Hot! Amtierender Meister TSV 1860 München weilt am Schönbusch

Keine Panik vor den Junglöwen: Sie wollen „nur spielen“

Den 17. Spieltag der Regionalliga Bayern darf sich die Viktoria getrost rot im Kalender anstreichen, denn besser konnte es einfach nicht laufen. Die Komljenovic-Elf landete bei den Würzburger Kickers nicht nur den Überraschungssieg des Wochenendes, sondern wurde in ihren „Anschlussbemühungen“ tatkräftig von ihren direkten Abstiegskonkurrenten unterstützt, die – mit Ausnahme von Rosenheim – allesamt nicht punkten konnten und tabellarisch auf der Stelle treten.

17. Spieltag: Viktoria Aschaffenburg empfängt die U21 vom Vorjahresmeister TSV 1860 München am Schönbusch

Die aufsteigende Tendenz der Weiß-Blauen schreit geradezu nach Bestätigung in Form des zweiten Heimsieges der Saison, hieße nicht der Gegner am Samstag, 14 Uhr, im Stadion am Schönbusch TSV 1860 München II, seines Zeichens Vorjahresmeister und für manch einen Urbayern nicht nur der sympathischere, sondern der einzig wahre Münchner Verein. In dieser Saison freilich hinken die Löwen der ungeliebten Konkurrenz von der Säbener Straße ein gutes Stück weit hinterher, auch wenn sich der niederländische Coach der kleinen Bayern neuerdings auch schon mal die nicht vorhandenen Haare raufen muss. 1860-Coach Torsten Fröhling ist durchaus bewusst, dass die Zahl der Lapsus, die sich ein Team mit Meisterschaftsambitionen in der Regionalliga Bayern erlauben darf, wegen der großen Leistungsdichte des Teilnehmerfeldes streng limitiert ist. Nur so ist der negative Hype zu erklären, der vor 14 Tagen um die unglückliche 1:2-Auswärtsniederlage durch ein Gegentor in der Nachspielzeit bei den auch nicht gerade als Kanonenfutter der Liga anzusehenden kleinen Schanzern veranstaltet wurde. Freilich, zuvor hatte das Fröhling-Team sechs Siege am Stück eingefahren und nach dem Willen des Löwen-Coaches dient die kurzfristige Unterbrechung der Erfolgsserie nur dazu, das nächste Gemetzel anzukündigen. Im Auge hat er die neun Spieltage, die es bis zur Winterpause noch zu absolvieren gilt, mit dem Zenith exakt in der Mitte, wenn die 60er im Grünwalder Stadion den Lokalrivalen zur fieberhaft erwarteten Revanche für die 0:2-Hinspielniederlage empfangen. In den noch ausstehenden vier Spieltagen bis zu dieser Klimax am 6. November wollen sich die Löwen gegen durchweg aus der unteren Tabellenhälfte stammende Gegner zunächst einmal das erforderliche Kampfgewicht anfressen. Hoffen wir also, dass der „Gott des Gemetzels“ Torsten Fröhling nicht Recht behält und unsere Viktoria nur als zweite Tapa für den knurrenden Löwen-Magen herhalten muss. Am ersten Appetizer, dem schwer verdaulichen TSV Buchbach, hatten sie am letzten Wochenende länger herumzukauen, als ihnen lieb war.

Die SVA-Fans, angelockt vom Würzburger Wunder, in dessen unmittelbaren Genuss nur fünfzehn Unentwegte kommen durften, werden sicherlich wieder in Scharen in die Schönbusch-Manege strömen, um Zeuge zu werden eines waghalsigen Dressurakts unserer weiß-blauen Dompteuse. Sie werden ihr zurufen: Wir sind ganz bei Dir, mit dem Herzen natürlich, nicht physisch, denn sämtliche Absperrgitter unseres von jeher den Charme eines  Raubtiergeheges verströmenden  Stadions werden an diesem Tag fest verschlossen sein, wenn die Klappe aufgeht und die Münchner Raubkatze die Arena betritt.

Daumen nach oben wie in den Zirkusspielen der Antike für die Komljenovic-Elf nach 90 Minuten, das wünschen sich alle, deren Herz für die Viktoria schlägt. Als Ermutigung sei noch hinzugefügt: Nicht immer muss die Begegnung mit der Bestie tragisch enden. Aschaffenburg ist nicht Las Vegas und unsere Jungs heißen nicht Siegfried und Roy…

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