Hot! Sportliche Performance bestimmt Aktienwert des SVA

Nachdem am letzten Wochenende durch den 2:0-Erfolg in Ismaning der Grundstein zum Klassenerhalt gelegt wurde, gilt es ungeachtet der Kassandra-Rufe im Umfeld des Vereins kühlen Kopf zu bewahren und das Projekt Klassenerhalt über einen Sieg im letzten Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth zunächst einmal sportlich zu realisieren.

Die Frage, ob auch in der kommenden Saison wieder viertklassiger Fußball am Schönbusch gespielt werden kann, dürfte von nicht unerheblicher Tragweite sein, wenn es darum geht, in den in Kürze anberaumten Gremien und Mitgliederversammlungen die Viktoria personell und finanziell für die Zukunft neu aufzustellen. Unsere weiß-blauen Jungs, denen man im Vergleich zur Mannschaft im  Regionalligajahr 2008/09 eine viel größere Identifikation mit der Stadt Aschaffenburg sowie der Region bayerischer Untermain bescheinigen kann, sind dazu aufgerufen, sich in den verbleibenden 180 Minuten Spielzeit noch einmal zu zerreißen. Ihr dokumentiert damit den treuen Fans wie auch den aufmerksamen externen Beobachtern, dass Euer Herz nach wie vor für den SVA schlägt und Ihr das in Eurer Macht Stehende tut, um unseren Traditionsclub nicht untergehen zu lassen. Wir – Fans wie Betreiber dieser Homepage – sind überzeugt davon, dass Ihr die nötige Professionalität, Charakterfestigkeit, Verantwortungsgefühl und – nicht zu vergessen – auch das erforderliche sportliche Können für diese Mission mitbringt.

Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog hat sich im Main-Echo bestürzt gezeigt ob der jüngsten Entwicklungen bei der mainfränkischen Diva und zu Recht auf die hervorragende Jugendarbeit im Nachwuchsleistungszentrum des SVA verwiesen. Ein Zeichen, dass ihn die Geschehnisse rund um die Viktoria schon umtreiben.

Zum Sportlichen: Mit der U23 der SpVgg Greuther Fürth gastiert eine jener spielstarken Profi-Reserven zum Saisonfinale am Schönbusch, die mal hopp, mal topp die ganze Bandbreite genialen Schlendrians repräsentieren. Bei den Kleeblättern schlägt diese Flatterhaftigkeit mit einem grundsoliden 11. Tabellenplatz zu Buche, erst seit einigen Wochen indes ist die Elf von Mario Himsl aller Abstiegssorgen ledig. Die Statistik verrät zudem, dass sich die Mittelfranken auf fremden Plätzen wohler fühlen als zu Hause, was nicht unwesentlich zur sportlichen Konsolidierung nach einem Besorgnis erregenden Rundenstart beitrug. Im Hinspiel am 20. Oktober des vergangenen Jahres unterlag die Viktoria den Fürthern auf dem Sportplatz der Nachbargemeinde Eltersdorf mit 1:4 und deutete schon an, was im weiteren Saisonverlauf zur Gewissheit werden sollte: Ob auswärts oder daheim – gegen Reserveteams gab es für den SVA einfach nichts zu holen. Ausnahme, die die Regel bestätigt: ein 2:1-Heimsieg gegen Abstiegskandidat FC Augsburg II am 4. Spieltag. Am vergangenen Samstag zeigten sich die Kleeblätter von ihrer vierblättrigen Seite, als sie durch eine 0:1-Heimniederlage dem FV Illertissen die bayerische Amateurmeisterschaft und damit den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals bescherten. Vielleicht haben die auf ihre alten Saisontage an Punkten nicht mehr darbenden Fürther bei dieser Gelegenheit erkannt, dass Geben seliger ist denn Nehmen, und offenbaren am Schönbusch erneut ihre Glücksbringer-Qualitäten? Wobei eines klar sein sollte: Glück muss man sich auch verdienen.

Um der Dramatik rund ums Heimfinale auch stimmlich Ausdruck zu verleihen, hat sich der SVA mit Rolf Töpperwien, Godfather des Bundesliga-Heimkinos, einen ausgewiesenen Experten in Sachen gelebte Fußballleidenschaft ans Stadionmikro geholt. Seit drei Jahren im (Un-)Ruhestand übt der Wiesbadener diese Stadionsprecher-Funktion derzeit beim 1. FFC Frankfurt in der Frauenfußball-Bundesliga aus. Nach der Pressekonferenz in der Schönbusch-Lounge, die selbstredend Töppi höchstselbst moderiert, kann er uns dann in der ihm eigenen Launigkeit verraten, wer die schöneren Spieler hat: der SVA oder der 1. FFC Frankfurt.

Töppi, der nach eigenem Bekunden beruflich schon mit dem SVA zu tun hatte, hat generell ein Faible für Traditionsvereine und ist daher auch der Viktoria sehr gewogen. Bei seiner Verpflichtung mit den aktuellen Geschehnissen rund um den SVA nicht vertraut, hat er sich im Nachhinein besorgt geäußert, ob man ihn in Anbetracht der dunklen Wolken am Schönbusch „nicht steinigen“ werde. Lieber Töppi, Du hältst hier am Schönbusch keine Grabrede. Spieler und Fans werden Dir zeigen, dass der SVA lebt, und den Schönbusch in seinen Grundfesten beben lassen!

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