Hot! SVA bei den Schanzern abgestürzt

Verkorkstes Heimspiel, positives Auswärtserlebnis – auf das Fortbestehen dieses Zyklus hatte man auf Seiten des SVA vor dem Auswärtsspiel beim heimstarken FC Ingolstadt II insgeheim gehofft. Doch ein schwacher Auftritt und eine insbesondere in der 1. Halbzeit spieltechnisch in allen Belangen überlegene Heimmannschaft ließen den Traum zerplatzen. Nachdem die Schanzer sich bis zur Halbzeit eine klare 3:0-Führung herausgespielt hatten, taten sie nach der Pause nicht mehr als nötig. Der SVA erlangte dadurch eine optische Feldüberlegenheit, die jedoch nur in dem 1:3 durch Mario Sternheimer einen zählbaren Ausdruck fand.

Coach Antonio Abbruzzese musste den grippekranken Patrick Amrhein ersetzen und nominierte Fnan Tewelde in die Startelf. In der Innenverteidigung spielte Markus Wosiek neben Markus Brüdigam. Vor lediglich 200 Zuschauern im ESV-Stadion begann der muntere Torreigen bereits in der 6. Minute, als Torjäger Karl-Heinz Lappe im Strafraum angespielt wurde, sich in Gerd-Müller-Manier um die eigene Achse drehte und einschob. Die Viktoria versuchte zu antworten und konnte auch einige Chancen für sich verzeichnen, so einen Flachschuss von Markus Horr (11.), der Thomas Reichlmayr im Tor der Schanzer vor keine großen Probleme stellte. Wenig später traf ein Schuss von Giulio Fiordellisi nur das Außennetz. Die klareren Chancen hatte jedoch Ingolstadt. In der 12. Minute klatschte ein Freistoß von Stanislav Herzel an den Pfosten, in der 16. Minute schraubten die Ingolstädter mit einer weiteren Standardsituation das Ergebnis auf 2:0. Nach einer Ecke von Stefan Müller stieg Thomas Berger am höchsten und ließ Ricardo Döbert mit seinem wuchtigen Kopfball keine Chance. Fortan ließen die Schanzer Ball und Gegner laufen, während beim SVA vieles Stückwerk blieb. In der 40. Minute wurde Thomas Berger im Strafraum des SVA gelegt, den fälligen Elfmeter vollstreckte Stefan Müller eiskalt zum 3:0-Pausenstand.

Hatte die Kreativabteilung der Schanzer in der ersten Halbzeit noch gezaubert, so stellte sie nach dem Seitenwechsel ihre Aktivitäten vollständig ein. Folge: Die Viktoria kam zu ihren Chancen, als sie den Druck forcierte, allerdings waren diese selten herausgespielt, sondern basierten allzu häufig auf Zufall. Bei einem sehr schönen Freistoß von Marcello Fiorentini, der den Winkel knapp verfehlte, hatten die Schanzer allerdings ebenso Glück wie in der 80. Minute bei einem Lattenschuss aus spitzem Winkel des eingewechselten Steffen Bachmann, nachdem sich SCI-Torwart Reichlmayr bei einer Rechtsflanke völlig verschätzt hatte. Es waren diese Situationen, mit denen Coach Abbruzzese haderte, wäre doch bei etwas mehr Glück trotz der sehr schwachen ersten Halbzeit vielleicht noch ein Happy-End möglich gewesen. So aber blieb es beim Treffer zum 1:3 von Mario Sternheimer in der 58. Minute, begünstigt durch den Patzer eines Ingolstädter Verteidigers.

Nächsten Samstag ist Wiedergutmachung angesagt: Um 14 Uhr trifft der SVA zu Hause auf den TSV 1860 Rosenheim.

FC Ingolstadt 04 II: Thomas Reichlmayr, Thomas Berger, Michael Mayr, Patrick Walleth, Azur Velagic, Ralf Keidel, Steffen Jainta (73. Philipp Mandelkow), Daniel Kremer, Karl-Heinz Lappe (89. Niko Dobros), Stefan Müller, Stanislav Herzel (82. Zwonimir Kovac)

SV Viktoria Aschaffenburg: Ricardo Döbert, Mario Sternheimer (70. Steffen Bachmann), Markus Brüdigam, Michael Ulbricht (70. Murat Sejdovic), Markus Wosiek, Giulio Fiordellisi, Matthias Fries, Markus Horr, Fnan Tewelde (77. Adnan Murtic), Simon Schmidt, Marcello Fiorentini

Tore: 1:0 Karl-Heinz Lappe (6.), 2:0 Thomas Berger (16.), 3:0 Stefan Müller (40./FE), 3:1 Mario Sternheimer (58.)

Schiedsrichter: Angelika Söder

Gelbe Karten: Stanislav Herzel, Ralf Keidel – Michael Ulbricht, Markus Brüdigam, Matthias Fries

1 Kommentar

  1. Offensichtlich geht’s immer schneller und steiler bergab . . .

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