Duell der Gegensätze: SVA gegen Neudrossenfeld

Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den Aufsteiger (Samstag, 15 Uhr) soll Aufstiegskonkurrent Amberg unter Zugzwang gesetzt werden

Nach dem souveränen 4:0-Erfolg des SVA in Erlangen am letzten Wochenende und unter Berücksichtigung der Resultate der Konkurrenz scheint in der Meisterschaftsfrage alles auf einen Zweikampf mit dem seit dem 3. Oktober letzten Jahres in zwölf Spielen bei 32:2 Punkten unbesiegten FC Amberg hinauszulaufen. Brisanterweise waren die Oberpfälzer Überflieger an jenem 3. Oktober just bei unserem nächsten Heimgegner, dem TSV Neudrossenfeld, zu Gast und kassierten dort mit 1:4 ihre höchste Saisonniederlage.

Das ist freilich schon eine ganze Zeit her und tangiert nicht die größte Schwäche des von Detlev Hugel gecoachten TSV: seine katastrophale Auswärtsschwäche, die es im gesamten Saisonverlauf lediglich auf zwei Punkte in der Fremde kommen ließ, womit man noch hinter dem SV Memmelsdorf das auswärtsschwächste Team der Liga stellt. Da die Viktoria auf der anderen Seite die beste Heimbilanz aller Nord-Bayernligisten aufzuweisen hat, sollte es über den Sieger der Partie eigentlich keine zwei Meinungen geben.

Wer jetzt bei der Nennung des Gegners Neudrossenfeld stutzt: Ja, gegen den hat die Viktoria vor nicht allzu langer Zeit das Hinrundenspiel bestritten, denn die ursprünglich auf den 13. September terminierte Partie wurde auf den 29.11. unmittelbar vor der Winterpause verlegt. Zu diesem Zeitpunkt schwächelte die Komljenovic-Truppe etwas und musste beim 3:3 im Stadion am Weinberg überraschend Federn lassen. In der aktuellen entscheidenden Saisonphase sind die drei Punkte gegen einen Gegner, der in der Restsaison so oder so von einem Abstiegsrelegationsplatz kaum mehr zu „verdrängen“ ist, unbedingt Pflicht. Und da es in diesem Fall von Interesse ist: Konkurrent Amberg ist tags darauf in einem Oberpfälzer Derby beim zuletzt bärenstarken SSV Jahn Regensburg zu Gast, was zumindest das Szenario impliziert, dass die Weiß-Blauen ihre Führung ausbauen könnten, wenn sie denn – wie es Viktoria-Coach Slobodan Komljenovic nennt – ihre „Hausaufgaben machen“.

Restprogramm im Vergleich: ausgewogener Schwierigkeitsgrad

Das Restprogramm der Meisterschaftskandidaten weist in mancherlei Beziehung Parallelen auf. So haben beide Teams noch sieben Spiele vor der Brust, da sie jeweils eine Nachholpartie zu absolvieren haben. Davon müssen sie dreimal zu Hause und viermal auswärts antreten. Während sie in den  Heimspielen ausnahmslos gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte vor nicht allzu schwierige Aufgaben gestellt werden, warten auswärts noch dicke Brocken auf die Titelaspiranten. Die Vilsstädter reisen am Samstag nach Regensburg und müssen in einer Nachholpartie in Großbardorf antreten, der SVA ist in den kommenden Wochen in Weiden und Forchheim nicht minder gefordert. Ein nicht einkalkulierter Heimpatzer, so viel ist bei dieser Konstellation auch Viktoria-Coach Komljenovic klar, könnte im Titelrennen fatale Auswirkungen haben. Dies gilt freilich gleichermaßen für den FC Amberg, gerade angesichts ihres Zwei-Punkte-Rückstands.

Was die Viktoria angeht, so hat gerade die jüngere Vergangenheit gezeigt, dass Slobodan Komljenovic keine Probleme hatte, sein Team auf die von ihm selbst so genannten „schwierigen leichten Spiele“ richtig einzustellen.

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