Nimmt die Viktoria die Weidener „Offerte“ an?

Gegen die SpVgg. SV Weiden gilt es eine zweite Chance zu nutzen, die es ohne die Oberpfälzer so gar nicht gäbe

Nach dem „verdienten, aber etwas zu hoch ausgefallenen“ (O-Ton Slobodan Komljenovic) 5:0-Kantersieg in Ansbach lädt die Viktoria am Samstag, 3. 0ktober, um 15 Uhr im Stadion am Schönbusch zu einem neuerlichen Spitzenspiel. Dieses Mal geht es gegen die SpVgg. SV Weiden, die sich anschickt, aus dem Windschatten des Tabellenführers Jahn Forchheim herauszutreten. Nach dem in der Vorwoche mit 0:1 verlorenen Heimspiel gegen die Oberpfälzer sieht sich der Jahn plötzlich nur noch hauchdünn im Vorteil.

Der lachende Dritte könnte allerdings die Viktoria sein, wenn sie nach der Forchheim-Pleite vor 14 Tagen im zweiten Anlauf ein Gipfeltreffen für sich entscheiden kann. Allerdings dürfen die Weiß-Blauen diesmal mit ihren eigenen Chancen nicht so fahrlässig umgehen wie gegen Forchheim, denn Weiden steht als Team mit den wenigsten Gegentreffern der Liga nicht gerade im Ruf, hinten viel zuzulassen.

Stadler: „Der Begegnung den Stempel aufdrücken“

„In der Defensive gut stehen“, lautet denn auch die Anweisung von Weidens Trainer Christian Stadler, denn „wir gehen davon aus, dass die Gastgeber von der ersten Minute an Druck machen.“ Allerdings stünden die Oberpfälzer nicht auf dem zweiten Tabellenplatz, wenn da nicht noch ein Zusatz käme: „Wir denken aber nicht daran, dem SVA 90 Prozent Ballbesitz zu geben. Auch wir wollen der Begegnung unseren Stempel aufdrücken und unser System durchziehen.“ Wie die Vergangenheit schon öfter gezeigt hat, haben die Schwarz-Blauen das Potenzial, richtig feinen Konterfußball zu zelebrieren.

Stadler hat die Viktoria zweimal beobachtet und zollt Respekt: „Der SVA hat eine ungemein große Qualität in seinem Kader. Er ist sicherlich genau so stark wie der Jahn, aber dennoch ein komplett anderer Gegner. Dass wir den Jahn geschlagen haben, heißt nicht automatisch, dass wir auch in Aschaffenburg dreifach punkten werden.“

Moderate Worte vom letzten verbliebenen Bayernligist im BFV-Toto-Pokal, der am kommenden Dienstag im Viertelfinale des Wettbewerbs zu Hause auf den uns wohlbekannten FC Eintracht Bamberg trifft, nachdem er zuvor schon Regionalligist SV Seligenporten und zuletzt den Drittligisten SSV Jahn Regensburg ausgeschaltet hatte.

Mit der Euphorie von Ansbach

Viktorias sportlicher Leiter Peter Löhr sieht Weiden als ein „konstantes und kampfstarkes Team, das ein gutes Konterspiel aufzieht“. Will man weiterhin „so lange wie möglich vorne mitmischen“, so das erklärte Ziel der Weiß-Blauen, so muss man vor allen Dingen da Kante zeigen, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Es gilt, die Euphorie aus dem 5:0 in Ansbach mitzunehmen und gegen die Weidener Minimalisten mit der guten Chancenverwertung aufzuwarten, die Coach Slobodan Komljenovic nach dem Kantersieg lobend hervorhob. Gelingt es den Weiß-Blauen, Weiden „abzugrasen“, so könnten sie sich in absehbarer Zeit sogar an der Hochalm der Tabellenführung gütlich tun.

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