Hot! 1:5 – Schussfahrt am Dallenberg

Das nach der Spielabsage gegen den SV Seligenporten am Samstagnachmittag kurzfristig anberaumte Testspiel gegen den Ligarivalen Kickers Würzburg sollte der Mannschaft von Werner Dreßel als Standortbestimmung dienen, ob man für den Endspurt um den Klassenerhalt gerüstet ist. Aufgrund von Blessuren fehlte das etatmäßige Mittelfeld mit Simon Schmidt (Verletzung aus dem Spiel gegen RW Darmstadt) und Markus Horr (Zehverletzung) sowie infolge einer Erkältung Neuzugang Christoph Kaesler in der Innenverteidigung.

Desungeachtet begannen die Weiß-Blauen in der Manier, in der sie Ende letzten Jahres dem Wirsching-Team in der Liga ein 1:1 abtrotzten. Mit einem leistungsgerechten und die Kräfteverhältnisse spiegelnden 0:0 wechselte man denn auch die Seiten. Was sich dann in der zweiten Hälfte anbahnte, hat man so oder ähnlich von den Weiß-Blauen in der Fremde leider schon allzu oft gesehen. Durch einen Doppelschlag der Kickers aus der Spur gebracht verlor man gänzlich die Kontrolle und auf dem scheinbar so harmlos-welligen Würzburger Hausberg tat sich auf einmal eine tiefe Klamm auf. Bei wieder einsetzendem Bewusstsein hatte man bereits 5-mal die Kugel aus dem eigenen Netz geholt. Daniel Cherons 1:5 war dann nur mehr Ergebniskosmetik. Zwar mag an dem Spruch „Je tiefer man fällt, desto weniger tut es weh“ etwas dran sein, doch würden Verantwortliche wie Fans für den Rest der Saison auf die Erfahrung dieser tröstlichen Wahrheit wohl liebend gerne verzichten, dafür hat es in dieser Spielzeit einfach schon zu oft „wenig weh getan“. Trotz der verpatzten Generalprobe ist im Hinblick auf das Match gegen den SV Heimstetten am nächsten Samstag ein Ende der Schockstarre und eine Endorphin-Ursachenverschiebung  „weg vom Schmerz, hin zur Freude“ dringend vonnöten, um das Unternehmen „Klassenerhalt“, das rein tabellarisch keine Utopie ist, frühzeitig realisieren zu können.

Aufstellung Viktoria: Ricardo Döbert – Philipp Hörst, Markus Brüdigam, Michael Ulbricht, Markus Wosiek (Marcello Fiorentini) – Matthias Fries (60. Christian Breunig), Mario Sternheimer (54. Adnan Murtic), Daniel Cheron, Fnan Tewelde – Peter Sprung (K), Giulio Fiordellisi

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