Hot! 3:0-Heimsieg für Viktoria bei Hitzeschlacht

3:0 – Viktoria streicht „Heimsieg“ von der Roten Liste

Harmlose Aubstadter entpuppten sich als sehr pflegeleichte „Serienkiller“

Das Biotop Schönbusch kann wieder vereinzelte Vorkommen von „Heimsiegen“ vermelden, die eigentlich schon als ausgestorben galten. Tore von Daniel Cheron (23.), Manuel Hümmer (50./ Eigentor) und Kapitän Giulio Fiordellisi (68.) bahnten den Weg zu dem sensationellen Fund. 276 Augenzeugen schlüpften bei subtropischen Temperaturen in die Entdeckerrolle und sahen ein von den Hausherren in jeder Phase diktiertes Spiel, in dem nie ein Zweifel über den späteren  Sieger aufkam.

Viktoria Aschaffenburg bejubelt den 3:0-Heimsieg gegen den TSV Aubstadt (© Moritz Hahn)

Viktoria Aschaffenburg bejubelt den 3:0-Heimsieg gegen den TSV Aubstadt (© Moritz Hahn)

Dass die Weiß-Blauen auf Wiedergutmachung für die 0:3-Schlappe in Großbardorf bedacht waren, zeigte sich vom Anpfiff weg. Das Spielgeschehen verlagerte sich sofort in die Hälfte des TSV, der seinerseits tief stand und auf Konter lauerte. Die ersten Chancen für den SVA ließen nicht lange auf sich warten: Johannes Gerharts fulminanter Freistoß aus gut und gerne 25 Metern strich knapp über das Lattenkreuz (8.), auch Florian Pieper per Kopf aus zentraler Position und Giulio Fiordellisi mit einem Schuss ans Außennetz verpassten die mögliche Führung. In der 24. Minute fiel dann das längst überfällige 1:0 für die Hausherren, als Daniel Cheron mit einem schönen Schlenzer von der linken Strafraumgrenze ins lange Eck Aubstadts Torwart Peter Mack überraschte. Dies war das Fanal für die Viktoria, die sich nun gegen wie erstarrte Aubstadter Chancen im Minutentakt erarbeitete. In der 28. Minute setzte sich der agile Toch auf der rechten Außenbahn durch und passte scharf nach innen. Das Leder passierte Freund und Feind und fand den Weg zu Giulio Fiordellisi, der aus dem Rückraum abzog und TSV-Keeper Christian Mack zu einer Glanzparade zwang.

Die nach wie vor mit äußerster Zurückhaltung agierende Francic-Elf fand bei ihren wenigen Offensivaktionen nie die spielerischen Mittel, um vor dem Tor der Viktoria Gefahr heraufzubeschwören. Bestes Indiz für die grundsolide Viktoria-Defensive: Keeper Nemanja Saula  konnte diesen schweißtreibenden Nachmittag weitgehend im Stand-by-Modus absolvieren.

Bildergalerie: Viktoria Aschaffenburg vs. TSV Aubstadt (© Moritz Hahn)

In den zweiten 45 Minuten sollte sich an den Kräfteverhältnissen nichts ändern. Der SVA suchte nun die Vorentscheidung und fand sie bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff unter etwas kuriosen Umständen. Eine von Björn Schnitzer auf den kurzen Pfosten getretene Ecke bugsierte der verunsicherte Manuel Hümmer mit dem Hinterkopf ins eigene Netz. Allein Daniele Toch hätte die Viktoria zu einem Kantersieg schießen können, doch fand er nach jeweils toller Einzelleistung in Aubstadts Bestem, Torwart Christian Mack, seinen Meister. Seit der 58. Minute auch noch in Unterzahl – Daniel Werner sah Gelb-Rot – warteten die Grabfelder resigniert auf den Schlusspfiff und das danach anbrechende Jüngste Gericht, das als geharnischte Schelte ihres Trainers Josef Francic in der anschließenden Pressekonferenz auf sie niederprasselte. Zuvor sollten sie allerdings nicht um eine Zugabe herumkomen: Die Rede ist vom 0:3 in der 70. Minute , das Giulio Fiordellisi im Nachschuss in den Maschen versenkte, nachdem Daniele Toch – von Björn Schnitzer sehr schön in Szene gesetzt – sich zum dritten Mal vergeblich an Christian  Mack „abgearbeitet“ hatte.

Nach dem Spiel erstmals seit langem wieder rundum zufriedene Gesichter bei den Viktoria-Verantwortlichen. Slobodan Komljenovic war von den Offensivleistungen seiner Mannen sehr angetan, die er noch nach dem Mittwochspiel in den Mittelpunkt seiner Kritik gestellt hatte. Ein sichtlich erleichterter Holger Stenger wechselte von Reibeisen in Honigsüß und machte dem aufmerksam lauschenden jungen Rasenpersonal die möglichen Vorzüge bei kontinuierlicher vorbildlicher Pflichterfüllung schmackhaft.

Das nächste Spiel der Viktoria findet am kommenden Samstag, 26. Juli, statt. Dann reist der SVA zur SpVgg. Bayern Hof.

 

Viktoria Aschaffenburg – TSV Aubstadt 3:0 (1:0)

Aschaffenburg: Nemanja Saula – Daniel Cheron, Abassin Alikhil, Zamir Daudi, Dennis Löhr – Roberto Desch, Johannes Gerhart (84. Maximilian Ertler), Björn Schnitzer, Daniele Toch (76. Arwed Kellner), Giulio Fiordellisi – Florian Pieper (60. Mike Kirchner)

Aubstadt: Christian Mack – Daniel Werner, Christoph Rützel, Manuel Hümmer (57. Christian Wachmer), Daniel Leicht (76. Philipp Rudbach) – Dominik Grader, Sascha Bäcker, Julian Grell, Julius Benkenstein – Patrick Kirsten (68. Dominik Eggemann), Jens Trunk

Tore: 1:0 Daniel Cheron (23.), 2:0 Manuel Hümmer (50., ET), 3:0 Giulio Fiordellisi (68.)

Gelbe Karten: Florian Pieper, Zamir Daudi, Giulio Fiordellisi, Björn Schnitzer / –

Besondere Vorkommnisse: Daniel Werner (58., gelb-rote-Karte)

Schiedsrichter: Roman Potemkin (Kronach)

Zuschauer: 276

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