Hot! Viktoria: Aus dem Urlaub vor die Kameras

Gerade leidlich erholt, lud sich die Viktoria die Presse ein und genoss das Fotoshooting unter freiem Himmel

Vor geladenen Vertretern der Presse präsentierten die Verantwortlichen der Viktoria am Donnerstagnachmittag neben dem Trainingsgelände am Vereinsheim eine Mischung aus Rechenschaftsbericht und Ausblick auf die neue Saison. Auch das neue Kompetenzteam Sport und das durch es angestrebte Konzept der Verzahnung von Jugend und Aktiven war ein Thema.

Viktoria Aschaffenburg startet optimistisch und motiviert in die Saison 2017/18 (© Moritz Hahn)

In seiner kleinen Einleitung ließ Vorstandssprecher Holger Stenger die vergangene Saison kurz Revue passieren. Man sei sehr stolz auf das Erreichte, auch wenn man letzten Endes den Aufstieg knapp verpasst habe. An dem Konzept, mit jungen und hungrigen Spielern vor allem aus dem eigenen Nachwuchs anzugreifen, wolle man in der neuen Saison nicht nur festhalten, sondern dieses sogar noch vertiefen. Mit der Bildung eines sportlichen Kompetenzteams beabsichtige man den vielfältigen Aufgaben noch besser gerecht zu werden. Ausdrücklich dankte Holger Stenger den Spielern, die den Verein zum Saisonende verlassen haben. Diese hätten eine tadellose Einstellung gezeigt und sich ausnahmslos bis zur letzten Minute mit ganzer Kraft für den Verein eingesetzt.

Eric Rasp: Planungen abgeschlossen, aber…

Der Sportliche Leiter Eric Rasp, Mitglied des neuen Kompetenzteams, stellte die Neuzugänge namentlich und mit kurzen Steckbriefen vor. Mit Ricardo Döbert (Bayern Alzenau), Hamza Boutakhrit (SG Bad Soden), Johannes Gerhart (kehrt vom VfB Oldenburg zurück), Nils Herdt (A-Jugend Eintracht Frankfurt), Marco Wadel, Malick Diarra, Philipp Topic und Raphael Klausmann (alle eigene A-Jugend) seien die Planungen zwar eigentlich abgeschlossen, aber man behalte sich vor, im Falle einer finanzierbaren „wirklichen“ Verstärkung noch einmal tätig zu werden. Den momentan acht Neuzugängen stehen genauso viele Abgänge gegenüber: Tim Glanz, Janis Häuser, Dennis Kallina, Nicolay Kutzop, Niko Koukalias, Sascha Wolfert und Marius Trippel.

Tobias Nitsch: konzeptuelle Jugendarbeit angestrebt

Tobias Nitsch, ein weiteres Mitglied des Kompetenzteams und seit 2008 unter anderem als Jugendtrainer und DFB-Stützpunkttrainer für die Viktoria tätig, kehrt zurück und wird zusammen mit dem mit gleichen Kompetenzen ausgestatteten Florian Christ ab 1. Juli die Sportlichen Geschicke der Jugendabteilung bestimmen. Eine besondere Herausforderung sieht Nitsch in dem von ihm so definierten „Zwischenbereich“ zwischen Breitensport und Leistungssport, in dem sich die Viktoria bewege. Zwar werde man am Erfolg gemessen, doch im Amateurbereich solle auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Ein Schwerpunkt solle auf einer ganzheitlichen Ausbildung liegen, die sportliche, aber auch soziale Aspekte berücksichtigt. Bestehende Kooperationen sollen weiter angeschoben werden und neue hinzukommen, so zum Beispiel in den Bereichen Medientraining und Ernährung. Natürlich wolle man für die erste Mannschaft ausbilden, aber grundsätzlich beabsichtige man nach einem Konzept zu arbeiten, in dem „von unten heraus“ die vermittelten Lerninhalte aufeinander aufbauen. Mit dem Kompetenzteam (Eric Rasp, Benedikt Hotz, Florian Christ und Tobias Nitsch) werde die Verzahnung von Jugend und Aktiven-Bereich mit Sicherheit einen großen Schritt nach vorne machen. Man kenne sich schon seit Jahren und könne einiges bewirken. Natürlich müsse man als Ausbildungsverein auch immer die Kommunikation mit (benachbarten) Vereinen und den Verbänden auf den Prüfstand stellen.

Jochen Seitz: Beuteschema große Innenverteidiger

Zu den sportlichen Zielen der neuen Saison nahm Viktoria-Coach Jochen Seitz Stellung. Man habe die teils gewichtigen Abgänge weitgehend kompensieren können, dennoch suche man noch nach groß gewachsenen Spielern für die Innenverteidigung, um Defizite insbesondere im Kopfballspiel zu beheben. Hierbei sei besonderes Augenmerk auf Spieler aus der Region zu legen, die menschlich, charakterlich und vor allem auch finanziell zur Viktoria passen. Das Umfeld biete den Spielern gute Voraussetzungen, die nun durch das Kompetenzteam und die medizinische Kooperation mit dem Klinikum Aschaffenburg (siehe auch eigener Bericht) – „ein Herzenswunsch von mir“ – noch optimiert würden. Die Situation in der kommenden Bayernliga-Saison stelle sich so dar, dass wiederum fünf, sechs Mannschaften um den Aufstieg mitspielen. Er sei sicher, dass sich die Viktoria unter diese einreihe. Die Konkurrenz sei nach wie vor groß, denn Teams wie Großbardorf, Aubstadt und Ammerthal hätten sich enorm verstärkt, unter anderem mit beim 1. FC Schweinfurt 05 ausgemusterten Spielern. Gleichwohl sei das Trainerteam überzeugt, dass man wieder eine so gute Rolle spielen könne wie in der letzten Saison. Aufgrund der Relegation habe man nur drei Wochen Vorbereitungszeit, normalerweise würden fünf bis sechs Wochen angesetzt. Die Neuzugänge seien schon seit einer Woche im Training, der restliche Kader nehme am heuzigen Freitag (30. Juni) den Trainingsbetrieb wieder auf. Dieser soll in komprimierter Form das Team dazu befähigen, den Spielbetrieb am 21. Juli in konditionell guter Verfassung wieder aufzunehmen.

Abschließend stellten sich Offizielle und sportlich Verantwortliche der Viktoria zu einem Gruppenfoto und strahlten unter bleiern gewordenem Himmel in Ermangelung guten Fotolichts kurzerhand einfach um die Wette…

1 Kommentar

  1. Eine neue Saison. Ein neuer Start mit neuen Kräften, in Persona aus Spielern und kompetenen Menschen in der Führungsriege. So sehe ich der Viktoria-Zukunft optimistisch entgegen.
    Eure Maren Hirsch

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