Nicht alle Wiederholungen sind öde…

Gegen eine Neuauflage des 4:1-Vorjahrescoups gegen Illertissen wäre nichts einzuwenden

Der 12. Spieltag der Regionalliga Bayern führt am morgigen Mittwoch, 4. September, um 17.45 Uhr im Stadion am Schönbusch mit dem SVA und dem FV Illertissen zwei Mannschaften zusammen, die vor der Ligareform nicht dem BFV angehörten, sondern in benachbarten Verbänden spielten.

12. Spieltag: Viktoria Aschaffenburg – FV Illertissen

Das war’s denn auch schon mit den Gemeinsamkeiten, denn was den Adaptionsprozess in der neu gegründeten Regionalliga Bayern anbelangt, so verlief der des Bachthaler-Teams um Längen reibungsloser als der des SVA. In der Premieren-Saison 2012/2013 hatte der FVI seit dem 3. Spieltag den Platz an der Sonne inne und hatte auf dieser „Pool-Position“ bis zum 23. Spielplatz ihr Handtuch liegen. Das „deutscheste“ Team der Regionalliga Bayern, möchte man meinen. Am 19. Spieltag, zu datieren auf den 27. Oktober letzten Jahres, passierte dem Abonnement-Tabellenführer anlässlich seines Gastspieles am Schönbusch ein kleines, nicht weiter folgenreiches Malheur, als man einer phasenweise entfesselt aufspielenden Viktoria durch Tore von Schmidt, Cheron und 2x Fiordellisi mit 1:4 unterlag. Im weiß-blauen Gedächtnis sollte dieser Triumph noch lange verankert bleiben, aus verschiedenen Gründen: Zum einen schlägt man den Tabellenführer nicht alle Tage, zum anderen setzte Giulio Fiordellisi dem Spiel mit seinem Treffer zum 4:1 ein i-Tüpfelchen auf, das jedes Fußballerherz höher schlagen lässt. Was außerdem nicht von der Hand zu weisen ist: Damals verfügte man noch über die Jahrmarkts-Dynamik einer sportlichen Berg-und-Tal-Bahn mit vorübergehendem Aufenthalt auf tabellarischen Scheitelpunkten, die man seither nur noch vom Hörensagen kennt.

In dieser Saison stellt sich die Konstellation bekanntermaßen etwas anders dar: Der FVI ist weit entfernt von der in der letzten Runde gezeigten Konstanz  und zeigte insbesondere im heimischen Vöhlinstadion eine ungewohnte Anfälligkeit. Diese konnte zwar durch den ein oder anderen Erfolg in der Fremde kompensiert werden, aber mehr als ein gediegener Mittelfeldplatz ist für den Überflieger der letzten Saison aktuell nicht drin. Ein 9. Rang ist in dieser frühen Phase freilich kein Ruhekissen, das einen genügenden Sicherheitsabstand zur Abstiegszone gewährleistet. Schon aus diesem Grund werden die Blauen auf der Hut sein und von großzügigen Geschenken absehen. Der SVA sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass aufgrund der eigenen Tabellensituation die Tendenz, einen Gegner zu unterschätzen, bei der Bachthaler-Elf im Vergleich zum Vorjahr merklich nachgelassen haben dürfte.  Natürlich wäre der SVA und mit ihm ein eventuell wieder in der Stammelf stehender Giulio Fiordellisi nicht abgeneigt, wenn ihnen auf die Frage „same procedure as last year?“ ein enthusiastisches, einstimmiges Illertissener „same procedure as every year!“ entgegenschallen würde.

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