Hot! Fanclubs proben den Schulterschluss

Enger zusammenrücken: Nicht von ungefähr denkt da manch einer zuvorderst an das traditionsreiche „Stadion Stüberl“…

Zum ersten Fanclubtreffen hatten sich Vertreter der Fan-Gruppierungen „Blue Boys“, „Fanclub Schönbusch 1984“, „Fanclub Tradition 1901“ und „Schönbusch Dynamite“ auf der Terrasse der Viktoria-Vereinsgaststätte Stengers 1901 eingefunden. Im Rahmen eines geselligen Beisammenseins verständigte man sich darauf, künftig durch ein geschlossenes Auftreten die Unterstützung zum Wohle des Vereins zu kanalisieren.

Zum ersten Fanclubtreffen hatten sich Vertreter der Fan-Gruppierungen „Blue Boys“, „Fanclub Schönbusch 1984“, „Fanclub Tradition 1901“ und „Schönbusch Dynamite“ eingefunden (© Nikolas Verhoefen)

Eine Aufsplitterung der Fan-Szene beobachtete der neu gewählte Fanbeauftragte Jochen Dlugosch schon seit einiger Zeit und wurde in dieser Wahrnehmung von den anwesenden Vertretern im Wesentlichen bestätigt. Nur wenn man die Kräfte bündele, so der einhellige Tenor, könne man in punkto Stimmung am Schönbusch Fortschritte erzielen. Dazu müsse man ein Stück weit Abstand nehmen von Revierdenken und dem Gedanken, dass jeder sein eigenes Süppchen koche. Wichtig sei die Existenz eines Fanclub-übergreifend agierenden „Capo“, der den Support anleitet und steuert. Gleich mehrere Fans haben in der Vergangenheit diesbezüglich schon Qualitäten bewiesen, so dass es leicht kompensiert werden könne, wenn einmal ein „Animateur“ ausfällt.

„Stüberl“ beflügelt die Fantasien

Das traditionsreiche „Stadion Stüberl“ aus seinem Dornröschenschlaf zu holen und als gute Stube der Viktoria-Fans wiederzubeleben, diese Vision ist trotz aller Rückschläge (in Form von Absagen der Stadt) noch immer in vielen Köpfen, insbesondere in denen der Viktoria-Fans. Man könne das durch einen Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogene Stüberl in Eigenregie an einigen Wochenenden liebevoll renovieren, im Kreis der Fans gebe es Leute, die über das nötige handwerkliche Know-how verfügten. Anschließend könne man es als Treff von Fans für Fans ausschließlich während der Heimspiele bewirtschaften. Die Viktoria hätte einen wirtschaftlichen Gewinn, denn sämtliche Erlöse aus dem Getränkeverkauf etc. könnten dem Verein zu Gute kommen. Die Fans hätten andererseits während der Heimspiele ihren eigenen Treffpunkt, was hinsichtlich der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Vorstand Manfred Fleckenstein zeigte sich im Anschluss des Treffens den Argumenten durchaus aufgeschlossen und versprach, in dieser Sache bei der Stadt noch einmal nachzuhaken.

Die zahlreichen Fans der Viktoria wollen zukünftig enger zusammenrücken, um noch mehr Stimmung zu machen (© Moritz Hahn)

Ein weiterer angesprochener Punkt war das finanzielle Risiko bei der Organisation der Auswärtsfahrten im Falle von Spielabsagen. Wenngleich man nicht ernstlich erwarte, dass der Verein etwaige Verluste abfedere, so möchte man doch darauf aufmerksam machen, dass dieses Problem existiert und Initiatoren von Fan-Auswärtsfahrten per Bus bisweilen tief in die eigene Tasche greifen müssen.

Fanclub-Treffen in dieser Form sind ab jetzt in vierteljährlichem Turnus angedacht. Abschließend dokumentierte man die neu beschworene Einigkeit, indem man sich noch gemeinsam zu einem Gruppenfoto stellte.

2 Kommentare

  1. Eine gesunde und starke Fankultur ist wichtig für jeden Verein, auch so für die Viktoria. Ich gewinne immer mehr den Eindruck dass sich da was sehr Positiv entwickelt. Es sind sicher die richtigen Leute im Verein, in der Verantwortung um die Viktoria wieder nach Oben zu bringen.
    Eure #MarenHirsch , Unterstützerin des Fanklubs ‚Dynamite‘.

  2. Ich finde das war überfällig und kann eine tolle Sache werden. Als Stadionsprecher kann ich euch anbieten, dass die Fans einen Songmix zusammenstellen – als mp3 – auf dem ich zurückgreifen kann, abgesehen davon, dass es auch mal Wünsche der Spieler gibt, die ich auch aufgreifen kann. Freue mich und wenn es zeitlich geht, bin ich gerne mal bei einem Treffen dabei.

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