Hot! Gegen die Schanzer das Image aufpolieren

Nach dem empfindlichen Rückschlag unter der Woche beim Gastspiel in Fürth geht es für das Komljenovic-Team darum, mit einer guten Vorstellung am Samstag (17 Uhr) im Stadion am Schönbusch gegen die U23 des FC Ingolstadt das seither leicht angekratzte sportliche Renommee aufzubessern.

HEIMSPIEL – das offizielle Stadion-Magazin der Viktoria

Da Sport auch viel mit Psychologie zu tun hat, sollte man es tunlichst vermeiden, in dieser Saison von Beginn an in den Ruch eines Punktelieferanten zu kommen. Der Ausgang der Partie gegen die mit einer 1:2-Heimniederlage gegen den TSV Buchbach in die Runde gestarteten Schanzer lässt auch Rückschlüsse darauf zu, ob die hohe Niederlage in der TrolliArena in erster Linie ihre Ursache in der ins Feld geführten aktuellen Topform der Fürther hatte. In jedem Fall ist die Viktoria angesichts ihrer schon aus der letzten Runde bekannten notorischen Auswärtsschwäche gut beraten, das heimische Stadion am Schönbusch endlich wieder zu einer Festung auszubauen und nicht – wie in der vergangenen Saison – hier unnötig Punkte liegenzulassen.

Der FC Ingolstadt schloss die letzte Saison auf Platz 8 ab und stellte sich am 29. Spieltag der letzten Saison schon ohne ihren Torjäger Karl-Heinz Lappe am Schönbusch als eine der spielstärksten Mannschaften der Liga vor. Nur durch einen Kraftakt gelang es dem SVA damals, den zeitweise in Schönheit sterbenden Schanzern beim 2:2  einen zwischenzeitlich  nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt abzuringen. Der personelle Aderlass im Vorfeld der neuen Saison war bei den Donaustädtern ungewöhnlich groß, ihr aktueller Kader beziffert sich derzeit nur auf 16 Feldspieler, was jedoch nichts über die Qualität des Personals aussagt. In der Vorbereitung gab es Licht und Schatten: Deutlichen Niederlagen gegen die kleinen Löwen (0:5) und den aserbeidschanischen Erstligisten Khazar Lenkoran (1:6) standen teils deutliche Erfolge gegen Bayernligisten gegenüber (- ASV Neumarkt 2:1; – BC Aichach 4:1; – VfB Eichstätt II 5:2; – FC Ismaning 5:1). Die 1:2-Auftaktniederlage zu Hause gegen den TSV Buchbach jetzt schon als Zeichen einer deutlichen Schwächung der spielerischen Substanz beim FCI zu werten, führt definitiv zu weit, denn einen TSV Buchbach mit seinen hochkarätigen Verstärkungen muss man auch dieses Jahr wieder auf der Rechnung haben, wenn es um die Verteilung der vorderen Plätze geht. Das Saisonziel des FCI ist nach offizieller Lesart – so die ebenso zurückhaltende wie vage Formulierung des neuen Trainers Tomislav Stipic – „nichts mit dem Abstieg zu tun haben“. Andererseits schlägt er aber auch forschere Töne an: „Wir wollen Fußball spielen, dominant auftreten und uns nicht nach dem Gegner richten“.

Beim Saisondebut hat dies bekanntermaßen nicht so geklappt, umso mehr hofft man nun in den vermeintlich angeschlagenen Aschaffenburgern ein willfähriges Opfer zu finden, über das sich besagte Theorien in die Praxis umsetzen lassen. Diesen Schuh – Crashtest Dummies für aufgestaute Schanzer-Aggressionen – sollten sich unsere Jungs am Samstag nicht anziehen. Die weiß-blauen Fans werden zusätzlich für ganz widrige Thermik sorgen, so dass die Flugweite der Schanzer an diesem Tag gerade so an die des legendären Skisprung-Antihelden Eddie the Eagle (73,5 Meter) heranreichen sollte.

Schreibe einen Kommentar

*

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *