Hot! 0:4 – Lux schoss dem SVA die Lichter aus

Schmerzliche Heimniederlage gegen den FV Illertissen

Nun hat der SVA am 12. Spieltag der Regionalliga Bayern gegen den amtierenden bayerischen Amateurmeister FV Illertissen auch erstmals zu Hause eine deutliche Lektion erteilt bekommen. Der FV spielte bei seinem 4:0 routiniert sein Pensum herunter, mehr war nicht nötig angesichts einer über weite Strecken indiskutablen spielerischen und – was schwerer wiegt – kämpferischen Leistung der weiß-blau gewandeten Hausherren. Für Dunkelheit am Schönbusch sorgte dabei ausgerechnet ein Spieler mit dem klangvollen Namen Vitalij Lux (lateinisch für „Licht“). Dreimal dimmte er die Helligkeit dieses strahlenden Spätsommerabends stufenweise herunter, auch Sturmkollege Marc Hämmerle vergriff sich einmal am Lichtschalter.

12. Spieltag: Viktoria Aschaffenburg – FV Illertissen 0:4 (0:1)

Kaum rollte der Ball, als in der 2. Minute die SVA-Defensive aufgrund eines vorangegangenen kapitalen Missverständnisses erstmals das Nachsehen gegen Illertissens Lichtgestalt hatte. Der achtfache Lux (acht Saisontreffer) ließ Aschaffenburgs Keeper Stefan Steigerwald keine Chance. Die frühe Führung spielte den Vöhlinstädtern in die Karten, da das Komljenovic-Team mit der Aufgabe, das Spiel zu machen, sichtlich überfordert war. Darüber hinaus wurde Illertissen durch individuelle Fehler in der Vorwärtsbewegung geradezu zum Toreschießen eingeladen, so in der 22. Minute, als der gute Stefan Steigerwald gegen einen allein auf ihn zulaufenden Illertissener zur Ecke klären konnte. Eine überaus harmlose Offensive mit vielen technischen Defiziten konnte bis zur Halbzeit keine nennenswerte Torchance für die Weiß-Blauen herausspielen, so dass es mit einem noch glimpflichen  0:1-Rückstand in die Kabinen ging. Coach Slobodan Komljenovic deutete nach dem Spiel in der Pressekonferenz  an, dass er bezüglich des Auftretens seines Teams in der 1. Halbzeit die Grenzen der Zumutbarkeit überschritten sah, indem er versprach, „dass es solch eine Vorstellung in dieser Saison mit Sicherheit nicht mehr geben“ werde. Bei dieser Gelegenheit verriet Illertissens Coach Holger Bachthaler auch, dass er seinen Mannen in der Halbzeitpause mit auf den Weg gegeben habe, ihre Chancen besser zu nutzen, um die Partie nicht kippen zu lassen. Zu Beginn der 2. Halbzeit schien es kurzfristig so, als könne dieses Szenario wirklich eintreten. Bei der ersten und einzigen Großchance des SVA landete ein von Giulio Fiordellisi aus 25 Metern von halblinks getretener Freistoß am rechten Pfosten des Illertissener Gehäuses. Das war’s aber auch schon mit der weiß-blauen Herrlichkeit. Fast schien es so, als glaubten die SVA-Youngster selbst nicht dran, in diesem Spiel noch die Initiative ergreifen zu können. Diesbezügliche Anwandlungen führten aufgrund der extrem hohen Fehlerquote im Spielaufbau und der nicht vorhandenen Automatismen bei Pässen und Laufwegen zu einem fatalen Boomerang-Effekt. Dreimal traf das hölzerne Wurfgeschoss mit Rückkehrgarantie den Gastgeber genau zwischen die Augen. In der 58. Minute schloss Marc Hämmerle einen Konter des FVI durch einen überlegten Flachschuss ins Eck ab. Vitalij Lux nach schönem Pass von Hämmerle (76.) und aus kurzer Distanz (85.) durfte seine Saisontreffer 10 und 11 erzielen gegen einen Gastgeber, der längst resigniert hatte. Erwähnenswert aus SVA-Perspektive allenfalls noch, dass Yuki Nakagawa beim Stande von 0:3 frei vor Illertissens Torwart Rösch den Kürzeren zog.

Bleibt im Sinne der an diesem Tage brüskierten 566 treuen Fans zu hoffen, dass man zukünftig wenigstens am Schönbusch von solch verschlissenen Tagen („gebraucht“ wäre in diesem Falle zu wenig) verschont bleibt.

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