Amberg zu stark für Viktoria

0:3-Niederlage beim FC Amberg beendet Viktoria-Serie

Zum Beginn der Rückrunde musste der SV Viktoria zum FC Amberg in die Oberpfalz reisen. Das Hinspiel zum Rundenauftakt am Schönbusch endete  1:1 unentschieden. Bereits nach 45 Minuten führte der FCA mit 3:0 und auch in Halbzeit zwei gelang der Viktoria nichts Entscheidendes mehr, um die dritte Niederlage der Saison abzuwenden.

Es dauerte nicht lange, bis klar war, dass der FC Amberg ein ganz anderes Kaliber ist, als es die DJK Ammerthal vor Wochenfrist gewesen ist. Die Elf von Trainer Timo Rost ging rustikal und hellwach zu Werke. Von Beginn an wurde jeder Versuch des geordneten Spielaufbaus, sonst eine Stärke der Komljenovic-Elf, im Keim erstickt und so dauerte es nur bis zur 13. Spielminute, ehe Sven Seitz die 1:0-Führung des FCA bejubeln durfte. Als die Heimmannschaft nach einer knappen halben Stunde erneut jubelte, war es erneut Seitz, der die Führung auf 2:0 ausbaute (27.).

Der FC Amberg, der in den ersten 30 Minuten demonstrierte, warum er vor der Saison von vielen Experten als Aufstiegsfavorit gehandelt wurde, nahm einen Gang raus und es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Viktoria langsam ins Spiel fand. Zum denkbar ungünstigsten Moment waren es aber nochmals die Oberpfälzer, denen ein Treffer gelang. Wenige Augenblicke vor der Halbzeitpause markierte Frank Lincke das vorentscheidende 3:0 (45.).

SVA-Trainer Slobodan Komljenovic reagierte und brachte mit Roberto Desch einen kampfstarken Mittelfeldakteur. Desch war es dann auch, der in der 59. Spielminute die größte Viktoria-Chance hatte. Amberg-Keeper Matthias Götz parierte glänzend und verhinderte den SVA-Anschlusstreffer. Weitere Großchancen waren an diesem Nachmittag leider Mangelware. Denn immer wenn der SVA das Tempo anzog, wurden der ballführende Spieler gedoppelt und die Räume sofort zugestellt. Somit blieb es auch bis zum Schlusspfiff durch den Münchner Schiedsrichter Philipp Rank beim 0:3 aus Sicht der Viktoria.

Eine keineswegs unverdiente Niederlage, die einmal mehr zeigt, dass in der Bayernliga Nord eine Zweiklassengesellschaft herrscht. Gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte dominiert der SVA teils nach Belieben, gegen die Kontrahenten aus dem ersten Tabellendrittel tut man sich noch schwer.

Am nächsten Wochenende bietet sich dem SVA die Gelegenheit, hier einen Schritt nach vorne zu machen. Am Samstag, dem 1. November, gastiert der „heimliche Tabellenführer“ TSV Großbardorf am Schönbusch. Die Gallier, wie sich der TSV selbst nennt, haben heute mit 3:1 gegen die DJK Ammerthal gewonnen und das Hinspiel gegen den SVA mit 3:0. Grund genug für die Weiß-Blauen, schnell den Kopf frei zu bekommen und erneut anzugreifen.

 

FC Amberg – Viktoria Aschaffenburg 3:0 (3:0)

Amberg: Matthias Götz – Oliver Gorgiev, Andreas Graml, Tobias Wiesner, Sven Seitz (83. Schwarzfischer), Marco Wiedmann (51. Knorr), Michael Plänitz, Kai Hempel, Julian Ceesay, Frank Lincke, Alexander Jobst (65. Konjevic)

Aschaffenburg: Stefan Steigerwald – Jonas Fritsch, Simon Schmidt, Abassin Alikhil, Dennis Löhr (69. Mike Kirchner) – Johannes Gerhart, Daniel Cheron – Daniele Toch (82. Yannick Franz), Giulio Fiordellisi (46. Roberto Desch), Björn Schnitzer – Florian Pieper

Tore: 1:0 Sven Seitz (13.), 2:0 Sven Seitz (27.), 3:0 Frank Lincke (45.)

Gelbe Karten: Wiesner / Dennis Löhr, Daniel Cheron

Schiedsrichter: Philipp Rank (München) – Daniel Pollinger, Christian Schuster

Zuschauer: 522

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