Hot! „Ice Bucket Challenge“: warmer Regen für die ALS-Forschung

Sprunghafter Anstieg der „Wassergebühren“: Auch bei unserer Viktoria schüttet es aktuell wie aus Eimern…

Der Düsseldorfer „Maleraffe“ Jörg Immendorff ist ihr unlängst erlegen, der geniale Physiker Stephen Hawking ist seit dem frühen Erwachsenenalter von ihr gezeichnet: die Rede ist von ALS, der medizinischen Kurzform für Amyotrophe Lateralskoliose, einer tückischen Nervenkrankheit, die zunächst die Motorik, dann die Atemmuskulatur lähmt und für gewöhnlich binnen drei bis sechs Jahren unweigerlich zum Tod führt. In Deutschland leben derzeit 6.000 bis 7.000 Betroffene mit der Diagnose ALS.

Viktoria Kapitän Simon Schmidt in Aktion

Viktoria Kapitän Simon Schmidt in Aktion

Vor diesem Hintergrund ist von Amerika aus ein Trend im wahrsten Sinne des Wortes zu uns herüber geschwappt: Im „ALS Ice Bucket Challenge (#ALSicebucketchallenge), einer etwas eigenwilligen Auslegung der medizinischen Anwendungen von Sebastian Kneipp, übergießen sich die Probanden eigenhändig mit einem Eimer eiskalten Wassers. Zimperlichkeit ist ausnahmsweise mal gern gelitten, denn für jeden „Verweigerer“ wird eine Spende auf das Konto der ALS Association fällig, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Forschungsprojekte zu finanzieren und ein Medikament gegen die Krankheit zu entwickeln.

Auch im Umfeld der Viktoria hat das wohltätige  Ritual längst Einzug gehalten, allerdings in etwas abgewandelter Form. Für echte Viktorianer gibt es kein Entweder-Oder: Eisbad und Spende, Härte und Herzlichkeit schließen einander keinesfalls aus, ja sind vielmehr potenzierte Herzmassage.

Zaghafter „Quälix“

Nicht so beim ebenfalls schon nominierten „Quälix“ Felix Magath: Der zeigte sich, als es um die eigene Haut ging, wider Erwarten ungewöhnlich zartbesaitet und beschränkte sich auf die Ablasszahlung. Wieder anders Vorstandssprecher Holger Stenger, der sich beim letzten Heimspiel quasi auf dem Marktplatz der Prozedur stellte, die Marion Schütz (Vorstand Finanzen) aus luftiger Höhe an ihm vollzog. Unser unbeeindruckter Joe Schocker gab den Kälteschock unverfroren weiter und nominierte Marco Seemann, Prokurist des TV Grosswallstadt und Mitstreiter bei der Initiative „First“, den Gründer der Initiative „Leuchtende Kinderaugen“ Timo Bieber und Viktoria-Mannschaftskapitän Simon Schmidt. Letzterer kam, wie ein auf Facebook kursierendes „Short Video“ belegt, seiner Pflicht bereits nach und setzte das eiskalte Schneeballsystem ungerührt fort: Peter Löhr (Vorstand Sport), Viktoria-Trainer Slobodan Komljenovic und Gabriel Akman zählten zu seinen Auserwählten.

SV Damm nominiert den SVA

Als hätte das Ice-Bucket-Virus die Viktoria nicht ohnehin schon fest im Griff, braute sich im Stadtteil Damm beim dortigen SV eine Nominierung zusammen, die demnächst das ganze Viktoria-Team kollektiv unter die eiskalte Schwallbrause schicken wird. Ein Klacks, möchte man meinen, für junge, belastbare Sportlerherzen, weshalb die Mannschaft um Kapitän Simon Schmidt es auch nicht bei der Abkühlung bewenden lässt, sondern quasi für die Schonung der vereinseigenen Sanitäranlagen einen noch festzulegenden Betrag X aus ihrer Vereinskasse an das Projekt spenden wird.

In dieser Saison handelt man beim SVA ganz offensichtlich nach dem Do-it-yourself-Prinzip. Übertragen auf den „ALS Ice Water Challenge“ heißt das: Für den nassen Spaß in seiner Freizeit selbst zu sorgen „prickelt“ bei weitem mehr als ständig während der Spiele vom Gegner mit kalten Güssen überrascht zu werden und nach dem Schlusspfiff wie begossene Pudel da zu stehen…

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