Hot! U10-Junioren debütieren gegen Waldhof Mannheim – 7:7

Viktorias U10-Junioren beim Unentschieden gegen Waldhof-Buben feierlich aus der Taufe gehoben

Am 6. September 2014 war es endlich soweit und die „jüngsten Viktorianer aller Zeiten“ traten zu einem allerersten Kräftemessen gegen keinen geringeren Gegner als den SV Waldhof Mannheim an. Ein echtes Highlight für die „New Generation“ gegen einen namhaften – und für seine hervorragende Jugendarbeit bekannten – Gegner antreten zu können. Beleg dafür ist, daß sowohl die U15 als auch die U19 in den höchsten Spielklassen (C-Junioren Regionalliga Süd und A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest) anzutreffen sind.

Viktoria U10-Junioren debütierten beim SV Waldhof Mannheim

Viktoria U10-Junioren debütierten beim SV Waldhof Mannheim

Die U10 von Waldhof Mannheim spielt weitestgehend bereits seit fünf Jahren zusammen, da man dort mit der Ausbildungsarbeit ab der Altersklasse U6 beginnt. Unsere „Jung-Viktorianer“ dagegen hatten lediglich 17 Trainingseinheiten in den vergangenen fünf Wochen hinter sich. Die Spannung war jedem unserer Spieler deutlich anzumerken. Das tolle Ambiente tat sein Übriges. Trainer Zeitler: „Das wir noch nicht die nötige Ruhe im Spielaufbau nach so kurzer Zeit haben konnten und noch unnötige Fehler gemacht werden würden, die auch zu Gegentoren führen können, war uns im Vorfeld völlig klar – und kalkuliert“. Die dagegen eingespielten und souverän agierenden Waldhof-Buben setzten unsere Truppe von der ersten Minute an mit enormen Offensiv-Pressing unter Druck. Damit waren zu Beginn der Partie unsere „Jungen Wilden“ noch überfordert. Folgerichtig fiel dann so auch nach vier Minuten das 1:0.

 

„Wir wollen ja nicht nur … und damit fußballerisch / sportlich / physisch ausbilden, sondern investieren auch viel Energie in die Persönlichkeitsentwicklung auf allen Ebenen.“ Jugendkoordinator Michael Zeitler am 18.07.2014

NLZ-Koordinator Michael Zeitler

NLZ-Koordinator Michael Zeitler

Dieses Ausbildungsdetail sollte sich nun auch schon bezahlt machen. „Wir hatten uns vorgenommen, mutig und kreativ zu spielen“, führte Trainer Michael Zeitler aus. Von Minute zu Minute legte sich nun die Nervosität. Und das Selbstvertrauen spiegelte sich in einem immer besser funktionierenden Passspiel wider. Die Spieler begannen jetzt das im Training Erlernte umzusetzen und agierten in der Spieleröffnung sehr mutig und, nach so wenigen Einheiten erstaunlich, auffallend variabel. „Es hat uns riesig gefreut, wie wir nach dieser kurzen Zeit schon immer schneller wieder in der Ordnung fanden und sicherer kombinierten“, stellte Co-Trainer Rick Cunningham fest. Ein sensationell agierender Torwart, in Person von Kilian Huth (der heute überhaupt zum ersten Mal im Tor spielte), sorgte mit seiner Präsenz und Übersicht für die notwendige Ruhe. Einige tolle Paraden sorgten für die nötige Sicherheit der ganzen Truppe. Immer mehr kamen die Schönbusch-Kicker ins Rollen und so dauerte es nicht lange, bis wir in der 18. Spielminute durch Nick Seidel, nach einem „Zungenschnalzer-Solo-Lauf“, in dem er vier Mannheimer Spieler zu Statisten degradierte, zum Ausgleich kamen. Nur sechs Minuten später kam der nächste ganz starke Auftritt. Dion Prostmeier schloss einen perfekten Pass mit einem tollen Distanzschuß ab. Marke: Traumtor. Zwischenergebnis nach dem ersten Drittel: 2:1.

Sehr temporeich, engagiert und hochkonzentriert starteten die Schönbusch Kicker ins zweite Drittel. Offensichtlich wollten sie das vor dem Spiel erarbeitete Credo mit noch mehr Leben füllen. Für den Geschmack der beiden Trainer sogar ein bisschen zuviel. Denn dieses zweite Drittel war nichts für schwache Nerven. Zumal die gegnerische Trainer-Crew wohl eine ähnliche Idee hatte. Beide Mannschaften agierten von Sekunde eins an mit absolut „offenem Visier“. Mit außergewöhnlich hohem Tempo für diese Altersklasse. Nach klugem Pressing krönte Finn Bartunek seine ohnehin hervorragende Leistung mit einem tollen Tor zum 3:1. Mannheim gab aber nicht auf und hielt dagegen, um dann effizient und abgezockt ihre Chancen zu verwerten und jeden noch so kleinen individuellen Fehler eiskalt zu bestrafen. In dieser Phase konnte man ganz klar die jahrelange Ausbildung und Eingespieltheit erkennen. Völlig verdient glich Mannheim innerhalb von zwei Minuten aus – 3:3. Offensichtlich wurden unsere Jungs dadurch aber nur noch mehr motiviert. In dieser rassigen Partie ging es ohne Verschnaufpause rauf und runter. Leon Meier belohnte den enormen Aufwand und schoß uns erneut in Führung – 4:3. Mannheim ließ sich zu keinem Zeitpunkt hängen, hatte man sich doch fest vorgenommen, zu Hause für klare Verhältnisse zu sorgen. Wieder innerhalb von nur wenigen Minuten kamen die Waldhof Buben zurück und belohnten sich mit zwei Toren zum aber nur zwischenzeitlichen 5:4. Muhammed Ali zeigte seine ganze Coolness, in dem er, nach einem perfekt getimten Paß von Spielführerin Sophia Klassert, den Ausgleich zum 5:5 besorgte. Obgleich Mannheim mit so viel Gegenwehr wohl nicht gerechnet hatte, fighteten sie sich wieder zurück und gingen Sekunden vor Ende des zweiten Drittels mit 6:5 in Führung.

Im dritten Drittel sollte sich alles entscheiden. Beiden Mannschaften merkte man nun das unglaublich hohe Tempo der ersten 50 Minuten an. Auch die sommerlichen Temperaturen von 28°C taten ihr übriges. Dennoch: Beide Teams kämpften mit viel Herz, Leidenschaft und Engagement weiter, als gäbe es kein Morgen. Steven Stahl sorgte mit einen Doppelpack in weniger als 120 Sekunden für das 7:6 der Weiß-Blauen. In der Schlussphase boten die Mannheimer noch einmal alles auf, um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Und sorgten in der allerletzten Spielminute, begünstigt durch eine kleine Unkonzentriertheit, noch für das Endergebnis von 7:7.

Dieses Ergebnis geht völlig in Ordnung und für die Zuschauer – auf beiden Seiten – wurde ein richtiges Spektakel geboten, an dem alle eine Riesenfreude haben konnten.

Rick Cunningham bilanzierte: „Waldhof Mannheim war der erwartet starke Gegner in einer sehr, sehr fairen, temporeichen Partie. Unsere Jungs haben aber heute die ersten Früchte der intensiven Vorbereitung geerntet und konnten sich bereits als gleichwertiger Gegner auf diesem guten Niveau, auch mit 75 Minuten Spielzeit, beweisen. Die Truppe hat so viel Moral an den Tag gelegt – das gibt es wirklich selten.“

Auslaufen nach dem ersten Spiel...

Auslaufen nach dem ersten Spiel…

Michael Zeitler unterstrich das Gesagte: „Besonders erfreulich ist, dass nach nur 17 Trainingseinheiten sich schon eine so stark aufspielende Truppe gebildet hat, die menschlich großartig, sportlich enorm Lernwillig, und mental unglaublich weit vorne ist. Jungs, wir sind einfach nur mächtig stolz auf euch – unser SVA wird noch ganz viel Freude an euch haben. Ihr seid spitze! Und jetzt … Feiern gehen.“

Letzteres nahm die ansonsten so bemerkenswert disziplinierte Truppe dann auch wörtlich … das ganze Stadion am Schönbusch konnte noch eine geschlagene halbe Stunde u.a. hören, dass … „wir alle Ascheberscher Jungs sind …“.

Dem SV Waldhof Mannheim danken wir an dieser Stelle ausdrücklich für die freundliche und nette Begegnung. Ihr seid uns jederzeit ebenfalls herzlich Willkommen!

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