Hot! Passiv allenfalls im Sinne von bescheiden

Viktoria-Legende Norbert Honer kann in 2014 auf eine 50-jährige Vereinsmitgliedschaft zurückblicken

Dass sich eine Mitgliedschaft in einem sich nicht zuletzt durch Gemeinnützigkeit definierenden Sportverein nicht auf die Entrichtung der Mitgliedsbeiträge beschränken muss, dafür ist Norbert Honer ein lebendiges Beispiel. Seit nunmehr einem halben Jahrhundert – auf den Tag genau seit dem 1. Juli 1964 – ist sein Name in den Mitgliederlisten des SVA geführt. In jeder Phase hat er diesen Status durch aktives Wirken mit Leben erfüllt, ob als Spieler, als Funktionär oder als „Vereins-Faktotum“.  Nur eines war Honers Sache nie: Passivität.

Der Dämmer Bub Norbert Honer, geboren am 6. Dezember 1945, spielte zunächst beim Stadtteilverein SV Damm und wechselte 1964 zur Viktoria. Er trug insgesamt 11 Jahre das Trikot der Weiß-Blauen und erzielte in dieser Zeit 25 Tore. Höhepunkte seiner sportlichen Karriere waren der Aufstieg in die Oberliga Hessen 1964, der Aufstieg in die Regionalliga (damals zweithöchste Liga) 1970 und als Abschluss die Meisterschaft in der Oberliga Hessen 1974, als er mit einem hoffnungsvollen Nachwuchstalent mit Namen Felix Magath am Schönbusch zusammen spielte.

Norbert Honer feiert 2014 sein 50-jähriges Viktoria-Jubiläum

Norbert Honer feiert 2014 sein 50-jähriges Viktoria-Jubiläum

Auch nach seiner Aktiven-Zeit blieb Norbert Honer seiner Viktoria eng verbunden und übernahm in der Ära des legendären SVA-Mäzens Alois Ammerschläger Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre als Vorstandsmitglied an der Seite von Heinz Heymanns und Georg Theilig auch Führungsaufgaben. Darüber hinaus war der Jubilar über lange Jahre Mitglied des Viktoria-Förderkreises.

Auch im Rentenalter legt Norbert Honer die Hände nicht in den Schoß. Die Spieler des aktuellen Regionalliga-Teams erfahren insbesondere auf den langen Auswärtsfahrten seine fürsorgliche Betreuung. Ob als Busfahrer oder als Verantwortlicher für die Verpflegung des  Teams – für den Gemeinschaftsgeist der Truppe war und ist Norbert Honer unverzichtbar. Besonders eindrücklich bleibt eine Szene aus der Regionalligasaison 2012/13 in Erinnerung,  die viel über den Menschen Norbert Honer aussagt: Auf der Rückreise von der Auswärtsfahrt nach Eltersdorf gab er dem Spieler Joe Mensah, damals noch in Diensten der Viktoria, aus den Überbleibseln des Proviants Lunchpakete für zu Hause mit.

Im wohlgewählten Rahmen der Pressekonferenz nach dem Bayern-Spiel am vergangenen Samstag hat Viktoria-Vorstandssprecher Holger Stenger den Jubilar bereits ausgiebig gewürdigt. Wir möchten das an dieser Stelle auch noch einmal tun und glauben im Sinne aller Spieler, Fans, Offiziellen wie auch ehemaligen Weggefährten zu sprechen, wenn wir das goldene Mitgliedschaftsjubiläum zum Anlass nehmen, um Norbert Honer für sein unermüdliches Engagement noch einmal unseren tief empfundenen Dank auszusprechen. Identifikationsfiguren wie ihm hat es die Viktoria zu verdanken, dass sie immer noch in den Herzen vieler Menschen fest verankert ist.

2 Kommentare

  1. Ich wuerde mir wuenschen, es gaebe viele „Norbert Honer“, dann waere es um unsere Viktoria gut bestellt. Danke Norbert, ein ehemaliger „Daemmer Nachbar“, der jetzt in Chicago/USA lebt. Vielen Dank und liebe Gruesse nach Aschaffenburg, wir packen das wir werden nicht absteigen !!!

  2. Auch ich wünsche dir von Herzen weiterhin alles Gute und noch ganz viele Jahre bei dem Club deines Herzens der Victoria.
    Bis bald Norbert.

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