Hot! Main-Echo: Peter Löhr neuer Viktoria-Sportchef

Pe­ter Löhr ist ab so­fort neu­er Sport­vor­stand des Bay­ern-Re­gio­nal­li­gis­ten Vik­to­ria Aschaf­fen­burg. Der 53-Jäh­ri­ge folgt auf An­to­nio Ab­bruz­ze­se, der vor gut drei Wo­chen sei­nen Rück­zug aus dem Prä­si­di­um an­ge­kün­digt hat­te, um sich auf sei­ne Trai­ner­tä­tig­keit zu kon­zen­trie­ren. Am Mon­ta­g­a­bend ent­schied sich der Ver­wal­tungs­rat für Löhr als Nach­fol­ger. Bis zu den re­gu­lä­ren Neu­wah­len im Ju­ni 2013 über­nimmt er das Amt kom­mis­sa­risch.

Fußballexperte im Präsidium
»Ich habe dem Verwaltungsrat meine Vorstellungen vorgetragen und er hat sich geschlossen dahinter gestellt. Das war für mich wichtig«, erklärte Löhr. Nach dem Schritt Abbruzzeses und dem Rückzug des Verwaltungsratsvorsitzenden Hans Nolte hätten ihn »einige Leute angesprochen, ob ich nicht helfen kann.« Mit Löhr komplettiert nun wieder ein ausgesprochener Fußballexperte das Präsidium, in dem zudem der Richter Markus Kammann und die Finanzfachfrau Marion Schütz sitzen.
In einer Mitteilung des Vereins zeigte sich Kammann erfreut, dass ein Mann zurückkehrt, dessen Werdegang eng mit der Viktoria verbunden sei. »Der Verein ist stolz, dass Löhr mit seinem großen Erfahrungsschatz auf und außerhalb des Fußballplatzes dazu beitragen wird, die sportlichen Ziele in dieser Saison zu verwirklichen und das sportliche Konzept unseres Vereins in den nächsten Jahren zu prägen«. Auch Löhr nennt die Verbundenheit mit dem Regionalligisten als einen wichtigen Beweggrund. »Ich bin ein alter Viktorianer und habe gesehen, dass am Schönbusch wieder schwierige Zeiten anbrechen. Ich hoffe, dass ich mit meinen Erfahrungen und meinen Kontakten helfen kann.«
102 Bundesligaspiele
Löhr wurde in der Viktoria-Jugend groß, spielte dann für den VfR Bürstadt in der 2. Liga und schaffte von dort den Sprung zu Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga. Nach dem Zweitligaaufstieg der Viktoria kehrte er 1985 nach Aschaffenburg zurück. Insgesamt bestritt Löhr für Düsseldorf 102 Bundesligaspiele, für Bürstadt und Aschaffenburg 125 Auftritte in der 2. Liga. Einige Male wurde er in die U 21-Nationalmannschaft berufen, unter anderem an der Seite von Pierre Littbarski und Rudi Völler. Nach seiner aktiven Laufbahn wechselte Löhr, beruflich beim Sportamt der Stadt Aschaffenburg angestellt, ins Trainerfach. In der Saison 2001/02 endete er mit der Viktoria in der Hessenliga auf Platz zehn. Zuletzt trainierte Peter Löhr über sieben Jahre den Verbandsligisten Sportfreunde Seligenstadt. Im Oktober 2011 trat er dort zurück.
Über die Schwere seiner neuen Aufgabe macht er sich keine Illusionen. »Das vorrangige Ziel ist der Klassenerhalt. Der Kader ist in der Breite gut aufgestellt. Wir müssen uns aber im Spitzenbereich verstärken. Das ist im Winter sicher schwierig, auch weil fast kein Geld da ist.«
»Hartes Stück Arbeit«
Löhrs vordringliche Aufgabe daher: Das Studium der Verträge, sowohl der eigenen Spieler wie auch der möglicher Neuzugänge. »Bis zum 31. Januar haben wir Zeit – aber das wird ein hartes Stück Arbeit.«
Bei den personellen Entscheidungen wird er mit Abbruzzese eng zusammenarbeiten. Das Duo Löhr/Abbruzzese kennt sich bereits sehr gut. Im zweiten Halbjahr 2010 war Abbruzzese in Seligenstadt Co-Trainer von Löhr. Höhepunkt der gemeinsamen Tätigkeit: Zwei deutliche 3:1-Siege über die Viktoria. Im Anschluss wechselte Abbruzzese als Funktionär nach Aschaffenburg, jetzt folgt ihm sein Ex-Chef. Klaus Gast

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