Hot! Slobodan Komljenović neuer Trainer beim SVA!

Bezüglich einer der drängendsten Fragen, wer denn in der zweiten Regionalliga-Bayern-Saison auf der Trainerbank am Schönbusch Platz nehmen soll, können die Verantwortlichen des SVA sehr schnell Klärung vermelden.

Zum Trainingsauftakt heute Abend um 18 Uhr wird erstmals Slobodan Komljenović die Mannschaft um sich scharen. Älteren Fußballinteressierten muss der 42-jährige Deutsch-Serbe nicht eigens vorgestellt werden. Als echter Frankfurter Bub war sein fußballerischer Werdegang aufs Engste mit der Rhein-Main-Metropole verknüpft. In der Jugend kickte er erst für die Stadtteilvereine SG Höchst und Viktoria Griesheim, um sich dann der Eintracht zu empfehlen.

Ab 1992 gehörte Komljenović dem Profikader des hessischen Bundesligisten an. Der gelernte Innenverteidiger avancierte zum Stammspieler und absolvierte für die Schwarz-Roten vier Spielzeiten, davon drei in der 1. Bundesliga und – nach dem bitteren Abstieg – eine im Fußball-Unterhaus. Nachdem die Eintracht den Wiederaufstieg verpasst hatte, wechselte Komljenović zum MSV Duisburg in die 1. Bundesliga. Mit den Zebras stand er 1997 im DFB-Pokal-Finale, wo man den Bayern knapp mit 1:2 unterlag. 1999 verlegte Komljenović seine Aktivitäten in den Süden der Republik, wo er bei den „Roten Teufeln“ für zwei Jahre in der „Hölle schmorte“. 2001, im Alter von mittlerweile 28 Jahren, wurde es dann noch einmal international, als er beim in der Primera Division beheimateten Real Saragossa die katalanische Lebensart kennenlernen durfte. Nach zweieinhalb Jahren und 38 absolvierten Ligaspielen kehrte er 2004 nach Deutschland zurück und ließ über die Stationen Wacker Burghausen und 1860 München  (beide 2. Liga) seine aktive Karriere im Juni 2006 ausklingen. 2007 erfolgten ein Rücktritt vom Rücktritt und zwei weitere Engagements bei Union Weißkirchen (Österreich) und dem VfR Jettingen. Erst im April 2010 beendete der in den Jahren 1994 bis 2000 22-fache serbien-montenegrinische Nationalspieler, Weltmeisterschafts- (1998 in Frankreich) und Europameisterschaftsteilnehmer (2000 in Belgien/Niederlande) endgültig seine aktive Karriere.

Da er Löcher in seiner Vita offensichtlich hasst, war es ihm ein Anliegen, seinen im Profifußballgeschäft gesammelten Erfahrungsschatz nicht lange brach liegen zu lassen, sondern ihn in einer erfolgsorientierten Jugendarbeit nutzbar zu machen. Zurück zu seinen Wurzeln kehrend, waren fortan die Nutznießer seiner professionellen Trainertätigkeit die Bornheimer Buben des FSV Frankfurt. Diese zahlten ihm sein Engagement reichlich mit Titeln heim: Sowohl die B-Jugend als auch die im folgenden Jahr von Komljenović gecoachte A-Jugend realisierten über den Hessenmeistertitel den Sprung in die U17-Bundesliga bzw. die A-Junioren-Bundesliga und damit in die jeweils höchste Liga ihrer Altersklasse. Aufgrund dieses Verdienstes, einen tragfähigen Unterbau für die in der abgelaufenen Zweitligasaison sehr erfolgreiche erste Mannschaft geschaffen zu haben, dürfte Komljenović in der Trainer-Rasterfahndung der SVA-Oberen sofort als Treffer angezeigt worden sein. Mit seinem Händchen für die Juniorenarbeit kann er die Fühler nach talentierten Nachwuchsspielern ausstrecken und diese ebenso behutsam wie konsequent weiterentwickeln, was die Viktoria-Vereinsphilosophie eins zu eins widerspiegelt.

Vizepräsident Sport Peter Löhr legt Wert auf die Feststellung, dass vor der letztlich getroffenen Personalentscheidung mit mehreren potentiellen Kandidaten gesprochen wurde, zuvorderst natürlich mit Feuerwehrmann Julio Alvarez, der allerdings wie viele freiwillige Feuerwehrleute eine auf lange Sicht vorhandene Unvereinbarkeit von Job und anderweitigem „sozialen Engagement“ zur Kenntnis nehmen musste. Seine Absage verbindet er mit den besten Wünschen für die neue Saison und schließt eine wie auch immer geartete Tätigkeit für den SVA in der Zukunft nicht aus.

Das Plädoyer für den neuen Coach Slobodan Komljenović hat übrigens auch noch eine heitere Fußnote: Der Neue beim SVA ist nämlich der Schwiegersohn von Kulttrainer Dragoslav „Stepi“ Stepanović. Dessen legendärer Ausspruch „Lebbe geht weider“ ist der launischen, des Öfteren am Abgrund stehenden Diva vom Main wie auf den Leib gezimmert. Wenn das mal kein gutes Omen ist…

 

Hier finden Sie den vorläufig terminierten 1. Spieltag (12./13. Juli 2013) der Regionalliga Bayern Saison 2013/14

1. FC Schweinfurt 05 – FC Würzburger Kickers

SpVgg Bayern Hof – TSV 1860 München II

TSV Buchbach – SpVgg Greuther Fürth II

TSV Rain/Lech – TSV 1860 Rosenheim

FC Eintracht Bamberg 2010 – SV Schalding/Heining

SV Viktoria 01 Aschaffenburg – 1. FC Nürnberg II

FV Illertissen – FC Memmingen

SV Seligenporten – FC Augsburg II

FC Bayern München II – SV Heimstetten

Spielfrei: FC Ingolstadt 04 II

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