Hot! Kommt die Linecker-Regel wieder zur Geltung?

Im zweiten Heimspiel des Jahres gegen den etwas außer Tritt geratenen SC Eltersdorf wollen die Seitz-Schützlinge den Marsch an die Tabellenspitze fortsetzen

Entgegen den Ankündigungen vergleichsweise moderates Wetter am Donnerstag hat es möglich gemacht und die allmählich unter Terminnot geratende Viktoria vor der zweiten Spielabsage in Folge bewahrt. Bei einer Platzbegehung am Nachmittag wurde entschieden, dass das Heimspiel gegen den alten Regionalliga-Rivalen SC Eltersdorf am Samstag (14 Uhr) stattfinden kann.

Viktoria Aschaffenburg will den nächsten Sieg (© Moritz Hahn)

Viktoria Aschaffenburg will den nächsten Sieg (© Moritz Hahn)

Als derzeitiger Tabellenneunter sind die Kicker aus der Erlangener Vorstadt ihren hoch gesteckten Erwartungen an diese Saison bisher nicht gerecht geworden. Diese Tatsache ist auch Viktoria-Coach Jochen Seitz nicht verborgen geblieben: „Die Zielsetzung unseres Gegners hieß vor der Saison ja eigentlich Wiederaufstieg. Allein daraus lässt sich ableiten, dass der Kader des SCE personell gut bestückt sein muss. Warum es bei den Mittelfranken momentan nicht so gut läuft, kann ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen. Mit Sicherheit werden sie aber hoch motiviert an die Sache herangehen, da heißt es für uns höllisch aufpassen.“

Die Eltersdorfer werden seit Beginn dieser Saison von Ex-Profi Bernd Eigner (u.a. Hannover 96, St. Pauli, SC Paderborn) betreut. Ihre Jahrespremiere vor Wochenfrist haben sie überraschend mittels einer 1:2-Heimniederlage gegen den 1. SC Feucht in den Sand gesetzt, was jahresübergreifend ihre dritte Niederlage in Folge bedeutete. Die zuvor erlittenen Auswärtsniederlagen bei den Spitzenteams ASV Neumarkt (1:3) und VfB Eichstätt (0:3) waren freilich eher entschuldbar, gelten aber sehr wohl als Richtschnur für die Seitz-Truppe, die sich ja neuerdings im erlauchten Kreis der Meisterschaftskandidaten mit den entsprechenden Ambitionen bewegt. Dass die Grün-Weißen ihrer zweifellos vorhandenen individuellen Klasse zum Trotz zu knacken sind, hat die Viktoria bereits in der Hinrunde bewiesen, als sie den Sportpark Langenau als 3:0-Sieger verließ.

Kein „lupenreiner Linecker“

Mit Bayernliga-Mittelmaß mag man sich beim SC Eltersdorf auch in der mittlerweile vierten Saison seit dem Abstieg aus der damals gerade frisch gegründeten Regionalliga Bayern immer noch nicht so recht abfinden. Mit den seither erreichten Platzierungen (ein achter und zwei siebte Plätze) lassen sich aber keine Aufstiegsambitionen begründen. Was das Verhältnis zur Viktoria angeht, so ist „man kennt sich“ gewiss keine Übertreibung, hat man doch mit der Schönbusch-Elf in Regional- und Bayernliga bereits fünf Sträuße ausgefochten. Und wäre da nicht jenes 4:4 im Sportpark Langenau aus der Bayernliga-Saison 2014/15 im Sportpark Langenau, so käme zugunsten der Viktoria das legendäre Gary-Lineker-Zitat („am Ende gewinnt immer…“) in lupenreiner Form zur Anwendung. Wobei es bei den zwei Schönbusch-Meetings zugegebenermaßen knapp herging (Regionalligasaison 2012/13 1:0, Meistersaison Bayernliga 2014/15 2:1).

Ergibt sich daraus naturgemäß für die Viktoria ein Siegzwang? Nein, wenn es nach dem in Bezug auf praktische Erfahrungen mit dem SCE noch unbeleckten Viktoria-Coach geht: „Fakt ist, wir müssen gar nichts. Aber wir wollen jedes Spiel gewinnen, ob nun daheim oder auswärts. In der aktuellen Tabellensituation sind wir natürlich der Favorit und dass wir zu Hause vor eigenem Publikum die Spiele gewinnen wollen, versteht sich doch von selbst.“ Mit einer eher pragmatisch ausgerichteten „Philosophie von Spiel zu Spiel“ sind für Seitz längerfristige Kalkulationen gegenstandslos, wonach es bei den Heimspielen Punkte zu sammeln gelte, um eventuelle Ausrutscher in den ausstehenden Nachhol-Auswärtsspielen kompensieren zu können.

Nicht dabei sein wird am Samstag der an einer Zerrung laborierende Sascha Wolfert. „Er ist zwar wieder ins Lauftraining eingestiegen, aber ein Einsatz am Samstag käme definitiv zu früh“, so Jochen Seitz zum Genesungsprozess seiner Nummer 11. Daniele Toch, der während der Woche aus privaten Gründen verhindert war, „ist im Kader, wird aber voraussichtlich nicht von Anfang an spielen“.

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