Ammerthal ist ein Synonym für „feiern“

Wie es sich für die neue Viktoria gehört: Sportliche Bedeutungslosigkeit schützt vor Ehrgeiz nicht…

Am kommenden Samstag kann die Viktoria im letzten Heimspiel der Saison gegen die DJK Ammerthal (16 Uhr, Stadion am Schönbusch) eine Saison beschließen, die mit der bereits in der Vorwoche realisierten Meisterschaft und dem dazugehörigen Aufstieg in der jüngeren Viktoria-Geschichte beispiellos ist. Der abschließende Saison-Kehraus gegen den Abstiegsrelegations-Teilnehmer aus der Oberpfalz eignet sich gerade aufgrund seiner beiderseits sportlichen Bedeutungslosigkeit bestens dazu, auch im heimischen Wohnzimmer Schönbusch-Stadion das Aufstiegsfeeling noch einmal aufleben zu lassen.

Freilich macht das den Erfolg der Komljenovic-Truppe aus, dass sie in keiner Situation der Lässigkeit das Wort redet und so ist es dem Coach ein Leichtes, triftige Gründe zu finden, warum sich sein Team trotz Siegeskater auch beim finalen Akt noch einmal richtig ins Zeug legen sollte: „Wir wollen auch dieses Spiel noch gewinnen und das Dutzend an Siegen nach der Winterpause voll machen… Doch nun ist wieder Alltag und wir wollen uns auf das letzte Spiel konzentrieren, damit wir unsere Serie halten. Wir wollen auch beste Rückrunden-Mannschaft bleiben und dazu müssen wir gewinnen.“ Nüchternheit siegt bei der „neuen“ Viktoria.

Abschied: Giulio und Flo im Viktoria-Olymp

Für die unvermeidliche Euphorie werden ohnehin die freudetrunkenen Fans sorgen, denen an diesem Tag ein ganz tiefer Griff in die Emotionskiste bevorsteht, wenn mit Viktoria-Ikone Giulio Fiordellisi und dem Top-Torjäger dieser Saison, Florian Pieper, zwei Leistungs- und Sympathieträger ein letztes Mal im weiß-blauen Dress auflaufen. Flo, der vor dem letzten Spieltag die Liga-Torschützenliste mit 24 Treffern anführt, bleibt es sogar vorbehalten, mit der Torjägerkrönung auf Schönbusch-Rasen die Liste der an diesem Nachmittag zelebrierten feierlichen Akte zu erweitern.

DJK: höchste Saisonniederlage gegen den SVA

Was treibt den Gast an? Dass die DJK Ammerthal überhaupt in die Relegation muss, hat sie in erster Linie ihrer katastrophalen Hinrunde zu verdanken. Einen ganz besonderen Tiefpunkt stellte das 0:7 – die bis dato höchste Saisonniederlage – dar, mit dem man am 17. Spieltag zu Hause ausgerechnet gegen den SVA unterging. Die im Mai aus den letzten vier Spielen geholten 10:1 Punkte bestätigen die Einschätzung des zum Saisonende scheidenden DJK-Trainers Christian Ziegler: „Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Mit Blick auf die Relegationsspiele gilt es jetzt, die Spannung hochzuhalten.“ Womit er sicherlich auch das abschließende Gastspiel in Aschaffenburg eingeschlossen hat.

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