Hot! SVA verliert in Nürnberg unglücklich mit 1:2

Im Bundesliga-Stadion Nürnberg (ehemals easyCredit-Stadion) trat der SV Viktoria 01 Aschaffenburg am 12. Spieltag beim 1. FC Nürnberg II an und kassierte eine unglückliche 1:2-Niederlage.

Viktoria-Trainer Antonio Abbruzzese veränderte sein Team auf zwei Positionen. Für Markus Wosiek rückte Sebastian Saufhaus hinten rechts in die Viererkette. Zudem rückte Fnan Tewelde für Patrick Amrhein in die Startelf. Prominenteste „Cluberer“ neben Ex-Bundesliga-Torschützenkönig Marek Mintal (121 Bundesligaspiele) waren Keeper Alexander Stephan (14 Bundesligaspiele) und Marvin Plattenhardt (18 Bundesligaspiele). Die Schönbusch-Kicker mussten aufgrund von Oberschenkelproblemen kurzfristig auf ihren japanischen Neuzugang Yuta Kawachi verzichten.

Stimmgewaltig angefeuert von rund 50 mitgereisten Viktoria-Anhängern hatte Aschaffenburg die erste Möglichkeit in der Partie. Daniel Cheron fand jedoch im herausstürzenden Club-Keeper Stephan seinen Meister (7.). Die Nachwuchs-Nürnberger hatten zu Beginn mehr vom Spiel, ein erster Warnschuss aus der zweiten Reihe von FCN-Spielführer Sebastian Gärtner verfehlte den Kasten noch knapp (17.). Vier Minuten später zielte Philipp Klement ganz genau. Einen Freistoß aus 20 Metern zentraler Position zirkelte er an den Innenpfosten, von wo aus die Kugel hinter die Linie hoppelte. Eine Minute später hatte der SVA riesiges Glück, als Roussel Ngankam den Ball aus drei Metern neben das Tor köpfte. Der agile Maskenmann Daniel Cheron sorgte im Spiel nach vorne für viel Wirbel und wurde nach einer halben Stunde im Strafraum gelegt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marcello Fiorentini sicher zum 1:1-Ausgleich.

Vor 392 Zuschauern kam der SVA dynamischer aus der Kabine, ohne sich jedoch zwingende Tormöglichkeiten zu erspielen. Erstmals im zweiten Abschnitt gefährlich wurde es allerdings im Strafraum der Viktoria, wo Ricardo Döbert einen Gewaltschuss aus kurzer Distanz entschärfen musste (69.). Durchatmen konnte Döbert auch in Minute 77, als Matthias Fries einen Schuss, der genau im unteren Toreck eingeschlagen hätte, zur Ecke ablenkte. Eine Minute später dribbelte sich das Nürnberger Nachwuchs-Talent Besar Halimi in den Strafraum und kam zu Fall. Schiedsrichter Felix Hoffmann entschied sofort auf Strafstoß, den Mintal ganz souverän verwandelte. In der Endphase rettete Döbert gegen den eingewechselten Sinan Tekerci im 1 gegen 1. Aschaffenburg startete seine Schlussoffensive. Viktoria-Spielführer Markus Horr zielte bei einem 25-Meter-Freistoß aber etwas zu ungenau, ebenso wie Patrick Amrhein, dessen Schuss aus acht Metern von Stephan abgewehrt wurde. So stand die am Ende bittere 1:2-Niederlage fest.

Trainerstimmen:

Antonio Abbruzzese: „Wir haben eine bittere Niederlage erlitten, hätten einen Punkt redlich verdient gehabt. Wir kommen aus einer längeren Negativserie und die wollten wir unterbrechen. Meine Mannschaft hat das bis auf zwei gravierende Fehler gut gemacht. Das waren die Fouls zum Freistoß und zum Elfmeter. Von der Ordnung her war das gut. Wir haben den Gegner neutralisiert, hatten mindestens genauso viele Chancen.“

Michael Wiesinger: „Das war eines unserer schwächeren Heimspiele. Dass wir verletzungsbedingt Umstellungen vornehmen mussten, ist keine Ausrede. Wir sind verdient in Führung gegangen, endlich mal durch einen Standard, haben den Gegner dann aber durch den Elfmeter wieder aufgebaut. Danach hat mir vieles nicht gepasst. Die Kompaktheit hat komplett gefehlt, dazu haben wir technisch sehr unsauber gespielt und der letzte Pass kam nicht. Aber das ist eben auch eine Qualität unserer Mannschaft, so einen dreckigen Sieg noch zu holen – wenn auch mit dem nötigen Glück in gewissen Situationen.“

1. FC Nürnberg II: Alexander Stephan, Sebastian Gärtner, Roman Kerschbaum, Marek Mintal (90. Antonio Colak), Michael Ngadeu Ngadjui, Noah Korczowski, Besar Halimi (83. Christopher Theisen), Marvin Plattenhardt, Roussel Ngankam (62. Sinan Tekerci), Felicio Brown Forbes, Philipp Klement

Viktoria Aschaffenburg: Ricardo Döbert, Mario Sternheimer, Markus Brüdigam, Giulio Fiordellisi (76. Adnan Murtic), Matthias Fries, Fnan Tewelde (58. Markus Horr), Simon Schmidt, Marcello Fiorentini, Murat Sejdovic, Daniel Cheron, Sebastian Saufhaus (81. Patrick Amrhein)

Gelbe Karte: Ngadeu Ngadjui, Theisen / Saufhaus, Horr

Schiedsrichter: Felix Hoffmann

Zuschauer: 392

 

 

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