Ein Stadion voller Gäste – am 16.4. gegen SV Seligenporten

Hochsaison an der Kleinen Schönbuschallee. Binnen acht Tagen heißt es dreimal „Betten überziehen“, wenn in der Reihenfolge ihres Eincheckens der SV Seligenporten, VfL Frohnlach und der SV Heimstetten der Fußball-Arena im bayerischen Nizza einen Kurzbesuch abstatten. Nach der knappen Niederlage in Buchbach wird der von Trainerlegende Karsten Wettberg gecoachte SV Seligenporten am Dienstag, 16. April, um 18.15 Uhr zu einem ersten schweren Prüfstein für die Dreßel-Schützlinge.

Nichts ist so alt wie die Regionalliga-Bayern-Formkurve von vor dem letzten Spieltag, diese Wahrheit lässt sich anhand der Klosterer besonders schön dokumentieren. Mit dem überraschenden 1:0-Auswärtssieg in Rosenheim am letzten Spieltag erteilten sie allen Spekulationen über einen drohenden Sturzflug in die Niederungen der Tabelle eine klare sportliche Absage. Mit dem VfL Frohnlach empfängt der SVA am Samstag, 20. April, um 14 Uhr das Tabellen-Schlusslicht. Angesichts von Schlusslichtern – das weiß der Verkehrsteilnehmer wie der Fußballfan – sollte man ganz schnell auf die (Euphorie-) Bremse treten, um nicht aufzufahren. Beherzigt das Dreßel-Team diese „Verkehrsregel“, dann dürfte dem dringend benötigten Heimsieg eigentlich nichts im Wege stehen. Es gilt nämlich,  sich eine gute Ausgangsbasis zu schaffen vor dem Match gegen den Schrecken aller Gastgeber, den SV Heimstetten, der jede noch so wohlwollende Gastfreundschaft nicht nur beharrlich ignoriert, sondern darüber hinaus grundsätzlich die Handtücher klaut und ohne Rechnungsbegleichung die Minibar leertrinkt. Erst jüngst hat dies bei der 1:2-Heimniederlage das 5-Sterne-Hotel der schier unbesiegbaren Löwen in seinen eigenen Mauern leidvoll erfahren müssen. Man schwelgt bestimmt nicht in Understatement, wenn man prophezeit, dass die Partie der Weiß-Blauen gegen den aktuellen Tabellensechsten der Liga am Dienstag, 23. April, um 18.30 Uhr kein Selbstläufer wird. Das Elfinger-Team hat bei 14 Auftritten in der Fremde 26 Punkte geholt und belegt hinter den Löwen Platz zwei der Liga-Auswärtstabelle.

Nach Abschluss der Schönbusch-Festivalwoche weiß man hoffentlich mehr und hat punktetechnisch schon dafür Vorsorge getragen, dass das folgende Auswärtsduell mit dem Bamberger Reiter (27. April, 14 Uhr) nicht zum Ritt auf der Rasierklinge (gemeinhin Schicksalspiel genannt) wird. Zu diesem Abstiegsgipfel am Samstag begleiten viele Fans den SVA nach Bamberg, es wird auch ein Fanbus eingesetzt. Anmeldungen sind noch möglich bei Jochen Dlugosch (0171 – 302 8000).

Eine wichtige Frage ist natürlich, wie sich in dieser finalen Saisonphase die Personalsituation beim SVA darstellt. Der langzeitverletzte Regisseur Markus Horr fällt noch einige Wochen aus, auch für Fnan Tewelde, bei dem in Buchbach die alte Verletzung aus dem Spiel gegen Ingolstadt wieder aufgebrochen ist, kommt eine Teilnahme an der Partie gegen Seligenporten definitiv zu früh. Eventuell kann Werner Dreßel am Samstag gegen Frohnlach wieder auf ihn zurückgreifen. Christian Breunig hat seine Grippe auskuriert und steht, nachdem er sich bei der U23 Spielpraxis geholt hatte, wieder zur Verfügung. Auch Adnan Murtic ist angeschlagen, sein Einsatz entscheidet sich nach einem für heute anberaumten Arzttermin.

Wir wünschen dem SVA viel Erfolg sowie möglichst viele Punkte aus den anstehenden Partien und appellieren an alle Fans auch im Hinblick auf die Dienstagabendspiele, nach Feierabend nicht abzuschalten und den beruflichen Elan (so vorhanden) 1:1 auf den Fan-Support zu übertragen. Für alle, die innerlich schon gekündigt haben, möge gelten: Dienst ist Dienst, SVA ist SVA!

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