Hot! Letztes Kapitel des Bezirksliga-Märchens: Schneewittchen

Am letzten Spieltag der Bezirksliga Unterfranken West fertigten die weiß-blauen Youngsters an der heimischen Schönbuschallee den Tabellen-Dreizehnten TSV Lohr souverän mit 4:0 ab.

Die Kicker aus der Schneewittchenstadt hatten dem Angriffswirbel der Pokas-Elf nichts Adäquates entgegenzusetzen und verloren auch in dieser Höhe verdient. Die Treffer für die sich seit Wochen in bestechender Form präsentierende Aschaffenburger U23 erzielten Markus Horr, der mit seinen zwei Treffern nach langer Verletzungspause einen gelungenen Einstand feierte, sowie Patrick Amrhein und Dennis Binder.

Die Hoffnung, die SpVgg Hösbach-Bahnhof in der Tabelle noch überflügeln zu können, hat sich zwar mit dem 9:1-Kantersieg der Bahnhöfer über den VfL Mönchberg zerschlagen, aber auch so darf Felix Pokas ein positives Resumee zum ersten Jahr Bezirksliga-Zugehörigkeit seiner Mannschaft in ihrer neuen Heimat Bayern ziehen. Als Tabellen-Sechster hat man sich schon in der ersten Saison in den oberen Tabellenregionen etabliert und zugleich mit einer beeindruckenden Siegesserie in der Rückrunde unter Beweis gestellt, dass man sich in der kommenden Saison guten Gewissens zum erweiterten Kreis der Aufstiegsaspiranten zählen darf.

Vorausgesetzt, die Erste darf sich in der Spielzeit 2013/14 weiterhin Regionalligist nennen, so wäre ein Aufstieg in die zwei Klassen tiefere Landesliga das Nonplusultra für das ambitionierte Team von Felix Pokas. Meisterschaft und Direktaufstieg gehen in dieser Spielzeit an die Zweite des Würzburger FV, die Relegationsspiele „darf“ als Tabellenzweiter Viktoria Kahl bestreiten. Beim Blick auf die Abschlusstabelle wird deutlich, dass zwischen dem Spitzenquartett und dem von den Bahnhöfern angeführten Mittelfeld ein relativ breiter 12-Punkte-Graben klafft. Die Viktoria hat im direkten Vergleich mit den vor ihr plazierten Teams mit 11:17 Punkten eine tendentiell leicht negative Bilanz, wobei es gegen die Kickers und die Bahnhöfer gar nichts zu holen gab. Zieht man dann noch ins Kalkül, dass auch eine Reihe Niederlagen gegen so genannte Underdogs zu Buche standen (Beispiel: Heimniederlage gegen den damaligen Tabellenletzten Uettingen), so wird deutlich, warum das Team von Felix Pokas in seiner Premieren-Saison in der Bezirksliga Unterfranken noch nicht ganz vorne mitmischen konnte. Achterbahn war zweifellos das Lieblingsfahrgeschäft der Ersten wie der Zweiten in der abgelaufenen Saison, wobei die sechs Spieltage vor dem Saisonende einsetzende Auslaufstrecke der Pokas-Elf mit fünf klotzigen Siegen und einem Unentschieden beim Meister FV Würzburg II den vollen Fahrtschwung mitnahm, während der Bremsvorgang bei der Ersten eher abrupt vonstatten ging bzw. gehen musste.

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