Hot! Jetzt geht’s bergauf: Aufstieg am „Hohen Kreuz“

Gegen die Haibacher Alemannia ist freilich Vorsicht geboten: Auch ein Vorspessarthügel kann zu einem hochalpinen Achttausender mutieren

Kein Dramaturg hätte die Ausgangskonstellation vor dem Derby gegen Alemannia Haibach am Samstag (16 Uhr) im Stadion Am Hohen Kreuz besser ersinnen können. Vom Himmel gefallen ist das Finale grande freilich nicht, vielmehr ist es das Ergebnis harter Arbeit, die in einer beispiellosen Serie von bis dato zehn Siegen ihren Ausdruck fand. Insofern sollte es nicht verwundern, wenn am Samstag – mittels welchem Fortbewegungsmittel auch immer – einmal die ganze Sportstadt Aschaffenburg für zwei Stunden ihr Couchpotatoe-Dasein über Bord wirft.

Viktoria Aschaffenburg strebt mit aller Macht zurück in Liga 4

Viktoria Aschaffenburg strebt mit aller Macht zurück in Liga 4

Die Haibacher Alemannen werden sich vor eigenem Publikum noch einmal von ihrer besten Seite zeigen wollen, um gleichzeitig mit einer ansprechenden sportlichen Darbietung für einen wohlklingenden Schlussakkord hinter eine Saison zu setzen, in der der unlängst realisierte Klassenerhalt oberstes Gebot war.

Höchste Saisonniederlage als Stachel im Fleisch

Die Viktoria strebt – überflüssig zu erwähnen – am Hohen Kreuz ihren elften Sieg an und hat dabei alle Trümpfe in der Hand. Der unwiderstehliche Lauf, den die Komljenovic-Elf derzeit hat, ist natürlich das gewichtigste Argument, zudem haben die Alemannen ihr Publikum im heimischen Stadion in dieser Saison mit Erfolgserlebnissen nicht gerade verwöhnt. Lediglich ein Heimsieg gegen ein Spitzenteam (1:0 gegen Großbardorf) durfte bejubelt werden, auswärts konnte man diesbezüglich mehr überraschen. Nicht so allerdings am 16. Spieltag im Oktober letzten Jahres im Stadion am Schönbusch, wo die Grün-Weißen einen schwachen Eindruck hinterließen, sang- und klanglos 0:5 untergingen und damit ihre höchste Saisonniederlage kassierten. Die Truppe von Klaus Hildenbeutel wird sich am Samstag mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dagegen wehren, erneut so tief untergetaucht zu werden. Viel Wasser schlucken musste ja schon unter der Woche der VfL Frohnlach beim 0:6, gegen den sympathischen Nachbarn genügt der im Ligabetrieb erstmals und gleichzeitig auf unabsehbare Zeit letztmals am Hohen Kreuz gastierenden Viktoria fast schon ein kameradschaftliches „Nassspritzen“, um das sportliche Happening nach Abpfiff alsbald in eine beschwingte Aufstiegs- und Meisterschaftsfeier einmünden zu lassen.

„Krieg“ um die Torjägerkanone

Die Alemannia wird freilich ihre eigenen Ideen haben, ihr dürfte eher daran gelegen sein, im Austausch der Elemente Wasser gegen Feuer dem designierten Meister einen heißen Empfang zu bereiten. Wobei das Empfangskomitee so ohne nicht ist, schließlich haben die Vorstädter (darf man das sagen?) unter anderem in Christian Beunig den mit 23 Saisontoren aktuell treffsichersten Schützen in ihren Reihen. Dieser düpiert schon seit geraumer Zeit unseren Viktoria-Toptorschützen Florian Pieper (22 Saisontreffer) in einer Art kindischem Hase-und-Igel-Spiel. Am Samstag bietet sich Flo nun die einmalige Gelegenheit, Christian einmal persönlich auf diesen Affront „anzusprechen“…

Sollte sich die Viktoria am Samstag vor einer hoffentlich großen Kulisse vorzeitig zum Meister küren, woran die wenigsten zweifeln dürften, dann bietet sich am letzten Spieltag im Heimspiel gegen die DJK Ammerthal noch einmal die Gelegenheit, eine überaus erfolgreiche Bayernliga-Saison besinnlich Revue passieren zu lassen und – ganz wichtig – mit Florian Pieper und Giulio Fiordellisi zwei Erfolgsgaranten in dem ihnen gebührenden Rahmen würdig zu verabschieden.

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