FC Ingolstadt 04 II: Auch ohne Lappe allzeit gute Fahrt

Vertikaler geht nicht: Der grüne Form-Richtungspfeil unseres heutigen Gastes FC Ingolstadt ist aktuell ein Alleinstellungsmerkmal unter den Teilnehmern an der Regionalliga Bayern. Diese atemberaubende Formkurve wurde auch durch die während der Winterpause vollzogene Integration  der vereinseigenen Torfabrik Karl-Heinz Lappe in den Profikader nicht abgeschwächt, was angesichts seiner bis zu diesem Zeitpunkt erzielten 21 Tore (von gesamt 45) schon eine Erwähnung wert ist. In den im Jahr 2013 absolvierten Pflichtspielen gegen den FC Ismaning (2:0) und die Spvgg. Greuther Fürth II (3:0) sprangen kurzerhand andere Akteure in die Bresche und erklärten sich in Sachen Abschluss für kompetent. Nachdem nun auch dem Letzten klar geworden sein dürfte, dass im Zusammenhang mit den Schanzern von einem One-Player-Wonder zu sprechen einer kritischen Überprüfung nicht standhält, stellt sich die Frage, zu welchen Sprüngen die Schanzer bei der aktuell vorherrschenden günstigen Thermik in dieser Saison noch fähig sind. Von der Tabellenkonstellation her (Tabellen-5. mit neun Punkten Rückstand auf den derzeit von den Münchner Löwen gehaltenen Relegationsplatz)   wäre der Traum von der Teilnahme an der Relegationsrunde zur 3. Liga noch nicht ganz ausgeträumt, wäre – denn die Ingolstädter haben, aus welchen Gründen auch immer, keine Lizenz für die 3. Liga beantragt. Mag sein, dass sich die Schanzer in ungewohnter Bodenständigkeit  es sich selbst nicht zugetraut hatten, einen solchen Jahrhundertflug zu stehen. Der eingangs erwähnte Richtungspfeil darf nichtsdestotrotz als unmissverständliche Kampfansage an die prominente Konkurrenz verstanden werden, dass man den begonnenen Höhenflug nicht abzubrechen gedenkt. Die Elf von Josef Albersinger wird daher bestrebt sein, sich in der letzten Saison-Flugphase möglichst keine gravierenden Haltungsfehler  mehr zu erlauben, was angesichts des vergleichsweise vorteilhaften Restprogramms und der augenblicklichen hervorragenden Verfassung nicht als illusorisch abgetan werden sollte. Solche Gedankenspiele brauchen das Dreßel-Team nicht zu tangieren, denn für es zählt im Kampf um den Klassenerhalt die goldene Regel: Heimspiele sind Pflichtpunkte. Nur beim Beherzigen dieser Maxime lassen sich bei realistischer Betrachtung einzukalkulierende Auswärtsniederlagen gegen Top-Teams kompensieren.

Daher gibt Coach Werner Dreßel vor dem morgigen Heimspiel gegen Ingolstadt (14 Uhr) klar die Marschrichtung vor:  „Unser Ziel ist ein Dreier, damit wir mit dann 33 Punkten den Anschluss an die im unteren  Mittelfeld  platzierten Mannschaften herstellen können. Die gute Leistung aus dem Mittwochsspiel in München, wo wir sehr engagiert zu Werke gingen, kann dabei durchaus als Maßstab herangezogen werden. Natürlich rechnen wir bei der Bewältigung dieser schweren sportlichen Aufgabe wieder fest mit der Unterstützung unserer treuen Fans. Die Personalsituation betreffend haben sich leider alle Hoffnungen auf einen Einsatz von Peter Sprung zerschlagen. Auch der grippekranke Christian Breunig steht nicht zur Verfügung.“

Bei allen positiven Ergebnissen der Schanzer gerade in den letzten ca. 10 Spielen leistet die Statistik der ambitionierten Zielvorgabe des Viktoria-Coachs Schützenhilfe: Sie dokumentiert eine besondere Anfälligkeit des Albersinger-Teams in der Fremde. Dort sammelte man nur 12 Punkte und befindet sich damit im unteren Drittel der „Auswärtstabelle“. Ansporn genug für den SVA, Revanche zu nehmen für die 1:3-Hinspielniederlage und dem „Lappe-losen“ Gast wegen Fahrens ohne Führerschein eine saftige Strafe aufzubrummen. Großzügig wie unsere weiß-blaue Politessen-Diva nun mal auch sein kann, schlägt sie drei Punkte vor, allerdings nicht in der Flensburger Verkehrssünderkartei, sondern in der Regionalliga-Tabelle für den SVA.

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