FuPa: »Das wäre schlimm für unsere Region«

Aschaffenburgs Coach und Ex-Profi Jochen Seitz (40) verrät im FuPa-Interview die Ziele für die Frühjahrsrunde und warum er den Lokalrivalen Erlenbach und Haibach fest die Daumen drückt

Nach einem Start, der hinter den Erwartungen lag, hatten sich die Verantwortlichen des SV Viktoria Aschaffenburg im Spätsommer für einen Trainerwechsel entschlossen. Ex-Profi Jochen Seitz, der in der Bundesliga beim Hamburger SV, SpVgg Unterhaching, VfB Stuttgart, FC Schalke 04, 1. FC Kaiserslautern und der TSG 1899 Hoffenheim gespielt hatte, übernahm am 6. September 2016 den Posten von Jürgen Baier. FuPa hat mit dem Chefanweiser der Viktoria über die bisher gespielte Runde und die Ziele für die 14 noch ausstehenden Spiele gesprochen.

Seitz formuliert Ziele für die Rückrunde (© Moritz Hahn)

Seitz formuliert Ziele für die Rückrunde (© Moritz Hahn)

FuPa: Jochen, Platz fünf hält für die Frühjahrsrunde noch alles offen. Unter deiner Regie hat die Mannschaft sieben von zehn Spielen gewonnen, zweimal unentschieden gespielt und nur einmal verloren. Wie beurteilst du die Lage in der Bayernliga Nord?
Jochen Seitz (40): Wir befinden uns in der Verfolgerposition und da sind wir im Moment auch gut aufgehoben. Wir werden aber alles versuchen, um vielleicht noch Platz zwei und die Relegation zu erreichen. Wir haben ja bei vier Punkten Rückstand zwei Spiele weniger. Um noch Zweiter zu werden,  muss aber alles passen. Wir brauchen das notwendige Quäntchen Glück und müssen von Verletzungen verschont bleiben.

Die Meisterschaft schreibt ihr also schon ab?
Der VfB Eichstätt hat auch zwei Spiele weniger und liegt schon sechs Punkte vor uns. Eichstätt ist der Topfavorit, der sich den Titel wohl kaum noch nehmen lässt. Auch wenn wir noch das Nachholspiel in Eichstätt zu bestreiten haben, aber da werden die Trauben besonders hoch hängen. Das wird für uns eine harte Nuss.

Es hat in der Winterpause kleinere Korrekturen am Kader gegeben.
Erik Heinze hat seine Karriere wegen Verletzungen leider beenden müssen. Lucas Gora will es eine Klasse tiefer in der Landesliga bei Viktoria Kahl probieren. Jakob Traut wird uns auch noch verlassen, weil er ein halbes Jahr nach Australien geht. Daher haben wir noch einmal nachgelegt und Clay Verkaj verpflichtet, der bisher beim VfR Neumünster gespielt hat. Er ist ein junger und talentierter Spieler für das Mittelfeld, der aus der Region stammt. Er will bei uns Fuß fassen. Wichtig ist aber, dass sich keiner vom Stammpersonal verabschiedet hat.

Worauf legst du in der Vorbereitung dein Hauptaugenmerk?
Als ich gekommen bin, habe ich am System nicht viel verändert. Diese Maßnahmen stehen jetzt an. Wir wollen einiges einstudieren, dafür nutzen wir die Vorbereitung. Wir wollen in unserer Spielweise noch variabler werden, damit wir für die Gegner nicht so leicht auszurechnen sind.

Du bist gebürtiger Erlenbacher, kommst also aus der Region und hast in jungen Jahren schon für Aschaffenburg gespielt. In der Bayernliga Nord spielen auch der SV Erlenbach und der SV Alemannia Haibach, die in den Abstiegskampf verwickelt sind. Was sagst du zur Situation eurer Nachbarn?
Zunächst ist es so, dass wir in Aschaffenburg geografisch am Rand von Bayern liegen und immer weite Fahrten zu bewältigen haben. Da freut man sich, wenn`s gegen Vereine geht, die gleich um die Ecke liegen. Das sind immer interessante Derbys mit vielen Zuschauern. Wir drücken natürlich Erlenbach und Haibach die Daumen. Wir werden versuchen, gegen die anderen Mannschaften im Tabellenkeller zu gewinnen, um beiden zu helfen. Wir hoffen nicht, dass einer der beiden oder sogar beide Vereine absteigen müssen. Das wäre schlimm für unsere Region.

Quelle: FuPa http://www.fupa.net/berichte/das-waere-schlimm-fuer-unsere-region-629804.html

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