Hot! Main-Echo: Aschaffenburg gewinnt auf jeden Fall

Wenn die Kicker der Aschaffenburger Viktoria am Sonntag ab 14 Uhr gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München antreten, dürften sie noch ein bisschen motivierter sein als sonst. Denn sie spielen nicht nur gegen einen namhaften Gegner, sondern auch für einen guten Zweck. Wie berichtet, kommt der Erlös des Eintrittskarten-Verkaufs komplett dem Grenzenlos-Sozialkaufhaus zugute, das in der Nacht zum 11. September komplett ausbrannte.
Ganz gleich wie das Turnier ausgeht, Aschaffenburg gewinne dank der Solidarität der Sportler auf jeden Fall, betont Viktoria-Präsident Markus Kammann. »Als wir von dem Brand erfuhren, waren wir uns schnell einig, dass wir helfen.« Ein Mitglied des Fußballvereins habe als Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten das Ausmaß der Zerstörung miterlebt. »Es war verheerend«, fasst Kammann zusammen und verweist auf die Bedeutung des Sozialkaufhauses, in dem täglich 600 Bedürftige einkauften.

Der Verantwortung bewusst
Der Viktoria-Verwaltungsrat sei sich daher schnell einig gewesen, dass der Verein mit dem Spiel Grenzenlos unter die Arme greift. Die Entscheidung sei innerhalb von ein, zwei Tagen nach dem Unglück gefallen. »Unser Verein ist kein Selbstzweck«, sagt Kammann, »er spielt für Aschaffenburg«. Zwar ist auch die Viktoria finanziell nicht auf Rosen gebettet. »Aber es gibt Menschen, denen geht es schlechter.« Man sei sich der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.
Der Vorverkauf läuft gut: 800 bis 1000 Tickets seien bereits verkauft. Heute will die Viktoria eine Sonderverkaufsstelle in der City-Galerie einrichten. Auch in der Aschaffenburger Main-Echo-Geschäftsstelle, die auf die Vorverkaufsgebühren verzichtet, sind Karten für das Spiel erhältlich. Erfahrungsgemäß werden viele Tickets noch an der Tageskasse verkauft, so der Präsident. Daher rät Kammann den Besuchern, frühzeitig zu kommen. Die Zuschauer sollten 45 Minuten vor dem Anpfiff da sein, wenn sie das Spiel komplett erleben wollen. Die Kassen sind am Sonntag ab 12.30 Uhr geöffnet. ab

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