SV Schalding-Heining „besichtigt“ den Schönbusch

Am Samstag, 24. Mai, um 14 Uhr bietet sich die Gelegenheit, noch einmal zwei Teams „ganz in ihrem Element“ zu sehen

Die ganze Saison über per Touristenvisum im schönen Bayernland unterwegs und immer kräftig die Wirtschaft angekurbelt, das versteht man gemeinhin unter einem gern gesehenen Gast. Ein solcher ist der SV Schalding-Heining, der zum Saisonfinale am Samstag der (im sportlichen Sinne) dringend renovierungsbedürftigen „Ruine Schönbusch“ einen Besuch abstatten wird.

Saisonfinale 2013/2014: Viktoria Aschaffenburg - SV Schalding-Heining

Saisonfinale 2013/2014: Viktoria Aschaffenburg – SV Schalding-Heining

Wann immer das Team von Mario Tanzer in fremden Stadien auftauchte (und das war mittlerweile 17-mal der Fall), kam es nicht mit leeren Händen und fundamentierte damit seine Ansprüche auf den zweifelhaften Titel „schlechtestes Auswärtsteam der Liga“. Dieses stößt nun ausgerechnet auf unseren SVA, der seinerseits den Nimbus als „schlechteste Heimmannschaft der Liga“ zu verteidigen hat und dies nach Lage aller Dinge auch mit Zähnen und Klauen tun wird. Ob es gelingt, in diesem Interessenkonflikt auf einen Nenner zu kommen – beispielsweise mittels eines 0:0 – oder ob doch noch eine Partei nach dem Prinzip „Der Klügere gibt nach“ altersmilde einlenkt, darf als einer der Gründe genannt werden, weshalb man den Schlussakt gegen die Passauer Vorstädter nicht verpassen sollte.

Das war’s auch schon mit den Gemeinsamkeiten, denn was die Gesamt-Saisonleistung angeht, hat die rustikale Tanz(er)-Truppe aus Niederbayern weitaus positivere Daten zu vermelden als unsere ungeachtet ihres gar nicht so hohen Durchschnittsalters schon etwas hüftsteife Diva. Vor diesem letzten Spieltag dürfen sich die Grün-Weißen von allen Teams aus der Abstiegszone die größten Hoffnungen auf den direkten Klassenverbleib machen. Angesichts von drei Punkten Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz 15, auf dem sich der  TSV 1860 Rosenheim befindet, müsste schon einiges zusammenkommen, damit die Passauer noch in den sauren Apfel der Relegation beißen müssten. Mit einem Remis an der Kleinen Schönbuschallee könnte der (im besten Sinne) Dorfverein, der in dieser Saison weit renommiertere Vereine wie den 1. FC Schweinfurt 05, die SpVgg. Bayern Hof oder eben die Viktoria in der Tabelle hinter sich ließ, den Klassenerhalt aus eigener Kraft realisieren. Aber auch wenn die „stolze Auswärtsserie“ der Niederbayern die harte Bewährungsprobe Schönbusch besteht, sind die Chancen der Rosenheimer, den Liganeuling auf den letzten Metern noch abzufangen, nicht eben groß, da sie zeitgleich beim designierten Regionalliga-Meister Bayern München dreifach punkten müssten.

Der Formkurve der beiden Kontrahenten nach zu urteilen brauchen sich die Tanzer-Schützlinge eigentlich wenig Sorgen zu machen. Angesichts von lediglich zwei Punkten der Weiß-Blauen aus den letzten sieben Pflichtspielen legt auch einmal ein chronisch auswärtsschwacher Club jegliche Hemmungen ab. Zum Vergleich: Der SVH holte in diesem Zeitraum 13 Zähler und legte mit diesem energischen Schlussspurt die Grundlage zum Klassenerhalt. Die vorerst letzte Etappe war der überzeugende 5:2-Sieg über den TSV Buchbach auf eigenem Terrain am letzten Wochenende.

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