Drei Punkte sind das Tageslimit im Sparda Bank Stadion Weiden…

…und die würde die Viktoria zwecks ihrer Großanschaffung Meisterschaft gerne abheben

Der Aufstieg in die Regionalliga Bayern nimmt für die Viktoria immer konkretere Gestalt an, nicht zuletzt weil der FC Amberg in den zugegeben schweren Auswärtsspielen in Eltersdorf (1:1) und zuletzt in Großbardorf (2:2) Federn ließ. Dennoch: Drei Punkte Vorsprung bei einem Spiel weniger klingt komfortabler als es ist, in Anbetracht der Tatsache, dass die Komljenovic-Elf binnen der nächsten sieben Tage dreimal ihre Aufwartung auf fremden Plätzen zu machen hat. Auswärts ist bekanntlich kein Gegner von Pappe, am wenigsten die SpVgg. SV Weiden, die  sich, aktuell auf dem dritten Tabellenplatz, an den allerletzten Strohhalm klammert, vielleicht doch noch auf den Relegationszug aufspringen zu können.

Allerdings müsste schon viel zusammenkommen, um dieses Wunschszenario noch Wirklichkeit werden zu lassen. Immerhin an sieben Spieltagen belegte man die Pole Position der Liga und konnte Ende November letzten Jahres gar die Herbstmeisterschaft feiern. Auch der Start ins Jahr 2015 verlief mit zwei Siegen vielversprechend, doch den Zwei-Punkte-Vorsprung konnte man gegen die mächtig aufdrehende Konkurrenz nicht halten, nachdem man aus den folgenden vier Partien „nur“ zwei Punkte einfahren konnte. Infolge dieses vergleichsweise kleinen Lapsus war der Aufstiegszug der Schützlinge von Christian Stadler beinahe schon abgefahren, was der Leistungsdichte an der Tabellenspitze der Bayernliga Nord in dieser Saison ein beredtes Zeugnis ausstellt.

Im Hinspiel am Schönbusch, in dem man sich mit einem torlosen Remis trennte, präsentierten sich die Oberpfälzer als defensivstarkes Team, das die Viktoria kaum zur Entfaltung kommen ließ und am Ende verdient einen Zähler mitnehmen konnte. Zu Hause musste die Stadler-Elf bisher drei Niederlagen einstecken, die letzte erst vor Wochenfrist mit 2:3 in einem hochklassigen Spitzenspiel gegen Jahn Forchheim, in dem man vermutlich die letzten Aufstiegschancen verspielte.

Slobodan Komljenovic: Mindestens ein Punkt

Coach Slobodan Komljenovic bekundet zwar Respekt vor dem Gegner, sieht sein Team in der aktuellen Verfassung aber auch in der Lage, die Hürde Weiden unbeschadet zu nehmen: „Prinzipiell können wir überall punkten. Im Hinspiel habe ich Weiden als kompakteste Mannschaft der Liga erlebt, die uns im eigenen Stadion sicherlich noch ein Stück mehr abverlangen wird als zuletzt Jahn Forchheim. Wir werden aber unser Bestes geben, um mindestens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.“ Für die restliche Saison macht er zudem eine einfache Rechnung auf: „Wir wollen aus den letzten vier Spielen drei Siege, dann brauchen wir auf niemanden mehr zu achten. Wenn uns gar ein Sieg in Weiden gelingen sollte, brauchen wir gar nicht mehr das letzte Spiel gegen Ammerthal bemühen, um die Meisterschaft klarzumachen.“ Den Verweis, dass Amberg nach der Abarbeitung der großen Kaliber in den letzten drei Spielen spielplantechnisch eher auf Schonkost ist, lässt der Coach nicht gelten: „Man hat bei unseren letzten Heimspielen gesehen, dass es keine einfachen Mannschaften mehr gibt. Alle kämpfen um irgendetwas. Auch wenn Amberg jetzt drei vermeintlich leichte Spiele vor der Brust hat, heißt das noch lange nicht, dass es diese auch gewinnt. Wie schon gesagt, es liegt an uns: drei Spiele gewinnen, dann brauchen wir gar nicht erst auf Amberg zu schauen.“

Für das fachgerechte Abgrasen der Weide(n)-Gründe darf Slobodan Komljenovic im Übrigen auf seine vollzählige Herde vertrauen.

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