Hot! 3 Fragen an Daniel Baier…

Sohn von Erlenbach-Coach Jürgen Baier ist „Nobelpreisträger für (Derby-)Medizin“

Neuerdings grassiert am Untermain ein Derbyfieber, dessen Erreger bis dato völlig unbekannt war und an dessen Entschlüsselung in den Labors seither „fieberhaft“ gearbeitet wird. Der Auslöser, ein Bayernliga-Pflichtspiel der Viktoria gegen den SV Erlenbach, war bislang noch nie aufgetreten.

Auch wir vom HEIMSPIEL haben versucht, uns diesem Phänomen zu nähern und dabei die Weisheit beherzigt, dass man komplizierten Sachverhalten am besten auf indirektem Wege zu Leibe rückt. Wir nahmen also den Trainer unseres Derbygegners Erlenbach, den früheren Bundesligaprofi und Viktoria-Aktiven Jürgen Baier, unters Mikroskop, um dann einen eleganten Bogen zur Verwandtschaft ersten Grades zu schlagen. Sohnemann Daniel Baier (30) – fußballerische Ausbildung beim SVA, langjähriger Bundesliga-Profi, derzeit in Diensten des FC Augsburg – wahrt zwar aus begreiflichen Gründen strikte Neutralität, kann jedoch aus seinem reichen Erfahrungsschatz durchaus Erhellendes zur Derby-Diagnostik betragen.

Daniel Baier (30) stand uns vor dem Derby Rede und Antwort (© FC Augsburg)

Daniel Baier (30) stand uns vor dem Derby Rede und Antwort (© FC Augsburg)

HEIMSPIEL Daniel, Du bist, wie jeder Fußballinteressierte weiß, ein ehemaliger Viktoria-Jugendspieler und hast 1999 vom Untermain aus Deine Profikarriere gestartet. Welche Erinnerungen verknüpfst Du mit deinem Ausbildungsclub?
DANIEL BAIER Nur gute Erinnerungen… Wir hatten eine super Mannschaft, mit der wir auch sehr erfolgreich waren und damals schon gegen große Bundesliga-Mannschaften gespielt haben. Ich hatte super Trainer mit Markus Schäfer und Bernd Schmitt. Ich denke sehr gerne an diese Zeit bei der Viktoria am Schönbusch zurück…

HEIMSPIEL Nach den langen Jahren im Profifußball: Nimmst Du noch Anteil am regionalen Sportgeschehen und pflegst Du noch Kontakte zur weiß-blauen Diva?
DANIEL BAIER Klar. Gerade durch meinen Dad bin ich natürlich immer auf dem neuesten Stand. Richtig Kontakt habe ich aber nur noch mit Viktoria-Kapitän Simon Schmidt. Ich bin leider nicht mehr so oft in der alten Heimat, aber wenn ich mal am Schönbusch bin und die alten Weggefährten sehe, freu ich mich sehr. Auch wenn ich nach 15 Jahren zum Teil zweimal hinschauen muss, um manche wiederzuerkennen.

HEIMSPIEL An diesem Wochenende steht in der Bayernliga Nord das Derby des SVA gegen den SV Erlenbach an, bei dem Dein Vater Jürgen Baier auf der Trainerbank sitzt. Was macht für Dich persönlich den Reiz dieses sportlichen Vergleichs aus und kannst Du Dich an Derbys in Deiner Karriere erinnern, die von vergleichbarer Brisanz waren?
DANIEL BAIER Dafür spielt man Fußball. Man kennt sich, die Zuschauer sind emotional, es ist immer gut besucht und man will diese Duelle natürlich nicht verlieren. Gerade für Erlenbach ist es eine super Sache. Gegen Viktoria ein Punktspiel zu bestreiten, zeigt welch tolle Entwicklung der Verein genommen hat. Ich habe auch schon viele Derbys gespielt. Das beeindruckendste war natürlich zu meiner 1860-Zeit das Stadtderby gegen Bayern München, aber auch die Derbys mit dem FC Augsburg gegen Bayern zählen dazu.  Das im letzten Jahr, das wir mit 1-0 gewonnen haben, war natürlich ein ganz besonderes Highlight in meiner Karriere…

Lieber Daniel, wir danken Dir für das kurze Interview, wünschen Dir eine erfolgreiche Saison mit dem FC Augsburg und noch viele schöne Derbysiege!

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