Hot! SVA nagte an Buchbachs Heimbilanz

Am 32. Spieltag der Regionalliga Bayern musste der SVA den schweren Gang zum TSV Buchbach antreten. Um den Gegner besser „lesen“ zu können, spendeten in diesem Freitagabendspiel vier luxstarke Flutlichtmasten Licht. Leider war der Weg zum gegnerischen Tor eine Idee zu schwach ausgeleuchtet, weshalb das Tor von Manuel Neubauer aus der 35. Minute trotz großen Kampfes seitens der Weiß-Blauen die Partie zu Gunsten der Buchbacher entschied.

In den ersten Minuten nahmen die Bobenheimer-Schützlinge sofort Drohhaltung an. Schon in der 1. Minute wurde Hinterkopf durch einen Schuss von Bonimeier geprüft. Es war aber nur ein kurzes Strohfeuer, das schon ab der 5. Minute langsam verglomm. Als in der 16. Minute Simon Schmidt  Buchbachs Torwart  überwand, bejubelten Spieler und der Viktoria-Anhang schon das erste Auswärtstor in 2013, allein der Treffer wurde trotz wütender Proteste wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt. Eine Minute später bot sich Simon Schmidt nach einem Schnitzer der Buchbacher im Spielaufbau eine weitere gute Chance, die er allerdings vergab. Nach einer Ecke von links kam auch Peter Sprung aus kürzester Distanz wieder zu „seinem“ Kopfball, machte auch alles richtig, fand aber in Buchbachs Torhüter Florian Preißer, der mit einem Reflex glänzend reagierte, seinen Meister. Die Hausherren ließen sich das eine Warnung sein und übernahmen nun ihrerseits wieder das Kommando. Kurz nachdem die Oberbayern den Taktstock erhoben hatten, brachte Manuel Neubauer in der 35. Minute nach einem trockenen Flachschuss aus 12 Metern im Nachschuss die Musik zum Klingen. Der gleiche Akteur versuchte fünf Minuten später, Torwart Hinterkopf mit einem raffinierten Lupfer das Nachsehen zu geben, setzte das Leder aber wenige Zentimeter neben das Gebälk. Die erste  Halbzeit sah ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, dem man die ungleiche Positionierung der Kontrahenten nicht anmerken konnte. Die Buchbacher agierten längst nicht mit der von ihnen gerade bei Heimauftritten gewohnten Dominanz.

Obwohl sich der Kräfteverschleiß infolge der kurzen Regenerationsphasen mittlerweile bei allen Mannschaften bemerkbar macht, ließ das Team von Werner Dreßel in der 2. Halbzeit nichts unversucht, das Blatt noch zu wenden und zumindest einen wertvollen Punkt im Kampf gegen den Abstieg aus dem Jahnstadion mitzunehmen. Doch das auf dem schweren Boden der Physis stark zusetzende, zeitweise zelebrierte Powerplay brachte nichts Zählbares mehr zustande, wohl aber einige Aufreger, so zum Beispiel als Markus Brüdigam im gegnerischen Strafraum elfmeterwürdig von den Beinen geholt wurde, der Pfiff des Schiedsrichters jedoch ausblieb. Einem Freistoß von Simon Schmidt, der knapp am Tor vorbeistrich, hatten die Gastgeber als größte Chance der zweiten Halbzeit einen fulminanten Lattenkracher ihres auffälligsten Spielers Manuel Neubauer entgegenzusetzen. Summa summarum machte an diesem Tag einzig und allein das erzielte Tor den Unterschied, mit etwas mehr Fortüne und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss hätte sich die Schönbuschtruppe in den beiden Auswärtsspielen dieser Woche eine etwas komfortablere Ausgangsbasis für das am Dienstag beginnende Schönbusch Festival mit drei Heimspielen in Folge binnen acht Tagen verschaffen können.

Aufgrund des vom BFV so apostrophierten „Schneckenrennens“ im Abstiegskampfist für den SVA noch alles drin. Zwar ist Eltersdorf durch seinen klotzigen 5:2-Heimsieg über Hof bis auf einen Zähler  herangekommen (bei einem Spiel mehr), andererseits ist Hof dadurch weiter zurückgefallen. Und auch für Teams wie Bamberg, Ismaning und Augsburg  wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Können die Dreßel-Schützlinge ihre „Homestory“ in drei Teilen in ihrem Sinne erfolgreich schreiben, so ist es noch möglich, sich wie Eulenspiegel am eigenen Schopf aus dem (Abstiegs-)Sumpf zu ziehen.

 

TSV Buchbach – Viktoria Aschaffenburg 1:0 (1:0)

Buchbach: Preußer – Gögl, Schmalhofer,Hain, Edlböck (90. Hinz) – Grübl, Klingmann, Bonimeier, Irmler – Neubauer (83. Breu), Denk (79. Behr)

Aschaffenburg: Hinterkopf – Löhr (55. Wosiek), Haith, Brüdigam, Bachmann – Cheron (81. Fiorentini), Sternheimer (65. Koukalias), Schmidt, Fries – Sprung, Fiordellisi

Tor: 1:0 Neubauer (35.)

Gelbe Karten: Grübl, Bonimeier, Denk / Löhr

Zuschauer: 643

SR: Hanslbauer (Altenberg)

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