Hot! Die Sache mit der heißen Herdplatte…

0:0 – Im Spitzenspiel am Schönbusch teilten Viktoria und SpVgg. SV Weiden Komplimente und Punkte

Mit einem leistungsgerechten torlosen Remis vor der stimmungsvollen Kulisse von 884 Zuschauern trennten sich am 15. Spieltag der Bayernliga Nord die Viktoria und die SpVgg. aus Weiden. An den Defensivkünstlern aus der Oberpfalz biss sich die Offensivreihe der Viktoria die Zähne aus. Nachdem sie zusätzlich bei zwei nahezu todsicheren Kontern der Gäste an die heiße Herdplatte gefasst hatten, scheuten die stark beeindruckten Weiß-Blauen in der zweiten Spielhälfte offensichtlich etwas das Feuer.

Cheron, Gerhart und Schmidt im Einklang

Cheron, Gerhart und Schmidt im Einklang

Zufrieden mit dem Punkt gaben sich nach Spielende beide Trainer und waren sich zudem darin einig, ein Top-Bayernligaspiel gesehen zu haben. Bei der Viktoria durfte wieder die siegreiche Elf aus dem Ansbach-Spiel ran, die zunächst auch den Elan über die Woche gerettet zu haben schien. Jedoch zeigte sich schon früh, dass gegen eine zweikampfstark und kompromisslos agierende Gästeabwehr vor allem die Kreativzentrale des SVA um Toch und Schnitzer nicht wie gewohnt zur Geltung kam. Das Tor von Weidens Keeper Dominik Forster war zwar umlagert, so richtig brannte die Luft im Gäste-Strafraum aber nicht. Die anfangs offenbarte Schwäche von Forster bei hohen Bällen konnte der SVA leider nicht für sich nutzen. Die richtig „Hundertprozentigen“ hatten die Schwarz-Blauen, als sie sich ab der 20. Minute anschickten, die Worte ihres Trainers – „Wir denken aber nicht daran, dem SVA 90 Prozent Ballbesitz zu geben. Auch wir wollen der Begegnung unseren Stempel aufdrücken und unser System durchziehen.“ – in die Tat umzusetzen. Ganz wie gegen Forchheim war wieder eine umstrittene Szene im Strafraum des Gegners der Ausgangspunkt einer Großchance auf der anderen Seite. Im Unterschied zum Match gegen Jahn wurde vom souverän leitenden Schiedsrichter Schwarzmann aus Scheßlitz zu Recht nicht auf Strafstoß für den SVA erkannt, als Florian Pieper im Strafraum fiel. Im direkten Gegenzug zeigte Weidens Gewohnheitstäter vor dem Tor Christoph Hegenbart zur Abwechslung mal, wie man es nicht machen sollte. Aus zwei Metern schaufelte er das Leder über das leere Tor. Bei einer zweiten Großchance der Gäste des frei aufs Tor zulaufenden Friedrich Lieder hatte einmal mehr Mr. Zuverlässig Stefan Steigerwald „die Finger im Spiel“.

Die Viktoria war gewarnt und infolgedessen entwickelte sich in der zweiten Spielhälfte ein stark von Taktik geprägtes Spiel, in dem sich die Kontrahenten weitgehend neutralisierten, ohne aufs Ganze zu gehen. Chancen von Toch und Cheron standen zwei Nadelstiche der sich früh mit einem Unentschieden zufrieden gebenden Gäste gegenüber. Nichtsdestotrotz hätte der letzte „Pieks“ den Schönbusch-Kickern fast die Luft raus gelassen, doch glücklicherweise erwies sich Stefan Steigerwald erneut als Retter in der Not, als er kurz vor dem Abpfiff einen Schuss von Benjamin Burger entschärfen konnte.

Beide Teams haben mit dem torlosen Remis ihr Image gewahrt, zu den Spitzenteams der Bayernliga zu zählen. Mit dem Motto „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ sprang man allerdings zu kurz,  um sich kurzfristig Hoffnungen auf die Tabellenführung machen zu können. Für die Viktoria war wichtig, nicht auch das zweite Heimspiel gegen ein Spitzenteam verloren zu haben. So können wir unbesorgt sein: Im nächsten Heimspiel gegen Nachbar Alemannia Haibach tanzen am Schönbusch – „Katze Emmel“ fehlt wegen roter Karte – wieder die Mäuse.

 

Viktoria Aschaffenburg – SpVgg. SV Weiden 0:0 (0:0)

Aschaffenburg: Stefan Steigerwald – Jonas Fritsch, Simon Schmidt, Abassin Alikhil, Dennis Löhr – Johannes Gerhart, Daniel Cheron – Daniele Toch, Giulio Fiordellisi (79. Yannick Franz), Björn Schnitzer – Florian Pieper (55. Roberto Desch)

Weiden: Dominik Forster – Johannes Kohl, Peter Schecklmann, Thomas Wildenauer, Ralf Egeter – Friedrich Lieder (12. Stefan Graf), Johannes Scherm, Andreas Wendl, Michael Riester – Christoph Hegenbart (62. Benjamin Burger), Thomas Schneider

Tore: keine

Gelbe Karten: Simon Schmidt / –

Schiedsrichter: Christoph Schwarzmann – Markus Görtler, Patrick Garbe

Zuschauer: 884

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