Hot! Schlussspurt-„Taktik“ auch gegen den Bamberger Reiter?

Man kennt es ja aus Pferderennen. Da dominiert ein hoher Favorit das Feld nach Belieben und auf der Schlussgeraden zieht auf einmal einer dieser Außenseiter, für die es im Übrigen immer die höchsten Quoten gibt, das Tempo an und passiert mit einer Kopflänge Vorsprung die Ziellinie. Langsam, bevor ihr jetzt alle ins Wettbüro rennt, um alles auf „Viktoria“ oder wahlweise „Diva“ zu setzen, lest erst noch den Artikel zu Ende.

6. Spieltag am 3. August um 17 Uhr: Viktoria Aschaffenburg – Eintracht Bamberg

In einer noch jungen Saison kann ein einziger Spieltag großen Einfluss auf die Tabellenkonstellation haben. Zwar konnte man bei unserem nächsten Gegner Eintracht Bamberg (Samstag, 3.8., 17 Uhr, Stadion am Schönbusch) mit sieben Punkten nach vier Spieltagen von einem geglückten Saisonstart reden, doch erst der 2:0-Heimsieg am letzten Dienstag gegen den TSV Buchbach katapultierte das Kurth-Team endgültig in die Spitzengruppe, genauer gesagt auf Rang 2 hinter den scheinbar übermächtigen FC Bayern. Anders bei unserer weiß-blauen Diva, bei der schon ein Tag Laufstegabstinenz (man nennt es auch spielfrei) genügte, um ganz nach hinten durchgereicht zu werden. Natürlich ist die Tabelle in der Frühphase der Saison noch wenig aussagekräftig und unser junges Team (freilich – wie alles – in Maßen) noch steigerungsfähig. Speziell von den Heimauftritten der Schönbuschelf konnte der geneigte Fan den Eindruck eines top motivierten und erfrischend aufspielenden Jugendstils mitnehmen. Allerdings sollte man bei aller Verzauberung  nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, dass – will der SVA die Klasse halten – er unbedingt das Wort „Dreier“ in den weiß-blauen Sprachschatz aufnehmen muss.

Während das noch jedem einleuchten dürfte, der nicht an Dyskalkulie leidet, ist der Zeitpunkt, ab wann Gas gegeben werden muss, damit es hinten raus noch reicht, wenn überhaupt, dann nur sehr schwer bestimmbar. Eines dürfte klar sein: So eine glückliche Punktlandung wie letzte Saison gibt es nicht alle Jahre. Darauf zu spekulieren hieße mit dem Feuer spielen. Aus diesem Grund sollte nach Maßgabe aller Dinge schon am Samstag mit dem ersten Dreier der Saison gegen den Tabellenzweiten aus der oberfränkischen Barockstadt der Anschluss an das untere Mittelfeld gefunden werden. Das Bamberg der letzten Saison haben alle noch als ein lange Zeit abstiegsgefährdetes Team in Erinnerung, apokalyptisch war der Bamberger Reiter, wenn überhaupt, dann nur auf sich selbst bezogen. Auch am Schönbusch stieß er beim 0:4 nahezu jeden Oxer um, während seine lila Gefolgschaft sogar schon am ersten Hindernis disqualifiziert wurde. Es dürfen ausgehend von der derzeit üppigen Personaldecke, der Tabellensituation und dem bisherigen sportlichen Auftreten der Eintracht allerdings gelinde Zweifel angemeldet werden, ob der Bamberger Reiter am kommenden Samstag wieder das Ponyhof-Flair vom letzten Jahr verbreiten wird. Aber für alle Fälle haben wir ja noch unseren Jockey Yuki, der auch einen feurigen Heißblüter mit einem Stockmaß von über 1,60 Metern kapern und zum Sieg für Weiß-Blau reiten kann. In diesem Sinne, in leichter Abwandlung eines Tote-Hosen-Klassikers: Alles auf (unseren) Lieblingsspieler!

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