Endlich wieder bayerische Gegner…

Im ersten Pflichtspiel des Jahres gegen die SpVgg. Bayern Hof spekuliert die Viktoria auf den zweiten Heimsieg

Die Regionalliga Bayern nimmt am kommenden Wochenende mit dem ersten regulären Spieltag nach der Winterpause den Spielbetrieb wieder auf. Für die Viktoria soll dieser 26. Spieltag zur Initialzündung im Kampf um den Klassenerhalt werden und der Gegner scheint auf dem Papier die Idealbesetzung für dieses ehrgeizige Projekt zu sein. Die SpVgg. Bayern Hof, die sich am 8. März um 14 Uhr in Stadion am Schönbusch vorstellt, steht den Weiß-Blauen in punkto Erfolglosigkeit im letzten Jahr nur wenig nach, hat aber aus einem vergleichsweise gelungenen Saisonstart dennoch ein Sechs-Punkte-Polster auf den SVA bei einem mehr absolvierten Spiel.

Einem Damoklesschwert gleich über der Partie schwebt das Szenario, dass das Team von Daniel Felgenhauer im Falle eines Erfolgs den Abstand auf neun Punkte vergrößern und sich womöglich vorentscheidend absetzen könnte. Solch einen Befreiungsschlag konnte erst vor einigen Tagen in einem Nachholspiel der SV Heimstetten, lange Zeit der Viktoria in den Tabellenniederungen nachbarschaftlich verbunden, mit einem 2:1-Heimsieg über den FC Memmingen landen. Der SVA will unter allen Umständen verhindern, dass  es um ihn  herum im Tabellenkeller immer einsamer wird. Konsequenterweise lautet die Vorgabe von Coach Slobodan Komljenovic, dass die „drei Punkte unbedingt am Schönbusch bleiben müssen“. Es geht in diesem Spiel in erster Linie darum, den Anschluss nicht zu verlieren, denn die Hypothek aus 2013 von nur 14 Punkten aus 22 Spielen wiegt zu schwer, als sie mit nur einem Dreier gegen einen direkten Konkurrenten ablösen zu können. Es ist jedoch angesichts der noch ausstehenden lediglich 14 Spieltage notwendig, diesen ersten Schritt so früh wie möglich zu tun, soll er nicht in naher Zukunft zu einem Spagat werden.

Komljenovic: „die drei Punkte müssen unbedingt am Schönbusch bleiben“

Bei den Oberfranken hat man den Ernst der Lage erkannt und in der Winterpause entsprechende Maßnahmen ergriffen. Wie fast alle Teams aus dem unteren Tabellendrittel wurde man noch einmal auf dem Transfermarkt tätig und hat gezielt an den Schwachstellen angesetzt. Der dickste Fisch allerdings ging den Hofern quasi von alleine ins Netz, denn mit Daniel Schäffler kehrte nach einem nur fünfmonatigen Gastspiel beim Ligakonkurrenten  SCE Bamberg ein Hofer Urgestein zu seinem Heimatverein zurück, das mit seinen 15 Treffern in der Regionalliga-Saison 2012/13 die SpVgg. fast alleine am Leben erhielt. Mit dieser verstärkten Hofer Offensive wird sich eine Viktoria-Abwehr auseinandersetzen müssen, in der es  aufgrund des Fehlens des etatmäßigen Innenverteidigers Denis Talijan (Gelbsperre) zu Umstellungen kommen wird. In einem Heimspiel unter Siegzwang wird natürlich ein großes Augenmerk auf die mit den Neuzugängen Marcus Schmitt und Salvatore Bari aufgemöbelte Offensivabteilung der Weiß-Blauen gerichtet sein, von deren schneller Akklimatisierung viel abhängen wird.

Aus den Vorbereitungsspielen ließ sich schwerlich ersehen, welcher Aufstellung „Trainer-Sphinx“ Slobodan Komljenovic in diesem eminent wichtigen Pflichtspiel sein Vertrauen schenken wird. Nur eines ließ er durchblicken: Es werden elf Mann auf dem Platz stehen, die ihre Leistung voll abrufen werden. Analog dazu sollte jeder, der der Viktoria gewogen ist, mit der gleichen Kompromisslosigkeit die Mannschaft in den entscheidenden Spielen auf dem Weg zum Klassenerhalt durch seinen Stadionbesuch unterstützen. Großkampftage, wie der gegen die Amateure des FC Bayern München am 22. März im Stadion am Schönbusch, kann es nur dann weiterhin geben, wenn es dem Team in den existentiell wichtigen Partien nicht an dem erforderlichen Rückhalt fehlt.

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