SVA will „Punkte abluchsen im Fuchspark“

Mit dem dritten Auswärtserfolg in Serie beim FC Eintracht Bamberg würde die Viktoria auf den „historischen“ Rang 15 klettern

Sieben Punkte aus drei Spielen, mit dieser für weiß-blaue Verhältnisse extraordinären Ausbeute hat die Komljenovic-Elf zuletzt ihre Anwartschaft auf zumindest einen Relegationsplatz nachhaltig unterstrichen. Vor allem mit unterkühlten Auftritten hat man zuletzt auf fremden Böden reiche Ernte gehalten, eine ähnlich ausgefuchste Vorstellung wäre auch am Dienstag im Bamberger Fuchsparkstadion vonnöten, um den dritten Auswärtserfolg des Jahres 2014 einzufahren, vor allem aber, um zum ersten Mal seit dem 3. Spieltag die direkten Abstiegsränge zu verlassen.

Nachholpartie des 25. Spieltags am Dienstag, 1. April

Nachholpartie des 25. Spieltags am Dienstag, 1. April

Allerdings ist der vom Ex-Profi Hans Jürgen Heidenreich gecoachte FC Eintracht Bamberg aus einem etwas anderen Holz geschnitzt als die Kellerkinder der Liga, zu denen Teams wie der 1. FC Schweinfurt 05 oder jüngst der TSV Rain zweifelsohne zu zählen sind. Zwar gingen die letzten beiden Partien der Domstädter – das Nachhol-Heimspiel gegen Ingolstadt (0:3) und letztes Wochenende das Gastspiel bei den kleinen Bayern (2:5) – deutlich verloren, doch bei mittlerweile 36 Punkten auf der Habenseite ist die Abstiegsgefahr der Violetten dann doch wohl eher theoretischer Natur. Das eine oder andere Pünktchen wird man noch einfahren müssen, um die magische 40-Punkte-Grenze zu knacken und damit aller Abstiegsorgen endgültig ledig zu sein. Nichtsdestotrotz machte Bambergs Kapitän Kevin Kühnlein gleich im Anschluss an das Bayern-Spiel – das im Übrigen hätte anders verlaufen können, hätte der Schiedsrichter ein glasklares absichtliches Handspiel von Alessandro Schöpf im eigenen Strafraum regelkonform geahndet – im Hinblick auf die beiden diese Wochen noch anstehenden Heimspiele gegen den SVA und Rain mächtig Druck. „Wir haben jetzt zwei Heimspiele gegen mehr oder weniger direkte Konkurrenten, und das dürfte Ansporn genug sein. Wir müssen nächste Woche sechs Punkte holen, dann haben wir 42 Punkte und können den Rest der Saison locker angehen.“ Dass der Bamberger Reiter von einem 0-Fehler-Ritt ausgeht, kann ihm von der Tabellenkonstellation her keinesfalls als Realitätsverlust angekreidet werden, schließlich sprang die Heidenreich-Elf über Hindernisse der „Kategorie B“ zu Hause in dieser Saison nur einmal merklich zu kurz: bei der 1:4-Heimniederlage am 8. Spieltag gegen die SpVgg. Bayern Hof. Anfang dieses Jahres revanchierten sich die Domstädter mit einem 1:0-Auswärtssieg, um eine Woche später mit dem gleichen Ergebnis auch den 1. FC Schweinfurt 05 geschlagen nach Hause zu schicken.

Auf der Viktoria lastet in dieser Partie ein ungleich größerer Druck. Jeder Straßenverkehrsteilnehmer weiß: Wer zum Überholen ansetzt, sollte Gas geben. Auf die Viktoria bezogen kann das nur heißen: Drei Punkte sind Pflicht, denn sonst droht der Abbruch des Überholvorgangs in Richtung Klassenerhalt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gegner nach der jüngsten Erfolgsserie der Weiß-Blauen jetzt gewarnt sein dürften: Überraschungseffekt somit ausgeschlossen. Die Treffsicherheit eines Salvatore Bari, der sieben von acht Viktoria-Treffern in 2014 markiert hat, dürfte sich mittlerweile zu allen Ligakonkurrenten herumgesprochen haben, weshalb zunehmend Kreativität in der Offensivabteilung gefragt sein wird, um „Signore 100 percenti“ weiterhin so wirkungsvoll in Szene setzen zu können wie bisher.

Ein Stachel im Fleisch dürfte jedem Viktorianer noch die bittere 1:2-Hinspielniederlage im August letzten Jahres sein, als man sich in den Schlussminuten um den Lohn eines überlegen geführten Spiels brachte. Das – so hoffen alle Anhänger – wird der in 2014 schon deutlich abgezockter agierenden Komljenovic-Truppe so schnell nicht noch einmal passieren.

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