Geht da was im Löwen-Freigehege?

Diese Frage zielt sowohl auf die nach wie vor sich austobenden Winter-Wetterkapriolen – man ist ja skeptisch geworden – als auch auf die Überlebenschancen der weiß-blauen Tierfreunde im Münchner Zoologischen Garten. Dort könnten noch die Überreste des sonntäglichen Festschmauses vorzufinden sein, als die Käfigbewohner die armen Klosterer mit Haut und Haaren verspeisten und sie so von ihrer irdischen Last befreiten.

Gegen die animalische Tötungsmethode müsste man im Namen der Humanität eigentlich Einspruch erheben, denn statt den adulten finalen Genickbiss anzuwenden, zerfledderte man kindlich-verspielt sein „Opfer“ mit 6:1. Die durch „Freiheitsverzicht“ diverser vor ihnen plazierter Teams wieder angestachelte Aussicht auf baldige Entlassung in die freie Wildbahn (3. Liga) hat das Zahnwachstum bei den kleinen Löwen deutlich beschleunigt, und seitdem kaut man mit wachsender Begeisterung auf seinen Gegnern herum. Durch deutliche Löwen-Bissspuren gezeichnet sind neuerdings neben den rüde zerfleischten Klosterern auch die Teams der SpVgg Greuther Fürth (1:0) und vom TSV Rain am Lech (2:1), die gar in heimischen Gefilden von den ausgebüxten Löwen angefallen wurden. Da die Attacken neuerdings in immer kürzeren Intervallen erfolgen (3 Siege in 8 Tagen), darf unser weiß-blauer Daniel bei seinem Gastauftritt in der Löwengrube am Mittwoch (20.3.) um 16.30 Uhr unter Umständen auf einen gewissen Übersättigungseffekt der Von-Ahlen-Truppe hoffen. Ein auch Jungkatzen gelegentlich übermannendes Verdauungsschläfchen würde zumindest die Unversehrtheit (= Unentschieden) der Diva vom Main garantieren, an einen gelungenen Dressurakt der weiß-blauen Dompteuse (= Sieg) mag indes so recht niemand glauben. Dieser käme einer Sensation gleich, woran man allerdings bekanntlich in der Vorrunde schon einmal geschnuppert hat, als man mit der Club-Reserve einem Gegner vergleichbaren Kalibers beim bisher besten Auswärtsauftritt äußerst unglücklich mit 1:2 unterlag. Einen solchen Tag – nur mit etwas anderem Ausgang – bräuchte die Dreßel-Elf, also keinesfalls den viel zitierten „gebrauchten Tag“. Auf keinen Fall auf die Sprünge helfen kann dabei Peter Sprung, der noch an der gegen Eltersdorf erlittenen Verletzung laboriert. Ob er am Samstag im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt 04 II auflaufen kann, ist derzeit noch fraglich. Und so ruhen alle Hoffnungen, der Löwen-Offensiv-Übermacht mit ihren Protagonisten Markus Ziereis (16 Tore), Bobby Shou Wood (7) und Daniel-Toni Jais (5) etwas Zählbares entgegenzusetzen, auf unserem Signore Cattani alias Giulio Fiordellisi (10).

Gespielt wird morgen (20.3.) um 16.30 Uhr entgegen der ursprünglichen Spielansetzung nicht in Ismaning, sondern direkt beim TSV 1860 München an Grünwalder Straße auf Platz 1 / TSV 1860 München, Grünwalder Straße 114, 81547 München.

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