Hot! Helmut Dorn war der erste Juniorennationalspieler des SVA

Helmut Dorn, Jahrgang 1932, war der erste Juniorennationalspieler der Viktoria, spielte für den SVA in der Oberliga Süd und verlor „seinen SVA“ auch während seiner späteren Spielerstationen nie aus den Augen.

„Es war eine schöne Zeit“ urteilt Viktoria-Zeitzeuge Helmut Dorn rückblickend und meint damit das Jahr 1951, „als ich im Alter von 19 Jahren an einem Montag im April ausgestattet mit einem Empfehlungsschreiben des damaligen Viktoria-Trainers Ernst Lehner in die Sportschule Ruit bei Stuttgart reiste, um mich in dieser Atmosphäre zusammen mit anderen jungen Talenten aus dem Nachkriegsdeutschland  auf das am Sonntag darauf stattfindende Juniorenländerspiel gegen England vorzubereiten“. Den Zeitumständen entsprechend war damals alles improvisiert, und von dem heute gängigen Rundum-sorglos-Betreuungspaket konnte keine Rede sein. Zur gleichen Zeit wie die Junioren weilte auch die deutsche Senioren-Nationalmannschaft in der Sportschule. Diese hatte gerade ein Freundschafts-Länderspiel in der Schweiz  absolviert und sich gegen die Eidgenossen mit 3:2 durchgesetzt. Das 3:1 erzielte Fritz Walter, der drei Jahre später als Kapitän des Nationalteams am „Wunder von Bern“  mitschreiben sollte. 1951 taten es die Junioren um Helmut Dorn den Großen gleich und besiegten England mit 2:1.

Obwohl die Viktoria in den 50ern über eine gleichmäßig besetzte, spielstarke Mannschaft verfügte, gehörte Helmut Dorn in der Spielzeit 1951/52 zum Kader und kam auf „15 bis 20 Einsätze“. „Nicht zuletzt auch deshalb, weil einige Leistungsträger  verletzt waren“, wie Dorn in seiner sympathischen Bescheidenheit erklärend hinzufügt. „An meinen ersten Einsatz im blau-weißen Dress kann ich mich noch sehr gut erinnern.“  Aus verständlichem Grund:  0:5 ging man in Nürnberg unter, das in dieser Zeit allerdings eine feste Größe im deutschen Spitzenfußball war. Die taktische Schulung steckte damals noch in den Kinderschuhen, „Mann gegen Mann“  war die Devise.

„Bis 1956 spielte ich  bei Viktoria Aschaffenburg, ehe ich für zwei Jahre zum Oberliga-Süd-Konkurrenten Bayern Hof wechselte.“ Es muss nicht eigens erklärt werden, dass in der aktuellen Regionalliga-Saison 2012/13 das Heimspiel des SVA gegen die SpVgg. Bayern Hof für Helmut Dorn ein Pflichttermin war, durch den alte Erinnerungen an eine längst vergangene Ära wieder aufgefrischt wurden.

„1958 wechselte ich nach Berlin und spielte dort für drei Jahre. Nach dem Mauerbau 1961 siedelte ich nach dem Westen über und heuerte beim FC Hanau 93 an, der in diesem Jahr gerade in die 2. Liga Süd aufgestiegen war. In eben dieser Saison stieg Viktoria Aschaffenburg aus der Oberliga Süd ab, so dass es fortan zu spannenden Derbys  zwischen den beiden Vereinen kommen konnte. Beim FCH spielte ich bis 1964. Meine letzte Station war Viktoria Kahl, wo ich bis 1967 als Spielertrainer agierte. Ich treffe noch immer Leute aus der damaligen Zeit, wenn ich im Stadion bin oder durch die Straßen der Stadt gehe. Natürlich ist die öffentliche Aufmerksamkeit nicht mehr so fokussiert auf das regionale Fußballgeschehen – auch die Stadtteilvereine können ein Lied davon singen -, aber ich bin nach wie vor an den Geschicken des SVA interessiert und gehe ins Stadion zu den Heimspielen, wann immer es mir möglich ist.“

1 Kommentar

  1. … hallo, wünschen dir Gesundheit, Gesundheit plus Gesundheit ..!

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