Hot! Marcel Schäfer: Manchmal schaue ich der Viktoria heimlich beim Training zu

Vier Jahre lang war der Schönbusch seine sportliche Heimat, bevor es ihn im Alter von 16 Jahren in die große Fußballwelt hinauszog. Marcel Schäfer ist längst aus dem Schatten seines Vaters Markus heraus getreten. 2009 setzte er sich selbst sein Karriere-Highlight, wurde Deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg. Außerdem trug der Linksverteidiger acht Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Seine erste Karrierestation nach der Viktoria war allerdings der TSV 1860 München, heutiger Gegner im Stadion am Schönbusch. Aus der Jugend schaffte er dort den Sprung in die Zweitliga-Mannschaft, ehe er nach 91 Spielen von Felix Magath nach Wolfsburg geholt wurde. Dort absolvierte Marcel bereits 163 Erstligaspiele in denen er elf Tore schoss. Im Interview mit der Viktoria erzählt er, wie er die Zweitliga-Jahre der Viktoria erlebte, als sein Vater im SVA-Dress auflief. Außerdem verrät der 28-Jährige, dass er der Viktoria manchmal heimlich beim Training zuschaut und wie er seine Karriere beenden möchte.

Die neue Saison steht kurz bevor, hat euch Felix Magath schon ordentlich gequält?
Wir haben sicherlich eine harte Vorbereitung hinter uns, in der wir uns natürlich auch quälen mussten. Aber das ist normal und jeder Spieler profitiert davon. Denn die Mannschaften von Felix Magath sind konditionell immer in einem sehr, sehr guten Zustand.

Sehen wir die Wölfe diese Saison wieder im Kampf um die Meisterschaft?
Wir wollen unter die ersten fünf der Bundesliga und somit in den internationalen Wettbewerb. Das ist eine große Herausforderung und wir werden alles dran setzen unsere Ziele zu erreichen. Der Titel wird zwischen dem BVB und den Bayern entschieden.

Aschaffenburg war stolz Dich im Nationaltrikot zu sehen. Dürfen wir darauf wieder hoffen?
Die Nationalmannschaft war ein Traum, ist aber auch schon einige Zeit her. Die junge Mannschaft spielt einen hervorragenden Fußball und hat mit Joachim Löw einen sehr guten Trainer und ich werde ihnen auch in Zukunft die Daumen vor dem Fernseher drücken, denn dieses Thema ist für mich sehr weit weg.

Welche Erinnerungen verbindest Du mit der Viktoria?
Ich verbinde nur positive Erinnerungen mit der Viktoria. Als kleiner Junge war ich bei meinem Vater bei jedem Spiel und auch oft beim Training dabei. Ich selbst hatte sehr schöne und auch sehr erfolgreiche Jahre bei der Viktoria in meiner Jugendzeit. Da erinnert man sich sehr gerne zurück.

In welcher Intensität verfolgst Du das Geschehen rund um die Viktoria?
Natürlich verfolge ich wöchentlich das Geschehen rund um die Viktoria und drücke selbstverständlich auch die Daumen. Meist über das Internet und das Main-Echo.

Was war das letzte Spiel der Viktoria, dass Du gesehen hast?
Leider haben wir sehr wenig freie Tage und die Spiele der Viktoria überschneiden sich ja meist mit unseren. Im Sommerurlaub gehe ich immer im Schönbusch laufen und habe daher zweimal bei der Viktoria beim Training zuschauen können – als Zaungast (lacht)

Mit Felix Magath kommt auch Dein Trainer von der Viktoria. Plaudert ihr ab und zu mal über den SVA?
Natürlich sprechen wir auch über die Viktoria, da uns diese ja auch verbindet.

Was hat Dir Dein Vater von seiner Zeit am Schönbusch erzählt (1984-1990, drei Saisons 2. Bundesliga)?
Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, da ich selbst immer im Stadion gewesen bin und auch oft beim Training dabei war. Das waren für mich auch Schlüsselerlebnisse, die den Traum vom Profifußballer geweckt haben. Volles Stadion und eine Mannschaft mit vielen Aschaffenburgern, zu denen wir heute noch Kontakt haben.

Bist Du noch oft in Aschaffenburg und was sind Deine Lieblingslocations in Aschaffenburg?
Wenn es die Zeit zulässt fahre ich mit meiner Freundin und meinen zwei Kindern gerne in die Heimat und besuche Familie und Freunde. Meine Location ist der Waldmichelbacher Hof in meinem Heimatort Straßbessenbach. Dort gibt es den besten Kochkäse und sehr leckere Bratwürste. In der Stadt bin ich meistens im Cena.

Du träumst ja davon Deine Karriere in den USA ausklingen zu lassen und dort auch mal zu leben. Kannst Du Dir denn auch vorstellen nochmal für die Viktoria zu spielen?
Natürlich kann ich mir das vorstellen und im Fußball ist ja alles möglich, also wieso nicht!? Dennoch habe ich natürlich auch den Traum von der MLS (der amerikanischen Fußballliga), den ich mir in einigen Jahren auf jeden Fall erfüllen möchte. Dieses Ziel habe ich schon seit sehr langer Zeit.

Mit wem aus dem Viktoria-Team hast Du noch Kontakt?
Mit Simon Schmidt, Giulio Fiordellisi und Markus Brüdigam habe ich zusammengespielt. Mit Simon hatte ich eine super schöne Zeit bei 1860 München, die uns sehr geprägt und Spaß gemacht hat. Daher drücke ich natürlich vor allem ihm die Daumen.

Heute geht’s für die Viktoria gegen 1860 – Deine beiden Jugendvereine. Wo hast Du was für die Zukunft gelernt?
Ich habe in jeder meiner bisherigen Station sehr viel dazugelernt und bin dafür auch sehr dankbar. Grundsätzlich lernt man nie aus und versucht sich täglich zu verbessern. Nur so kommt man Schritt für Schritt voran und wird irgendwann dafür auch belohnt.

Und zu guter Letzt: Dein Tipp für die Partie SVA gegen 1860 II?
Dieser Tipp ist für mich nicht leicht, da beide Vereine sehr wichtig für mich waren. Ich sag‘ mal so: ein 1:0-Heimsieg für die Viktoria und im Rückspiel ein 1:0-Heimsieg für die Löwen. Das wäre fair (lacht)

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