Müller (65.) jeweils per Kopf nach maßgerechten Flanken erzielten die Treffer. Das letzte Testspiel vor dem Beginn der Rückrunde lässt viele Fragen offen. Man darf gespannt sein, ob die Elf von Werner Dreßel am kommenden Samstag gegen den SV Seligenporten, seines Zeichens immerhin 3. der Regionalliga Bayern, die Testspiel-Eindrücke als Muster ohne Wert entlarven kann.

Viktoria: Maximilian Hinterkopf – Fnan Tewelde (46. Niko Koukalias), Christoph Kaesler, Markus Brüdigam, Dennis Löhr – Michael Ulbricht, Daniel Cheron (60. Marcello Fiorentini), Markus Horr (73. Adnan Murtic), Yuta Kawachi (33. Philipp Hörst) – Peter Sprung, Giulio Fiordellisi (60. Christian Breunig)

Tore: 0:1 Topic (52.), 0.2 Müller (65.)

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