Aufruf an alle: Macht der Viktoria einen Antrag!

Angesichts konstant niedriger Mitgliederzahlen geht der Verein in die Offensive / Unter anderem Vorkaufsrecht für Pokalspiel gegen die Löwen für jedes kurzentschlossene Neumitglied

An den Beginn wollen wir ein kleines Rätsel stellen. Wer ist das? Sie hat mehr als 9.500 Facebook-Likes und 450 Mitglieder. Richtig, unsere Viktoria, die in der virtuellen Welt weitaus beliebter zu sein scheint als in der persönlichen Interaktion. Woher, so fragt man sich, kommt die Scheu, sich als natürliche Person an einen Verein zu binden, den man doch nach eigener Aussage so sehr liebt?

Klar, der Flirt im Netz ist unverbindlich und die „Bindung“ besteht unter anderem in einem jährlich zu entrichtenden Mitgliedsbeitrag, dessen Gegenleistung – hier kommt der kühle Rechner ins Spiel – nicht auf Anhieb abrufbar ist, anders als etwa bei einem Ticket für ein Heimspiel. Und manch einem, der nicht unmittelbar von der sportlichen Ausbildung des Vereins profitiert, erschließt sich der Nutzen gar nicht. Es ist daher nötig, den aufkommenden Fragen bezüglich des Nutzens einer Mitgliedschaft argumentativ überzeugend begegnen zu können. Ein zentraler Punkt ist laut dem Sportlichen Leiter Benedikt Hotz die Mitbestimmung: „Als Mitglied kann man durch die Ausübung seines Stimmrechts bei den jährlichen Mitgliederversammlungen die Zukunft unserer Viktoria aktiv mitgestalten.“ So vielfältig die Ausdrucksformen der Verbundenheit zu einem Verein auch sein mögen, so ist die die elementarste immer noch die Mitgliedschaft. Mit ihr kann man quasi notariell seine Identifikation mit dem Verein festschreiben zu lassen. Wer davon gänzlich unbeeindruckt ist und es nach wie vor vorzieht, mit der Viktoria in wilder Ehe zusammen zu leben, der knickt vielleicht bei der stattlichen Mitgift ein, mit der Benni Hotz seine Braut ausgestattet hat. Der angestrebten wundersamen Mitgliedervermehrung wegen muss sie unbedingt schnell unter die Haube – und das so oft wie möglich.

Für Federstrich unter Mitgliedsvertrag gibt`s „München satt“

Konkret heißt das: Die ohnehin schon liebreizende Viktoria versüßt allen kurzfristig zum Beitritt entschlossenen Neumitgliedern den Honeymoon mit einem Vorkaufsrecht für das auf großes Publikumsinteresse stoßende Toto-Pokal-Halbfinale gegen 1860 München. Sobald der Termin endgültig feststeht, wird die Terminschiene zum Mitglieder-Vorverkauf und Vorverkauf bekannt gegeben. Damit haben Interessenten die Möglichkeit, sich bereits eine Woche vor dem Start des offiziellen Vorverkaufs in der Geschäftsstelle an der Kleinen Schönbuschallee mit den gewünschten Tickets zu versorgen. Das „Willkommenspaket“ der Viktoria beinhaltet des Weiteren zwei Stehplatzkarten für das Regionalliga-Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München am Dienstag, 9. April (18 Uhr). Dauerhaft profitieren Viktorianer im Übrigen von vergünstigtem Einkauf bei verschiedenen Kooperationspartnern, wodurch wiederum der lokale Einzelhandel eine Belebung erfährt. Einen Bonus für Viktorianer gewähren aktuell die Firma f.a.n. Frankenstolz Schlafkomfort und der Blue Mountain Store, weitere Partner sollen in Bälde dazukommen. Ebenfalls angedacht sind Rabatte für Mitglieder im Stadion-Fanshop und Onlineshop.

Jetzt Mitglied werden! Und von etlichen Vorteilen profitieren. Zum Beispiel vom Vorkaufsrecht für das Pokalspiel gegen 1860 München… Und zwei Stehplatz-Tickets gegen Bayern München II am 9. April gibts obendrauf.

Und das Beste: Für den, den es jetzt schon in den Fingern juckt, ist gesorgt. Dem Stadionheft ist ein unterschriftsreifer Mitgliederantrag beigelegt, der sofort ausgefüllt werden kann. Damit Euer Verlangen gar nicht die Chance hat, wieder abzukühlen. Unterschriebene Mitgliedsanträge können direkt im Stadion an unserem Fanshop und nach dem Spiel im Zelt abgegeben werden.

Die „Oldschdod“ hat ein breiteres Rückgrat…

Mit der Forcierung der Mitgliederwerbung beschreitet die Viktoria den richtigen Weg, wird doch immer von den Mitgliedern als dem „Rückgrat des Vereins“ gesprochen. Zugegeben, manche Vereine haben es in der Akquise leichter als die Viktoria, denn dort gilt die Mitgliedschaft als ein Statussymbol, an dem Hinz und Kunz teilhaben wollen. Stichwort München: Man nehme nur die Roten von der Säbener Straße, mit 291.000 Mitgliedern der mitgliederstärkste Sportverein der Welt. Auch der Einwurf „Geht`s nicht eine Nummer kleiner?“ lässt sich locker kontern: Unser Ligakonkurrent Wacker Burghausen, nächster Gegner am Schönbusch, ist laut Wikipedia-Eintrag mit nahezu 6.000 Mitgliedern einer der größten Sportvereine Deutschlands außerhalb der Ballungsgebiete (bei einer Einwohnerzahl von rund 18.000). 3.-Liga-Vergangenheit und Vielspartenverein ließe sich immerhin einwenden. Aber nehmen wir doch einfach die SpVgg. Bayreuth, Traditionsverein wie der SVA und Ligakonkurrent, aus einer Stadt von vergleichbarer Größe und überdies mit deutlichen Parallelen in der jüngeren Vereinsgeschichte (inklusive einer dem Image nicht gerade förderlichen „Zahlungsunpässlichkeit“). Aber auch hier, wo Vergleichbarkeit am ehesten gegeben sein dürfte, kann die Viktoria mit ihren 450 Mitgliedern keinen Staat machen, denn bei den Wagnerstädtern zahlen 800 und damit fast doppelt so viele einen Vereinsobolus. Wenn sich Attraktivität nach Mitgliederzahlen bemisst, dann führt unsere schillernde Viktoria ein tristes Mauerblümchen-Dasein. Es liegt an Euch, hier Abhilfe zu schaffen. Ihr könnt den Klick in unserer Stadt lassen, aber vergesst nicht, Eure unverbindlichen Facebook-Likes in griffige Unterschriften unter Mitgliedsbeiträge zu verwandeln. Die 800 Mitglieder der Oldschdod sollten die Messlatte sein, schließlich ist die Viktoria ein moderner, charismatischer Fußballclub und kein altbackener Wanderverein mit Nachwuchssorgen…

Hier entlang zu unserer Kampagne: Jetzt Mitglied werden!

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