Hot! 2:2 – Gerechte Punkteteilung am Schönbusch

Yuki Nakagawa schickte SVA-Fans ins Land des Lächelns

Gut aus den Startlöchern gekommen ist die Mannschaft von Trainer Slobodan Komljenovic bei ihrer Saisonpremiere mit einem 2:2-Unentschieden gegen die hoch ambitionierte U23 der Cluberer. Nach der  Führung der Hausherren durch Neuzugang Pert Sinan Pekesen (10.) gingen die Nürnberger in der zweiten Halbzeit zwar durch Treffer von Roussel Ngankam (60.) und Antonio-Mirko Colak (83.) mit 2:1 in Front, doch der quirlige Yuki Nakagawa rückte mit seinem platzierten Flachschuss zwei Minuten vor dem Abpfiff aus SVA-Sicht die sportlichen Verhältnisse wieder gerade.

1. Spieltag: SVA – 1. FC Nürnberg II

Die Regionalliga rief, und 815 (größtenteils) Aschaffenburger waren gekommen. Dass diese (und hoffentlich noch einige mehr) höchstwahrscheinlich wiederkommen werden, wie ein Stadionbesucher orakelte, ist in allererster Linie dem couragierten Auftritt der Heimelf zu verdanken, die das (wenig überraschend) technisch versierte Angriffsspiel der Mittelfranken durch eine geschickt gestaffelte Abwehr zu unterbinden wussten. So genügte den Weiß-Blauen eine konsequent ausgespielte Offensivaktion in der 1. Hälfte, um mit einem 1:0-Vorsprung in die Pause zu gehen. Nach einem klugen Pass aus dem Mittelfeld schob Pekesen in Torjäger-Manier überlegt zur Führung ein. In der 29. Minute freilich stand dem SVA mächtig das Glück zur Seite, als ein ansatzloser Schuss von Maximilian Dittgen aus circa 20 Metern an den rechten Pfosten des Viktoria-Gehäuses klatschte. Hinterkopf hätte hier nicht den Hauch einer Chance gehabt.

Die zweite Halbzeit sah eine Club-Elf im Vorwärtsgang und einen SVA, der weiterhin kämpferisch dagegenhielt. Als infolge des zunehmenden Drucks der bis dato Bestnoten verdienende Aschaffenburger Verteidigungsverbund erstmals unsortiert war, brauchte Ngankam in der 60. Minute eine gefühlvolle Flanke von rechts am langen Pfosten nur noch einzunicken. Als Glücksgriff erwies sich aus Nürnberger Sicht die Einwechslung von Stürmer Yannik Nonnweiler, der für Bernd Rosinger kam, von dessen Existenz auf dem Spielfeld man bei dieser Gelegenheit erstmals erfuhr. Anders Colak, der in der 80. Minute einen schönen Sololauf mit einem überlegten Schuss ins linke Eck krönte. Nun machten die blau-weißen Langnasen (japanischer Ausdruck für Europäer) auch noch lange Gesichter. Das war zuviel für den in der 56. Minute für den angeschlagenen Giulio Fiordellisi in die Partie gekommenen Japan-Import Yuki, der zwei Minuten vor Schluss, das bittere Ende einer starken SVA-Vorstellung schon vor Augen, von links in den Strafraum der Cluberer eindrang und mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck für Tokyo-Hotel-Kreischalarm am Schönbusch sorgte.

Trainerstimmen

Roger Prinzen (Nürnberg): Das war vom Spielverlauf her ein Spiegelbild unserer Vorbereitungsspiele. Das 0:1 resultierte aus einem Pass in die Schnittstelle. In der 2. Halbzeit habe ich eine zweite tiefe Spitze gebracht, woraufhin wir vorne viel effektiver wurden. Es ist uns nicht gelungen, das 2:1 über die Zeit zu retten, da Yuki das während seines Trainingslager-Aufenthalts beim FCN Erlernte heute zum Wohle des Gegners umgesetzt hat.  

Slobodan Komljenovic (Aschaffenburg): Die Vorbereitungszeit war sehr kurz. Heute haben wir das auf das Spielfeld gebracht, was unserem aktuellen Leistungsstand entspricht. Ich bin sicher, dass wir mit der Zeit noch an Stärke gewinnen und noch mehr agieren statt reagieren. Kampf und Wille waren uneingeschränkt da und tadellos.

 

SV Viktoria 01 Aschaffenburg – 1. FC Nürnberg II 2:2 (1:0)

Aschaffenburg: Maximilian Hinterkopf – Soheyl Alipour-Rafi, Markus Brüdigam, Denis Talijan, Fnan Tewelde – Zino Zampach, Daniel Cheron, Gökhan Öztas – Florian Pieper (66. Roberto Desch), Giulio Fiordellisi (56. Yuki Nakagawa), Mert Sinan Pekesen (70. Petrit Topic)

Nürnberg: Benjamin Uphoff – Manuel Bihr, Sinen Tekerci, Jakob Zwerschke, Michael Ngadeu-Ngadjui – Philipp Klement, Sebastian Gärtner, Roussel Ngankam – Max Dittgen, Nick Weber (45. Antonio-Mirko Colak), Bernd Rosinger (63. Yannick Nonnweiler)

Tore: 1:0 Mert Sinan Pekesen (10.), Roussel Ngankam (62.), 1:2 Antonio-Mirko Colak (83.), 2:2 Yuki Nakagawa (88.)

Gelbe Karten: – / Maximilian Dittgen

Zuschauer: 815

3 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch an die verantwortlichen Leute in unserem Verein. Es ist schon sensationell, was Kamann, Löhr, Schütz und Stenger seit der letzten Jahreshauptversammlung vor 4 Wochen in Nilkheim auf die Beine gestellt haben. Die Viktoria-Mannschaft besteht aus vielen jungen Spielern, die wissen wo das gegnerische Tor steht und schnell nach vorne spielen. Unterstützt von den erfahrenen Spielern, die unverzichtbar sind und sehr guten Talenten aus der eigenen Jugend. Es macht wieder Spaß beim Spielen zuzusehen. Zu solchen Spielen kommen auch die verwöhnten Aschaffenburger wieder ins Stadion. Auch der Trainer „Slobo“ ist locker und strahlt Optimismus aus, was vor allem für die jungen Spieler wichtig ist. Diese Mannschaft wird uns mit ihrem Trainer noch viel Freude bereiten. Hoffentlich stimmt auch die finanzielle Seite. Hoffentlich werden weitere neue Vereinsmitglieder gewonnen und der Club 1901 wird größer. Dann kann man sagen, die Viktoria lebt und hat Zukunft und Hans Nolte`s Aussage, keiner braucht die Viktoria, ist widerlegt.

  2. Super kämpferische Leistung. Die Einstellung der Mannschaft war richtig gut. Auch ein großes Lob an den Trainerteam und die Vorstandschaft, die in kurzer Zeit, eine tolle Truppe geformt haben.
    Es wächst hier etwas zusammen und es tut sich etwas im Verein.
    Auf geht´s Aschaffenburger, zum nächsten Heimspiel knacken wir die 1000, das haben die Jung´s verdient.

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