Hot! Viktoria fährt hoch motiviert in den Knetzgau

Ein „auf Sand gebauter Erfolg“ könnte sich hinsichtlich der Aufstiegsambitionen der Seitz-Truppe ausnahmsweise einmal als sehr tragfähig erweisen…

Durch den 3:0-Heimsieg über die DJK Bamberg hat der SVA mit der Konkurrenz im Aufstiegsrennen Schritt gehalten, nicht mehr und nicht weniger. Aufgrund des 3:2-Erfolgs im Spitzenspiel gegen den TSV Großbardorf könnte sich der VfB Eichstätt mittels eines Erfolges in Neumarkt, das seinerseits selbst um seine letzte Chance kämpft, bereits am vorletzten Spieltag zum Meister und Direktaufsteiger in die Regionalliga Bayern küren. Unabhängig davon muss der SVA, um den Endspielcharakter (um Platz zwei) des letzten Heimspiels gegen die Grabfeld-Gallier nicht zu gefährden, sein Spiel beim heimstarken 1. FC Sand (Samstag, 14 Uhr) unbedingt durchbringen.

Viktoria Aschaffenburg – Janis Häuser im Bild – fährt nach Sand, um den nächsten Schritt in Richtung Regionalliga Bayern zu machen (© Moritz Hahn)

Das dürfte freilich schwer genug werden, denn der 1. FC Sand hat nach einem personellen Umbruch vor der Saison, als zehn zum Großteil Bayernliga-erfahrene Spieler den Verein verließen, mit dem abgespeckten Kader in der zweiten Spielzeit nach seinem Wiederaufstieg vor allem zu Hause eine bärenstarke Saison hingelegt. Bereits elfmal konnte das Team von Uwe Ernst, dessen Vertrag unlängst verlängert wurde, im heimischen Stadion dreifach punkten, lediglich drei knappe 0:1-Heimniederlagen standen dem gegenüber. Nur die Anfälligkeit auf fremdem Plätzen, die gerade einmal zwei Auswärtserfolge zuließ, hat ein noch besseres Abschneiden der aktuell auf dem siebten Rang befindlichen Knetzgauer verhindert. „Weniger Verletzungsprobleme als im vergangenen Jahr“ hatte Coach Uwe Ernst als Hauptursache dafür ausgemacht, dass die „Korbmacher“ – so die landläufige Bezeichnung für den FCS – ihr für einen Aufsteiger herausragendes Vorjahresergebnis (9. Rang) in dieser Saison nicht nur wiederholen, sondern voraussichtlich sogar noch verbessern können. Insofern ist die von Coach Uwe Ernst in der Winterpause formulierte Zielsetzung „Wir möchten so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern“ schon lange überholt.

Die rundum positive Saisonbilanz wird auch dadurch nicht groß eingetrübt, dass die Schwarz-Weißen jüngst überhaupt erst zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Niederlagen hintereinander bezogen. Zunächst brachte man den VfB Eichstätt mit einer 0:1-Heimniederlage wieder in die Erfolgsspur, vor Wochenfrist subventionierte man mittels einer 0:2-Auswärtsniederlage den ums sportliche Überleben ringenden 1. SC Feucht mit drei Punkten.

Jochen Seitz: Wir brauchen volle Punktzahl für Platz zwei

Dass die Meisterschaftsfrage seit dem vergangenen Spieltag zugunsten Eichstätts entschieden ist, daran besteht auch nach Ansicht von Viktoria-Coach Jochen Seitz kaum noch ein Zweifel mehr: „Es geht noch um den zweiten Platz. Eichstätt sollte durch sein. Am zweiten Platz hängen jetzt noch vier Mannschaften dran. Jede hat noch die Möglichkeit, in den Kampf einzugreifen. Wir und Großbardorf sind allerdings die beiden Teams, die es aus eigener Kraft schaffen können. Für uns bedeutet das, dass wir in Sand einen Sieg brauchen.“ Die volle Punktezahl aus den letzten beiden Spielen ist auch deshalb vonnöten, weil es nicht nur Großbardorf zu berücksichtigen gilt. „Mit dem gerade einmal einen Punkt schlechteren TSV Aubstadt lauert ein Team hinter uns, das ein vergleichsweise leichtes Restprogramm vorzuweisen hat“, macht Jochen Seitz auf die Tatsache aufmerksam, dass es in diesem Falle einen lachenden Dritten geben könnte. Im Hinblick auf den kommenden Gegner ist sich Jochen Seitz der Schwere der Aufgabe wohl bewusst: „Sand steht nicht von ungefähr im vorderen Tabellendrittel. Jeder Gegner tut sich mit dieser kompakten und kopfballstarken Mannschaft schwer. Das macht für uns die Aufgabe nicht einfacher und unterstreicht noch mal, dass wir von allen Aufstiegsaspiranten das schwierigste Restprogramm vor der Brust haben. Aber es hilft nichts: Wir bekommen in den 90 Minuten am Samstag mit Sicherheit nichts geschenkt, aber wir haben die Chance, dieses und auch das nächste Spiel zu gewinnen. Wir sind gut genug, das auch zu schaffen. Vorausgesetzt natürlich, wir halten richtig dagegen.“ Die von Jochen Seitz zuletzt geforderte Geduld ist auch im Sander Seestadion eine hoch gehandelte Tugend: „Grundsätzlich müssen wir auch bei Auswärtsspielen die notwendige Geduld haben. Zuvorderst sollten wir nicht in Rückstand geraten. Wir müssen das Spiel nicht in der ersten Halbzeit entscheiden, sondern haben auch noch in der 80. Spielminute die Chance, das 1:0 zu schießen. Ich erwarte ein enges Spiel, da werden Kleinigkeiten entscheiden.“

Am Samstag wird neben Marius Trippel (Sprunggelenksverletzung) und dem rotgesperrten Roberto Desch auch Daniele Toch wegen einer Erkrankung nicht mit von der Partie sein können. Lustiges Kuriosum für Insider am Rande: Viktoria-„Manager“ Stefan Schmidt kann mit seinem Sander „Pendant“, Teammanager Stefan Schmitt, fachsimpeln…

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