Hot! Nach Großfeuer bei „Grenzenlos“: SVA spendet Einnahmen aus Bayern-Spiel

In der Nacht auf Dienstag brannte in der Aschaffenburger Innenstadt das Sozialkaufhaus „Grenzenlos“ völlig ab. Verletzt wurde zum Glück niemand, aber die Schadenshöhe in sechsstelliger Höhe trifft die Hilfsgemeinschaft, die Menschen in der Region unterstützt, die von Armut betroffen sind, hart. „Für uns ist das ein riesen Schock gewesen. Das Sozialzentrum war unser Herzstück mit dem wir damals an unsere finanziellen Grenzen gegangen sind“, erklärt „Grenzenlos“-Vorstand Harry Kimmich.

Der SV Viktoria 01 e.V. Aschaffenburg steht „Grenzenlos“ in dieser schweren Situation zur Seite und wird bei seinem Heimspiel gegen den FC Bayern München II am 7. Oktober die kompletten Zuschauereinnahmen spenden. Präsident Markus Kammann wird sie direkt nach dem Spiel an den Vorstand des Vereins „Grenzenlos“ übergeben. Die Zuschauer können an den Kassen den Eintrittspreis natürlich auch aufrunden oder auf ihr Rückgeld verzichten. Das Geld in den Kassenhäuschen wird nämlich ungemindert an „Grenzenlos“ weitergegeben.

SVA-Präsident Markus Kammann hat den Ernst der Lage nach dem Großfeuer schnell erkannt: „Dieser Schritt ist für den Verein in finanzieller Hinsicht kein einfacher und wir werden uns anstrengen müssen, dieses Geld auf andere Weise zu erwirtschaften. Aber wenn man diese Anstrengungen mit dem vergleicht, was wir durch unsere Spende sowohl beim Kaufhaus Grenzenlos als auch bei den von ihm versorgten Menschen bewirken können, sind wir ohne Wenn und Aber davon überzeugt, das einzig Richtige zu tun.“ Kleidung, Lebensmittel und Transportfahrzeuge fielen dem Feuer zum Opfer. Es entstand eine große Finanzlücke für die Hilfsorganisation, die in der Stadt nur gemeinsam geschlossen werden kann. Dazu will der SVA seinen Teil beitragen: „Wir als Fußball-Verein dürfen uns nicht allein auf das Spiel auf dem Platz konzentrieren. Vielmehr haben wir auch und vor allem eine soziale Verantwortung gegenüber Aschaffenburg. Das Kaufhaus Grenzenlos versorgt in Aschaffenburg eine Vielzahl bedürftiger Personen. Wenn eine solch einmalige Institution in Not gerät, verlangt unsere soziale Verantwortung von uns außergewöhnliche Maßnahmen“, so Kammann und ergänzt: „ Wenn wir das Aushängeschild Aschaffenburgs in Bayern sind und wir auf dem Mannschaftsbus in großen Lettern von unserem ‚lebenswerten Aschaffenburg‘ sprechen, sind wir in der Pflicht“

Auch Trainer und Sport-Vorstand Antonio Abbruzzese stellt die sportlichen Interessen des Vereins sofort hinten an: „Es ist an dieser Stelle wichtiger „Grenzenlos“ zu helfen, als einen neuen Stürmer zu verpflichten. Die Spieler, unsere Jungs aus Aschaffenburg und der Umgebung, sind sich einig, dass sich nun jeder für seine Stadt umso mehr die Seele aus dem Leib rennen muss.“ Dem pflichtet Kapitän Markus Horr stellvertretend für das ganze Team bei: „In den letzten Wochen haben unsere Zuschauer Eintritt bezahlt und wir haben sie enttäuscht. Am 7. Oktober wollen wir etwas zurückgeben und sicher sein, dass es auf jeden Fall glückliche Gesichter im Stadion geben wird!“

Unterstützen Sie am 7. Oktober mit Ihrem Besuch im Stadion am Schönbusch den Verein „Grenzenlos“ im Kampf um sein Überleben, denn der „Grenzenlos“-Slogan ist in diesen Tagen passender denn je: „Die Welt können wir nicht verändern – aber unsere Stadt.“

3 Kommentare

  1. Ne gute Sache und selbstlos

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