In Ansbach geht es noch einmal um Bayernliga-Punkte

Die Viktoria strebt einen wohltönenden Schlussakkord bei der gastgebenden Spielvereinigung an / Offene Rechnung aus der Hinrunde

Die Meisterfeierlichkeiten vom vergangenen Samstag waren kaum verklungen, da starteten Jochen Seitz und die Seinen zu einem dreitägigen Belohnungs-Kurzurlaub auf Mallorca, wo man sich unter Garantie „intensiv vorbereitete“ auf das am kommenden Freitag (18.30 Uhr) anstehende Bayernliga-Saisonfinale beim Tabellensechsten SpVgg. Ansbach. Mit einem Sieg im dortigen Xaver-Bertsch-Sportpark könnte man in der Abschlusstabelle immerhin noch auf jene 82 Punkte kommen, anhand derer man den bisherigen Bayernliga-Nord-Punkterekord, gehalten von der SpVgg. Bayreuth (81), um einen Zähler verbessern würde.

Mit Ansbach hat die Viktoria noch eine Rechnung offen (© Moritz Hahn)

In einer Partie, die nach herkömmlichen Kriterien als bedeutungslos einzustufen ist, spielen freilich auch ästhetische Gesichtspunkte eine Rolle, da die Viktoria die so lange peinlich sauber gehaltene Weste nicht noch beim Dessert mit einem hässlichen Flecken verunzieren will. Die SpVgg. Ansbach ist in dieser Hinsicht schon einmal unrühmlich aufgefallen, als sie am letzten Spieltag der Hinrunde am Schönbusch mit 2:1 triumphierte, was für die Weiß-Blauen die vierte und zugleich bis heute letzte Saisonniederlage bedeutete. Bei sämtlichen Vorrundenniederlagen konnte in der Rückrunde gegen die betreffenden Gegner bisher der Spieß umgedreht werden, da sollte auch die SpVgg. Ansbach als letzter verbleibender Kandidat keine Ausnahme bilden.

Ein Sieg in Ansbach stünde in guter Tradition

Potenzial, dem Meister ein zweites Mal ein Bein zu stellen, haben die Grün-Weißen zweifellos, denn sie spielen im zweiten Jahr nach ihrem Aufstieg – insgesamt der dritte in den vergangenen zehn Jahren – eine überaus stabile Runde und halten den sechsten Tabellenplatz nun schon seit dem 15. Spieltag. Letzte Woche kassierte das Team eine 1:4-Niederlage bei der SpVgg. Jahn Forchheim, nachdem es zuvor in sieben Partien unbesiegt geblieben war. Die Mittelfranken gelten als sehr heimstark und verließen im Saisonverlauf erst dreimal den eigenen Platz als Verlierer. Fünf Bayernliga-Partien gab es bisher zwischen der Viktoria und der SpVgg. Ansbach, die Bilanz fällt mit drei Siegen und zwei Niederlagen knapp zugunsten der Viktoria aus. Dabei erwies sich das Ansbacher Stadion entgegen dem allgemeinen Trend mit zwei Siegen bisher als gutes Pflaster für die Viktoria, die wiederum am heimischen Schönbusch in drei Partien zweimal als Verlierer den Platz verlassen musste. Mit einem Sieg am Freitagabend könnte die Seitz-Truppe das i-Tüpfelchen auf eine überragende zweite Halbserie setzen, in der man zuletzt immer einsamer seine Kreise zog.

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