Hot! SVA-Junioren: Gut geschmiert in der Kugellager-Stadt

Dass im Vergleich zum Vorjahr sämtliche vier Altersklassen-Wettbewerbe bei den Schweinfurter Bezirkshallenmeisterschaften der Junioren unter weiß-blauer Beteiligung über die Bühne gingen, konnte per se schon als Erfolg gewertet werden und erhöhte  – zunächst einmal statistisch – die Chancen, zu Titelehren zu kommen.

Die ersten Anstrengungen hierzu sollte die U15 unternehmen, die derzeit als Bayernligist Deutschlands zweithöchste Spielklasse aufmischt und dort einen hervorragenden 3. Platz belegt. Das wiederum prädestinierte sie eigentlich zum Titelanwärter Nummer eins bei diesen Bezirksmeisterschaften. Jedoch hatte bereits der Turnierverlauf des Vorjahres, als man sich letztlich auf dem 4. Platz wiederfand, angedeutet, dass die Chose kein Selbstläufer ist und die Konkurrenz ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat. Man hatte indes keinerlei Anlaufschwierigkeiten und setzte sich in 5er-Vorrundengruppe quasi en passant mühelos als Gruppenerster durch, wobei im Einzelnen Siege gegen den TSV Brendlorenzen (5:0), Würzburger FV (3:1), FT Schweinfurt (3:2) und TSV Gochsheim (7:1) zu Buche standen. Als souveräner Gruppenerster hatte man sich im Halbfinale -Parallele zum Vorjahr – mit Titelverteidiger 1. FC Schweinfurt 05 auseinanderzusetzen, der in der Vorrunde mit lediglich zwei Siegen und einem Unentschieden keine Bäume ausgerissen hatte. Desungeachtet erwies sich die Hürde Schweinfurt einmal mehr als zu hoch. Es handelte sich allerdings um eine Millimeterentscheidung, denn mit dem 1:1-Last-Minute-Ausgleich in der regulären Spielzeit und der Entscheidung erst nach 28 (!) Penaltys im Neun-Meter-Schießen setzte man dem späteren Turniersieger und Titelverteidiger psychologisch arg zu. Im auf ein Neun-Meter-Schießen reduzierten kleinen Finale behielten die weiß-blauen Jungs gegen die JFG Wernfeld mit 6:5 die Oberhand und konnten sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz in der Endabrechnung verbessern.

Letzteres konnte die U19 mit Trainer Sigi Sternheimer ganz gewiss nicht im Schilde führen, stand man doch letztes Jahr schon da, wo alle hinwollen: ganz oben. Die Kardinalfrage war vielmehr, ob es der Mannschaft gelingen würde, in diesem hochkarätig besetzten Turnier den Geniestreich vom Vorjahr zu wiederholen. Die Vorzeichen stimmten einigermaßen bedenklich, denn mit Mario Ackermann, Aytug Kenar und Marius Diwersi fehlten Sigi Sternheimer just die Akteure, deren Namen in den Hallenturnieren auf Stadt- und Bezirksebene besonders häufig aus den Lautsprechern drangen. Dass es einer intakten und homogenen  Mannschaft gelingt, auch solche Ausfälle zu kompensieren, das klang auch aus dem abschließenden Statement von Coach Sigi Sternheimer heraus, der das erneut herausragende Abschneiden seines Teams in wenigen Sätzen wie folgt zusammenfasst: „Unsere Mannschaft war heute die eindeutig beste Mannschaft des Turniers. Die Jungs waren in allen Spielen hochmotiviert und zeigten den Zuschauern in der gutbesuchten Halle klasse Hallenfußball. Mit dem klaren 3:0-Sieg im Finale gegen den FC Würzburger Kickers setzten sie sich zudem selber die Krone auf. Dieser Sieg ist noch höher zu bewerten, wenn man berücksichtigt, dass mit Mario Ackermann, Aytug Kenar und Marius Diwersi drei Leistungsträger fehlten. Hut ab vor dieser Leistung unseres Teams, aus dem Torhüter Laurent Avolio und Verteidiger Niklas Schöfer als 5-facher Torschütze herausragten.“

Insgesamt netzten die Sternheimer-Schützlinge 15-mal ein und mussten nur zwei Gegentore schlucken. Auf Spiele bzw. Gegner verteilt liest sich das so: SVA gegen JFG Rhön (3:1), Würzburger FV (4:0), FT Schweinfurt (3:0) und im Finale dann die schon erwähnte deutliche Abfuhr für die Würzburger Kickers (3:0), während fast gleichzeitig andernorts… aber lassen wir das.

Am Sonntag hatten dann die schon legendären Aust-Buben die etwas undankbare Aufgabe, an das von ihren großen Brüdern der U19 am Vortag gesetzte Highlight in irgendeiner Form anzuknüpfen. Erstmals für diesen Wettbewerb qualifiziert sah man sich mit der Realität konfrontiert, dass die Beinchen noch zu kurz sind, um den sich zwischen Stadt und Kreis auf der einen Seite und dem Bezirk auf der anderen Seite befindenden Graben zu überspringen. Aber bekanntlich ist in diesem Alter die Wachstumsphase noch nicht abgeschlossen und das diesjährige Vorrunden-Aus mit lediglich 4 Punkten und 7:8 Toren jederzeit revidierbar.

Zu guter Letzt erreichte uns auch noch die Nachricht vom glorreichen Abschneiden der U17, die sich mit dem Vizetitel des abschließenden Wettbewerbes schmücken konnte und sich gemessen an ihrem Vorjahresabschneiden gleich um zwei Ränge verbessern konnte. Allerdings hat sich das Team um Bernd „Rambo“ Gramminger das Motto aller wahren Helden zu eigen gemacht, wonach man über alle guten Taten den Mantel des Schweigens hüllen soll, weswegen verständlicherweise der geneigte Leser von den näheren Umständen des Triumphes nichts erfahren darf.

So wurden rückblickend bei den unterfränkischen Hallenmeisterschaften einige weiß-blaue Glanzpunkte gesetzt, die ohne konzentrierte Vorarbeit in der Qualifikation auf Stadt- und Kreisebene nicht möglich gewesen wären. Es bleibt zu hoffen, dass auch im kommenden Jahr ein Quartett die Farben der Viktoria in der elitären Besetzungsliste dieses Junioren-Hallenturniers vertreten wird.

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