Fanbeauftragter des SVA mit Atemschutzgerät im Einsatz

Als in der Nacht vom 10. auf den 11. September gegen 23.30 Uhr in dem Gebäude, in dem das Sozialkaufhaus des Vereins „Grenzenlos“ und das Textilkaufhaus der „Diakonie“ untergebracht sind,  ein Feuer gemeldet wurde, das sich zu einem Großbrand entwickeln sollte, wurden zunächst die Innenstadtlöschzüge alarmiert, ehe auch die Floriansjünger aus den Stadtteilen zur Verstärkung angefordert wurden. Alexander Kolbert, Viktoria-Mitglied und seit dieser Saison Fanbeauftragter, gehört dem Löschzug 4 Leider/Nilkheim der Freiwilligen Feuerwehr Aschaffenburg an, der kurz nach Mitternacht an den Brandort gerufen wurde. Hier erinnert er sich an die Nacht:

„Bei unserem Eintreffen war der Löscheinsatz schon im vollen Gange. Als Atemschutzgeräteträger war es meine Aufgabe, in die völlig zerstörten Räumlichkeiten des vom Feuer betroffenen Obergeschosses des Sozialkaufhauses vorzudringen und die dort eingelagerten, teilweise noch brennenden Bekleidungsbestände aus dem Gebäude ins Freie zu bringen, damit diese dort endgültig abgelöscht werden konnten. Es waren in Kartons verstaute oder an Wäschestangen hängende Kleidungsstücke (Schuhe, Lederjacken, Kinderkleidung etc.), die noch vor Beginn der kalten Jahreszeit an bedürftige Menschen ausgegeben werden sollten und sämtlich aus Spenden stammen. Besonders tragisch: Auch nagelneue und noch Hersteller-verpackte Kleidung wurde ein Raub der Flammen. Allein das von uns entsorgte Schadensgut füllte zwei Container. Insgesamt hielt ich mich ca. zweimal eine halbe Stunde im Gebäude auf, jeweils bis der Sauerstoffvorrat zur Neige ging. Die baulichen Schäden, die sich schon bei der Erstbegehung zeigten, waren kaputte und eingerissene Decken und Böden im Obergeschoss und ein einsturzgefährdetes Dach. Doch auch in den vom Brand nicht direkt betroffenen Gebäudeteilen dürften aufgrund des Löschwassereinsatzes und des Qualmes größere Schäden entstanden sein. Im Außenbereich, wo das Feuer nach neueren Erkenntnissen ausgebrochen ist, brannten bekanntlich drei neuwertige Lieferwagen, von denen zwei völlig zerstört wurden. Insgesamt beziffert sich die Schadensumme nach gutachterlicher Schätzung auf 400.000 Euro.“

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