Hot! SVA will in der Bierstadt nicht versacken

Die Schlachten am Schönbusch sind geschlagen, lediglich ein Nachzugsgefecht am 18. Mai gegen die SpVgg Greuther Fürth steht der Mannschaft von Antonio Abbruzzese noch ins Haus.

Nachdem sich der Pulverdampf an der Kleinen Schönbuschallee gelichtet hat, muss man leider feststellen, dass Aschaffenburg als das Verdun der Regionalliga Bayern bezeichnet werden kann, so gering ist der tabellarische Raumgewinn bei vergleichsweise hohem Materialaufwand. Die komplette Neutralisation der Kräfte drückt sich in der Bilanz von 4:4 Punkten aus drei Heimspielen aus, womit man den viel beschworenen Heimvorteil nicht eben weidlich ausgeschlachtet hat. Nun heißt es also den eigenen Graben zu verlassen, ohne wie in der Vergangenheit gleich in feindliches Sperrfeuer zu laufen. Erstes hoffentlich lohnendes Ziel ist am Samstag, dem 27. April, um 14 Uhr das Fuchsparkstadion zu Bamberg, wo ein euphorisierter Gastgeber erstmals seit dem 7. Spieltag nicht mehr die gesiebte Luft der Abstiegsplätze atmet. Den momentan in Beschlag genommenen 14. Tabellenplatz wollen die Bamberger unter allen Umständen verteidigen und haben dazu alle Trümpfe in der Hand. Das Fuchsparkstadion gilt zwar nicht als uneinnehmbar, verfügt aber nichtsdestotrotz mit lediglich zwei erlittenen Niederlagen (mit die wenigsten der Liga) aus 15 Heimspielen über bedeutend bessere Verteidigungsanlagen als beispielsweise der Schönbusch.

Seit der Bamberger Reiter mitten im Turnier die Pferde wechselte und Ende März den glücklosen Coach Petr Skarabela durch den zuvor in Diensten des VfL Frohnlach stehenden Dieter Kurth ersetzte, geht es im fliegenden Galopp über den Parcours. In der Formtabelle, die auf der Grundlage der in den letzten sechs Pflichtspielen erzielten Punkte erstellt wird, belegt der FCE mit 10 Punkten den sechsten Rang, der SVA hingegen mit mageren vier Pünktchen Rang 19. Nicht zuletzt ist da auch noch der aktuelle Tabellenstand ins Feld zu führen, der den SVA auf Rang 15 mit einem Punkt im Hintertreffen sieht. Doch ist bei aller verbürgten Richtigkeit dieser Statistiken nicht auszuschließen, dass der neuerdings durch Geradlinigkeit bestechende Kurs des Bamberger Reiters noch hie und da durch ein kleines „Schlenkerla“ unterbrochen wird. Auf diese oft unergründliche Bockigkeit auch des besten Turnierpferdes sollte das Team von Coach Abbruzzese vertrauen und in spielerischer Hinsicht mindestens das Hindernis eines Oxers von 1,60 Metern Höhe darstellen. Nicht unterschlagen werden sollte als kleiner Motivationsschub auch ein Verweis auf das klotzige 4:0 im Hinspiel am 15. Spieltag, als man gegen eben jene Bamberger den höchsten Saisonsieg feierte und die sportliche Achterbahnfahrt um einen weiteren Kulminationspunkt bereicherte. So klar muss der Sieg in der Bierstadt am Samstag nicht ausfallen, angesichts des schweren Restprogramms mit drei weiteren Auswärtsspielen genügt schon ein naturtrübes 1:0. Dann klettern auch die Bamberger Fans wieder und vertreiben die für das Wochenende angesagten schweren Regenwolken.

 

34. Spieltag – Regionalliga Bayern 2012/13

FC Eintracht Bamberg 2010 – SV Viktoria 01 Aschaffenburg am 27. April 2013 um 14.00 Uhr

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