Wackers „Aufbauhilfe“ sorgt für Durchatmen am Schönbusch

Viktoria landet verdienten 2:0-Sieg gegen Burghausen / Späte Tore durch Fritsch und Verkaj

Mit einem immens wichtigen 2:0-Heimsieg gegen den SV Wacker Burghausen hat die Viktoria wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden und sich Luft im Abstiegskampf verschafft. Wie schon im Hinspiel standen die Oberbayern als „ziemlich beste Freunde“ Pate bei einer weiß-blauen Renaissance nach längerer Durststrecke. 1.062 Zuschauer sahen im Stadion am Schönbusch eine ausgeglichene Partie, bei der die letzte Viertelstunde den Unterschied machte. Während sich die Gäste erschöpft in ihr komfortables Punktepolster zurücksinken ließen, stillte die Viktoria durch Tore von Jonas Fritsch (85.) und Clay Verkaj (92.) ihren späten Hunger.

Viktoria Aschaffenburg hat sich am 24. Spieltag zuhause im Stadion am Schönbusch mit 2:0 gegen den SV Wacker Burghausen durchgesetzt (© Moritz Hahn)

Jochen Seitz hatte die wiedergenesenen Harrer und Verkamp von Beginn an im Sturm aufgeboten, Verkay und Schnitzer durften daher wieder in ihrer angestammten Position spielen und als Schaltstellen im Mittelfeld fungieren. Es entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein intensives Spiel zweier sich im Mittelfeld neutralisierender Mannschaften, die im Spiel in die Spitze allerdings nur selten Akzente setzen konnten. Auf Seiten der ganz in Weiß spielenden Viktoria hätten die zwei Highlights freilich locker für eine 1:0-Halbzeitführung ausgereicht. Björn Schnitzer verlagerte in der 23. Minute das Spiel auf die linke Seite, wo Philipp Beinenz einen Gegenspieler versetzte und von der linken Strafraumkante abzog. Der etwas vor dem Tor postierte Wacker-Keeper Flückinger machte sich lang und verhinderte den Einschlag des Diagonalschusses ins rechte Eck. Dann kam die ominöse 25. Spielminute, als Schiedsrichter nach einem Zweikampf zwischen Pasqual Verkamp und Keeper Flückinger nach Rücksprache mit dem Linienrichter offensichtlich wegen einer Unsportlichkeit auf Elfmeter für den SVA entschied. Björn Schnitzer führte aus und sorgte mit seinem schwachen und unplatzierten Elfer dafür, dass Flückinger danach wieder in den Spiegel schauen konnte. In die Schockphase nach der vergebenen Führung fiel die beste Chance des Gastes, als im Anschluss an eine Ecke ein Wackeraner im Viktoria-Strafraum zum Schuss kam. Keeper Kevin Birk, ein sicherer Rückhalt seines Teams, entschärfte das Geschoss, indem er es reaktionsschnell an die Querlatte lenkte. Mit einem den Spielanteilen nach gerechten 0:0 ging es in die Kabinen.

Schlussphase unter dem Motto „Fritsch, fromm, fröhlich, frei“

Beide Teams kamen in unveränderter Besetzung aus der Pause. Das unbedingte Bestreben, die Initiative an sich zu reißen, war zunächst auf keiner Seite spürbar. Die nach wie vor aufmerksamen Abwehrreihen diktierten das Geschehen und Standards erwiesen sich bis dahin als wirkungslos. Einzig zu erwähnen eine Torchance von Michél Harrer aus der 64. Minute, als er im Strafraum zu einem Drehschuss ansetzte, ihm das Leder aber wegen seines Dralls versprang. In der 72. Minute erfolgte beim SVA eine Einwechslung, die für das weitere Spielgeschehen große Bedeutung erlangen sollte: Für Pasqual Verkamp kam Jonas Fritsch in die Partie.

Der in der 72. Minute eingewechselte Jonas Fritsch avancierte einem Tor und einem Assist zum Matchwinner (© Moritz Hahn)

Nachdem Bosnjak für Wacker noch ein letztes offensives Flämmchen aufzucken ließ (74.), nutzte die Viktoria die letzte Viertelstunde des Spiels zu einem Plädoyer dafür, dass sie die drei Punkte dringender braucht als der Gegner. Ein Freistoß für die Viktoria aus 22 Metern zentrale Position rief in der 79. Minute den „Exekutor“ auf den Plan. Björn Schnitzer mühte sich redlich, doch eine kleine Flugbahnabweichung sorgte dafür, dass das Leder haarscharf am Gehäuse vorbeiflog. Direkt konnte Schnitzer an diesem Tag das Spiel nicht entscheiden, wohl aber indirekt, als er nämlich sieben Minuten später den gedankenschnellen Pass in die Spitze zu Max Grünewald spielte, der frei vor Flückinger zunächst an diesem scheiterte. Doch Jonas Fritsch stand goldrichtig und bugsierte den Abpraller aus kurzer Distanz über die Linie.

Den Schlusspunkt gegen die resignierenden Oberbayern setzte Clay Verkaj in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Einmal mehr war der auf der linken Außenbahn für viel Belebung sorgende Jonas Fritsch in das Geschehen involviert. Seinen Pass in den Strafraum nahm Verkay auf, versetzte seinen Gegenspieler und haute das Leder unhaltbar für Flückinger zum 2:0-Endstand unter die Latte.

Alles auf Anfang: Die Viktoria hat nun wieder die fünf Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen, mit denen man auch überwintert hatte. Ein sichtlich erleichterter Jochen Seitz dürfte außerdem zur Kenntnis genommen haben, dass sich sein Team genau an die Regieanweisungen gehalten hat. „Wir wollen gegen dieses Spitzenteam das Spiel möglichst lange offen gestalten, um dann zum Ende hin Punkte mitnehmen zu können“, so die Ansage des Trainers vor dem Spiel. In das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten VfB Eichstätt am kommenden Samstag kann man nun aufgrund des auskömmlichen Punktekontos mit der nötigen Lockerheit gehen und so für eine durchaus mögliche Überraschung sorgen.

24. Spieltag, 9. März 2019, um 14:00 Uhr in Aschaffenburg (Stadion am Schönbusch // Kleine Schönbuschallee, 63741 Aschaffenburg)

Viktoria Aschaffenburg – SV Wacker Burghausen 2:0 (0:0)

Aschaffenburg: Kevin Birk – Philipp Beinenz, Luca Dähn, Simon Schmidt, Hamza Boutakhrit – Max Grünewald, Daniel Cheron, Clay Verkaj, Björn Schnitzer (88. Zaki Ech-Chad) – Michél Harrer (80. Kevin Wittke), Pasqual Verkamp (72. Jonas Fritsch) (Trainer: Jochen Seitz) Burghausen: Franco Flückiger – Lukas Aigner, Thomas Winklbauer, Muhamed Subasic (53. Felix Bachschmid), Stefan Wächter, Kevin Hingerl, Andreas Scheidl, Julien Richter, Thorsten Nicklas (58. Andrija Bosnjak), Christoph Schulz (90. Christoph Maier), Christoph Buchner (Trainer: Wolfgang Schellenberg) Tore: 1:0 Jonas Fritsch (85, Max Grünewald), 2:0 Clay Verkaj (90.+2, Jonas Fritsch) Besondere Vorkommnisse: Franco Flückiger pariert Elfmeter von Björn Schnitzer (26.) Gelbe Karten: Michél Harrer (32.), Philipp Beinenz (43.), Daniel Cheron (73.) / Franco Flückiger (25.), Christoph Buchner (57.), Felix Bachschmid (60.) Schiedsrichter: Tobias Schultes – Maximilian Riedel, Thomas Sprinkart Zuschauer: 1.062 (Stadion am Schönbusch)

1 Kommentar

  1. Das Süiel war wohl genau nach dem Geschmack der 1062. Endlich wieder ein Sieg,zu Null und überzeugend herausgespielt in der Schlussphase. So kann es weitergehen. Danke Männä.

Schreibe einen Kommentar zu Maren Hirsch

Cancel reply

*

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *